Erich Laminger

Mehr transparente Demokratie durch Belebung des Bundesrates

Erich Laminger

Mehr transparente Demokratie durch Belebung des Bundesrates

Meine Motivation, dem Aufruf zur Kandidatur zum Mitglied des Bundesrates zu folgen, beruht auf meinem großen Interesse an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Rechtsrahmens für ein florierendes Gemeinwesen und ein erfülltes Leben. Eines Rechtsrahmens, der die Verwirklichung der persönlichen Ziele aus eigener Kraft nicht nur zulässt, sondern fördert. Das alles unter strikter Wahrung der Grund- und Menschenrechte. Leitgedanken dabei waren schon immer und sind für mich Transparenz und Effizienz des Staates, sowie Generationengerechtigkeit, was insbesondere bedeutet, Entscheidungen immer auch unter Wahrnehmung der Verantwortung für die nächsten Generationen zu treffen.

Diese Leitgedanken waren mir in meinem gesamten Leben (siehe Lebenslauf) gewissermaßen “Kompass“. So leitete ich schon in den 1980-iger Jahren zugunsten der jüngeren Beschäftigten eine wesentliche Abflachung des in den Angestellten-Kollektivverträgen zuvor sehr ausgeprägten Senioritätsprinzips ein. Auf betrieblicher Ebene eröffnete ich diesem Gleichbehandlungsprinzip folgend bislang blockierte Frauenkarrieren, denen bislang z.B. die Anerkennung durch Ernennung zur “Direktorin“ verwehrt war.

Als studierter Jurist -- Studium der “Rechts- und Staatswissenschaften“ -- interessierte mich seit jeher die politische Praxis gemessen am Geist unserer eben 100 Jahre alt gewordenen Bundesverfassung. Rolle und Möglichkeiten des österreichischen Bundesrates wurde meines Erachtens meist zu gering geschätzt, zumal stets nur die “Zahnlosigkeit“ wegen des dem Nationalrat möglichen Beharrungsbeschlusses gegen einen Bundesrats-Einspruch gesehen wird. Übersehen wird, dass ein Einspruch des Bundesrates eine weitere Möglichkeit der öffentlichen Thematisierung bedeutet und (neuerliche) Möglichkeiten der Klarlegung des politischen Standpunktes eröffnet. Nicht nur, aber gerade in Vorwahlzeiten, in denen im Nationalrat nicht selten auch sehr teure “Wahlzuckerl“ beschlossen werden, kann das besondere Bedeutung haben, auch durch die jedenfalls eintretende zeitliche Verzögerung des Inkrafttretens.
Der im hektischen Finish im September 2019 vor der Nationalratswahl erfolgte Nationalratsbeschluss zur “Hacklerregleung neu“, ein wahrer Sündenfall der Generationengerechtigkeit, hätte vom Bundesrat noch durch einen Einspruch verhindert werden können, wenn eine entsprechende politische Kraft im Bundesrat Wirkung gezeigt hätte.

Auch eine kleine politische Partei kann große Wirkung erzeugen. Sachkundigkeit, beherztes Auftreten und argumentatives KnowHow, sowie ein Grundvertrauen in die Seriosität der in unterschiedlichen politischen Lagern verankerten Personen sind Voraussetzungen dafür, sogar als einzelne Person politisch bewegen zu können. Im Laufe meines Lebens habe ich viele gute Vertrauensbeziehungen zu “Andersdenkenden“ aufbauen können, von denen viele noch immer tragfähig wären. Z.B. ermöglichte mir das im Jahr 1993 als Arbeitgeber-Kollektivvertragsverhandler eine “Öffnungsklausel“ (auf Betriebsebene festlegbare Aufhebung/Aussetzung der KV-Erhöhung) zu vereinbaren. -- Weitere Beispiele aus meiner sozialpartnerschaftlichen Tätigkeit in den Kollektivvertragsverhandlungen sowie meiner Tätigkeit als SV-Funktionär kann ich nennen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich bewerbe mich hiermit um ein Bundesratsmandat mit dem Angebot, alle meine Lebens- und Berufserfahrung sowie meine weitreichende Vernetzung im Interesse des zukunftweisenden Wirkens von uns NEOS einzubringen. Im eigenen Interesse und ganz besonders im Interesse meiner Kinder und Enkelkinder bzw. deren Generationen.

Wenngleich an Lebensjahren nicht mehr ganz jung, bleibe ich im Geist und in der Seele jung, neugierig und vital !
(siehe dazu auch Marc Aurel unter https://www.zitate-welt.de/gedichte/Marc_Aurel/44.html)


Lebenslauf

Mein aktueller Status

Seit April 2014 bin ich im “Un-Ruhestand“, d.h. nicht mehr hauptberuflich erwerbstätiger Pensionist (GSVG-Alterspension ohne Pensionsprivilegien). Dennoch bin ich sehr gut beschäftigt, zum einen als “Familien-Haustechniker“ und mit diversen Betreuungs- und Fahrdiensten für unsere Jungfamilien (insgesamt 5 Enkelkinder). Zum anderen bin ich in einem kleinen Nebenjob und mit gelegentlichen Tätigkeiten im Rahmen meiner noch aufrechten Selbständigkeit (siehe “BERUFSERFAHRUNG“) erwerbstätig, um weiterhin am Ball zu bleiben und zur Aufbesserung meiner GSVG-Pension. -- Diese Erwerbstätigkeiten würde ich im Fall eines Bundesratsmandats beenden !

BERUFSERFAHRUNG

seit 04/2014 Selbständigkeit, als Berater, Trainer, (Wirtschafts-)Mediator und Klärungshelfer
• z.B. 2018: HVB-Selbsthilfebeauftragter als externer Umsetzungsbegleiter für die neue öffentliche
Förderung der Selbsthilfe
• u.a. Trainer im Rahmen der "Initiative Fit4Internet in Österreich"
(Smartphoneführerschein)

07/2010 – 03/2014 Great Place to Work® Österreich / Managing Director
Geschäftsführung, Marketing und Vertrieb, sowie Produktweiterentwicklung
• jährliche Großveranstaltung zur Auszeichnung “Österreichs beste Arbeitgeber“

02/2009 – 06/2010 Dr. Erich Laminger – MANAGEMENT KREATIV Unternehmensberater,
WirtschaftsMediator und Wirtschaftstrainer
• Schwerpunkte: Strategieberatung und Wirtschaftsmediation
• während dieser Zeit u.a. führende Mitarbeit in "Arge ELGA" (heute ELGA GmbH)

02/2005 – 01/2009 Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger – Verbandsvorsitzender
(de facto hauptberuflich)
• organisatorische Konsolidierung nach zweiter Reform
• Einführung der e-card
• Transformation der IT zur Konsolidierung in ITSV (= IT aller GKKs)

08/2003 – 01/2005 Dr. Erich Laminger – MANAGEMENT KREATIV Unternehmensberater,
WirtschaftsMediator und Wirtschaftstrainer

07/2002 – 07/2003 Bombardier Transportation Austria GmbH & Co.KG
• Geschäftsführer (“kollegial“ mit 2 weiteren Personen)
Führung der österreichischen Gesellschaft des in internationalen Divisions
strukturierten Schienenfahrzeugherstellers Bombardier Transportation
• HR Country Coordinator:
Konsolidierung und Neugestaltung des personellen Regelwerkes als Grundlage der integrierten
Bombardier Transportation Unternehmenskultur in Österreich

08/2000 – 06/2002 Dr. Erich Laminger – MANAGEMENT KREATIV
• Strategieberatung, Personalmanagement und Wirtschaftsmediation
• Trainer im HPS-Netzwerk (Hauptthema: "Der sichere Weg zum JA")

02/2000 – 07/2000 Telekom Austria AG "Leiter Unternehmenskultur" – Prokurist
Stabsstelle des Vorstands (Vorstandsvorsitzenden) mit dem Ziel der umfassenden
Neuausrichtung der Unternehmenskultur (von der staatlichen Telefon-Verwaltung zum
flexiblen marktwirtschaftstauglichen kundenorientierten Dienstleistungsproduzenten)

10/1997 – 01/2000 VA TECH ELIN EBG GmbH
• Direktor Personalwesen und Personalentwicklung

  • Zusammenführung der Personalkörper der Ursprungsunternehmen (ELIN Energieanwendung und
    EBG) unter gleichzeitiger Konsolidierung und Neuausrichtung des personellen Regelwerkes (z.B.
    Flexible Arbeitszeit, Montageregelung, Auslandsreisereglement, "Pensionskasse neu") als
    "Handlungsrahmen" der neuen Unternehmenskultur.
  • Neuaufbau der Personalentwicklung im Sinne eines umfassenden "Human Resources Development"
    • Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung

10/1994 – 09/1997 MANAGEMENT KREATIV – Dr. Erich Laminger Unternehmensberater und
Wirtschaftstrainer
• vornehmlich HR-Projekte im Buchverlags- und IT-Bereich
• 1996/97 zuerst externe Führung des HR-Teils der Fusion EBG - ELIN Energieanwendung

daraus Angebot als Manager einzusteigen

09/1988 – 09/1994 Alcatel Austria AG
• Bereichsdirektor für das Personalwesen:

  • Neuausrichtung der Personalinstrumente
  • Reform des Gehaltsgefüges (u.a. Förderung von Frauen und jungen Talenten), flexible Arbeitszeit
    (hohe Mitarbeiter-Eigensteuerung in allen Beschäftigtenbereichen und Team-Eigenverantwortung)
  • Überführung der "traditionellen" betrieblichen Altersversorgung in Pensionskassenlösung,
  • interne Leistungsverrechnung im Personalbereich (Personalverwaltung, Betriebsküche usw.)
    • Mitglied der Geschäftsleitung
  • Neuausrichtung des Unternehmens innerhalb der fusions- und technologiebedingt geänderten
    internationalen Konzernstruktur,
  • Entwicklung und Etablierung der neuen "Alcatel Austria Unternehmensvision"
  • Patronanz/Mentoring von Vertriebs- bzw. Vertriebssupportprojekten wie z.B. "Technischer
    Kundendienst", "Key Account Management"

04/1972 – 08/1988 BBC Österreich, AG / ABB Austria AG
• zuerst Bereichsleiterassistent Personal und Allgemeine Verwaltung
• ab 07/1976 Bereichsleiter Personal und Allgem. Verwaltung (zentrale Bürodienste und Facility
Management)

ORGANISATIONEN / ÖFFENTLICHE FUNKTIONEN
• 02/2005 – 01/2009 Verbandsvorsitzender (Präsident) des Hauptverbands der österreichischen
Sozialversicherungsträger – Verbandsvorsitzender / Präsident
• 1975 – 09/1994 WKO: Arbeitgeber-Kollektivvertragsverhandler der Elektro- und Elektronikindustrie

  • 1989 – 09/1994 “Leitender Verhandler“ Industrie Angestellte aller Sparten
  • 1992 – 09/1994 “Chefverhandler Industrie“ (Industrie Angestellte aller Sparten
    und Arbeiter Metall)
    • 1975 – 2005 Industriellenvereinigung (IV) – Mitglied Ausschuss für sozialpolitische
    Angelegenheiten,
    06/1993 – 10/1994 Ausschussvorsitzender und Mitglied des Präsidialrats der VÖI
    • bis 01/2020 Volkswirtschaftliche Gesellschaft Wien: langjähriges Vorstandsmitglied
    01/2018 – 01/2020 Vize-Präsident

VERÖFFENTLICHUNGEN
• 2011 – 2012Die Presse: Artikelserie "HumanCapital" (wöchentlich / 19 Artikel)
• Artikel zum Themenbereich "(Öffentliches) Gesundheitswesen" in Zeitungen, Zeitschriften und
Broschüren – auch ausführliche Interviews (TV und Hörfunk)
• Buch "Gewinnend argumentieren" mit Co-Autor Dr. E. Hierhold - Ueberreuter 95
• div. Artikel zu "Organisationsentwicklung" und "Industriestandort Österreich" in Zeitungen, Zeitschriften
und Broschüren

FREMDSPRACHEN
• Englisch verhandlungsfähig (häufig als Konzernsprache praktiziert)
• Grundkenntnisse in Französisch, Italienisch und Kroatisch

AUS- und WEITERBILDUNG
• 1958 – 1966 BRG XX, Matura 1966
• 1966 – 1971 Universität Wien: Rechtswissenschaften, Dr. iur.
• 2009 Mediationsausbildung (seit Dezember 2009 Mediator)
• diverse Management- und Medienseminare
• Führerscheine A, B, E, F
• Motorwärterprüfung
• Schiffsführerlizenzen (Donau und Seepatent Fahrbereich 3)
• Seefunkpatent

PERSÖNLICHES
• Geburtstag / Geburtsort: 11. August 1948 / Hainburg a.D.
• verheiratet (seit 1971 mit Edith);
•2 Söhne: MMag. Dr. Michael, geb. 1975 / ÖRV Generalrevisor; Wolfgang, geb. 1979 / Chefinspektor,
Lehrer/Trainer im Polizei-Bildungszentrum (BZS) Wien;
• 5 Enkelkinder (geb. 2010 - 2014)

GRUNDWEHRDIENST
10/1971 - 03/1972 Sanität, Heeressanitätsschule