Liebe Neos,
als Elementarpädagogin und Leiterin eines städtischen Kindergartens in Graz und Mutter von zwei Kindern (Vinzent, 21, und Josephine, 14) setze ich mich täglich mit politischen Fragestellungen auseinander. Themen wie Gleichstellung von Eltern, faire Bezahlung sowie der akute Personalmangel in der Elementarpädagogik prägen meinen Berufsalltag.
Mein Anspruch ist es jedoch nicht, nur darüber zu sprechen – ich möchte aktiv Verantwortung übernehmen und konkrete Verbesserungen mitgestalten.
Gerade in einem unserer zentralen Kernthemen – der Bildung – braucht es dringend eine starke Stimme aus der Praxis im Gemeinderat.
Eine Stimme für die Elementarpädagogik, für die Mitarbeiter:innen, für die Eltern – und vor allem für die Kinder.
In der zweitgrößten Stadt Österreichs darf es kein Zittern um Kindergarten- oder Krippenplätze geben – und das auf beiden Murseiten. Der Ausbau von Betreuungsplätzen ist nicht nur eine Frage der Infrastruktur, sondern eine grundlegende Voraussetzung für echte Gleichstellung in Graz. Der Kindergarten muss endlich als erste Bildungseinrichtung anerkannt werden. So selbstverständlich, wie Kinder mit sechs Jahren in die Schule gehen, soll es sein, dass sie mit drei Jahren einen Kindergarten besuchen.
Darüber hinaus braucht es multiprofessionelle Teams, damit Pädagog:innen sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können: die Arbeit mit dem Kind. Sie sollen nicht gleichzeitig Sozialarbeiter:innen, Psycholog:innen, Mediator:innen und Verwaltungsmitarbeiter:innen sein müssen.
Als gebürtige Ennstalerin lebe ich seit 2003 in Graz – einer Stadt mit hoher Lebensqualität und großem Potenzial, das es weiterzuentwickeln gilt. Ich bin sehr froh dass meine Kinder hier viele Möglichkeiten nützen können, die es im ländlichen Raum (noch) nicht gibt. Trotzdem muss vor allem die mentale Gesundheit für junge Menschen noch mehr im Vordergrund stehen - vom Kindergarten bis zur Schule und danach - vor allem aber in den Familien. Dafür braucht es den Ausbau von Anlaufstellen die niederschwellig angeboten werden können.
Ich stamme selbst aus einer politisch engagierten Familie, in der meine Ansichten nicht immer geteilt werden. Gerade deshalb habe ich gelernt, klar Haltung zu zeigen und konstruktiv für meine Überzeugungen einzutreten.
Nach meiner Kandidatur bei der Landtagswahl 2024 und meiner Wahl ins steirische Landesteam von NEOS im September 2025 konnte ich meine politische Erfahrung weiter vertiefen. Aktuell widme ich mich zudem dem Aufbau und der Koordination einer Bezirksgruppe in Wetzelsdorf.
Diesen Weg möchte ich konsequent weitergehen – und kandidiere daher bei den Gemeinderatswahlen für NEOS.
Für eine starke Elementarpädagogik. Für echte Chancengleichheit.
Für Graz.
Elementarpädagogin v. 03/2013-09/2019 - seit 09/2019: Leitung Kindergarten Ragnitzstraße - fortlaufend
Montessori Kinderhaus Wetzelsdorf/Kinder Campus Villa Mariatrost
freie Mitarbeiterin/Leitung v. Eltern -Kind Kursen/ flexible Kinderbetreuung Altersgruppe 0-3 Jahre
ehrenamtliche Tätigkeit
Koordination & Vernetzung im Bezirk - ehrenamtliche Tätigkeit
Tamara A.
Du schreibst, es soll so selbstverständlich sein, dass Kinder mit drei in den Kindergarten gehen wie mit sechs in die Schule. Meinst du damit eine faktische Verpflichtung oder nur einen garantierten Rechtsanspruch? Und wie schützt du dabei Familien, die andere Betreuungsmodelle wollen oder brauchen