In den nachfolgenden Ausführungen finden sich Informationen zu meiner Person sowie die Gründe, warum ich bei der Gemeinderatswahl 2026 in Graz kandidieren möchte. Nachdem ich nun doch schon einige Zeit auf diesem Planeten weile, einiges an Lebenserfahrung gesammelt und so manche Ausbildung erfolgreich abgeschlossen habe, ist es für mich an der Zeit, eine aktivere Rolle in der Gesellschaft anzustreben und meine Fertigkeiten und Kenntnisse mit anderen zu teilen.
Fachausbildung. Ich bin Bauingenieur mit Leib und Seele. Meine bautechnische Ausbildung begann an der HTBLA Ortweinschule (Bautechnik/Tiefbau), führte mich über Bachelor und Masterstudium der Bauingenieurwissenschaften an der Technischen Universität Graz und gipfelt im aktuell laufenden Doktoratsstudium. Aus diesem Grund verfüge ich über eine fundierte fachliche Ausbildung in den Bauingenieurwissenschaften. Da die öffentliche Hand der größte Bauherr Österreichs ist, kann ich meine Kenntnisse in diesem Bereich vorteilhaft einsetzen.
Beruf ist Berufung. Ich lege besonderen Wert auf die Qualität meiner Arbeit. Nachlässigkeit, Unpünktlichkeit und halbgare Lösungen ertrage ich nicht. Ich arbeite nicht wegen der Bezahlung, sondern wegen der Inhalte meiner Arbeit. Meine angeborene Neugier lässt mich auch immer wieder neue Wege gehen und innovative Lösungen ausprobieren – auch dann, wenn man damit bei den Arbeitgebern auf taube Ohren, Ablehnung oder Unverständnis stößt.
„Es gibt nichts Innovationsresistenteres als ein erfolgreiches Unternehmen.“
Forschung. Durch das Doktoratsstudium und die Tätigkeit als Universitätsassistent an der Technischen Universität Graz habe ich mir Kompetenzen in den Bereichen wissenschaftliche Methodik und Arbeitsweise erworben. Diese sind äußerst hilfreich, wenn es darum geht, wissenschaftliche Studien und deren Schlussfolgerungen zu lesen und zu verstehen. Der Verlust des Vertrauens in die Wissenschaft, der durch wissenschaftliches Fehlverhalten teils berechtigt ist, und die Verbreitung von Halbwahrheiten und Falschinformationen in den (a)sozialen Medien haben in jüngerer Zeit Angst und Misstrauen geschürt. Es ist an der Zeit, das Vertrauen der Bevölkerung in die Wissenschaft und die journalistische Informationsverbreitung wiederherzustellen. Das kann durch eine solide und wissenschaftlich fundierte Literaturrecherche zur Beschaffung verlässlicher Informationen sowie durch klare und allgemein verständliche Kommunikation von Forschungsergebnissen und Erkenntnissen bewerkstelligt werden.
Lehren und Lernen. Meine Tätigkeit als Universitätsassistent hat mir in den vergangenen Jahren zudem eine fundierte didaktische Ausbildung und einiges an Lehrerfahrung beschert. Insbesondere durch die didaktische Ausbildung habe ich gelernt, wie der Mensch lernt – ganz egal, ob im Alltag, in der Schule oder an einer Universität. Diese Kompetenz möchte ich gerne einsetzen, um Informationen so aufzubereiten und zu verpacken, dass diese beim Adressaten ankommen und von diesem auch verstanden werden können. Besonderes Augenmerk kommt dabei der Emotionalisierung der Inhalte zu. Für inhaltsloses Geschwafel habe ich nichts übrig. In der Politik geht es, wie in einer Lehrveranstaltung, letztlich darum, Menschen von etwas zu überzeugen, das sie nicht wissen wollen. Lehren heißt deshalb auch immer manipulieren. Auch wenn dieser Begriff zum Teil negativ konnotiert ist.
„Lernen ist ohne Manipulation letztlich nicht möglich.“
Ehrenamt. Ich bin seit geraumer Zeit als Studierendenvertreter der HochschülerInnenschaft an der Technischen Universität Graz tätig. Begonnen hat alles mit der Vertretung der Dissertant*innen in der Doctoral School of Civil Engineering Sciences. Bald wurde daraus auch eine Vertretung aller Dissertant*innen an der Technischen Universität Graz als UNITE! SURE Studierendenvertreter in der UNITE! Alliance (Allianz, bestehend aus neun technischen Universitäten in Europa). Letztes Jahr wurde ich dann noch zum Vorsitzenden der Studienvertretung für Doktoratsstudien gewählt. Außerdem bin ich Vorstandsmitglied im Universitätslehrerverband an der Technischen Universität Graz. Warum macht man das? Ganz einfach: Weil es für mich ein gutes Gefühl ist, für andere da zu sein und andere mit meinen Fähigkeiten zu unterstützen. Das bedeutet für mich: Lösungen und Informationen anzubieten, die nicht bekannt waren, Kontakte herzustellen und Studierende an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.
Netzwerk. Der Umstand, dass ich in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen tätig war und viele wertvolle Begegnungen mit Menschen verschiedener Kulturen hatte, hat auch ein umfangreiches lokales und internationales Netzwerk entstehen lassen. Dies würde ich gerne nutzen, um unsere nicht mehr ganz so kleine Partei sowie die Bürger der Stadt Graz zu unterstützen.
Hobbies. In meiner Freizeit gehe ich gerne wandern und bergsteigen. Außerdem spiele ich seit 35 Jahren Gitarre (klassisch und Flamenco). Von der Flamencogitarre bin ich auch zum Flamenco-Tanz gekommen. Ein Hobby, das ich nun schon seit mehr als zehn Jahren betreibe.
NEOS und ich. Ich bin NEOS-Wähler, seit es die Partei gibt. Mittlerweile bin ich seit etwas mehr als fünf Jahren auch Parteimitglied. Meine Rolle war bisher, vorwiegend aufgrund des Doktoratsstudiums, nicht immer die aktivste. Im vergangenen Superwahljahr hat sich das etwas gewandelt. Erst durch die aktive Teilnahme an den Wahlkampfständen, Aktionen und Parteiveranstaltungen ist mir klar geworden, wie breit die Bandbreite an Menschen und Meinungen ist, die sich bei NEOS gut aufgehoben fühlen. Das trifft auch auf mich zu, einhundert Prozent. Nun ist es an mir, die erfrischende Dynamik der Partei durch unterstützende Aktivitäten zu befeuern und eben diese Dynamik in die politische Landschaft von Graz hinauszutragen.
Meine Themengebiete. Da ich Bauingenieur bin, sehe ich mein größtes Potenzial in der Stadtplanung und Stadtentwicklung. Graz ist eine schnell wachsende Stadt. Daher ist es notwendig, nicht nur die aktuellen Probleme zu lösen, sondern auch besonderes Augenmerk auf zukünftige Anforderungen und Herausforderungen zu legen. Graz soll nicht nur für seine Bürger attraktiv sein, sondern auch für Wirtschaftstreibende. Besondere Herausforderungen sehe ich im Bereich des Individual- und des öffentlichen Verkehrs sowie beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur.
Durch meine hochschuldidaktische Ausbildung ist der Bildungssektor für mich ebenfalls von großer Bedeutung . Mein Interesse beschränkt sich dabei nicht allein auf die Hochschulbildung, sondern umfasst alle Bildungsstufen.
Im Kreis meiner Verwandten und Bekannten findet sich eine Reihe von Kunstschaffenden. Ein Problem, das in Gesprächen immer wieder auftaucht, ist die Vergabe von Kulturfördermitteln, auf die viele angewiesen sind. Wenn man niemanden kennt, bekommt man auch keine Mittel. Abgesehen davon sind die vergebenen Mittel teils wirklich überschaubar. Hier müssen Fairness und Transparenz geschaffen werden, denn Kultur ist das, was eine Stadt erst lebenswert macht.
Meine Ziele. Als gewählter Vertreter vertritt man nicht mehr nur seine eigene Meinung, sondern die Summe der Meinungen jener, die einen gewählt haben. Da meine Ideale zu 100 Prozent mit den Grundsätzen von NEOS übereinstimmen, kann ich die Ziele von NEOS vorbehaltlos vertreten.
Akademiker – und ich bin auch einer davon – neigen dazu, von der Realität etwas abgehoben zu sein. Genau das möchte ich nicht sein! Ich werde die Nähe zu den Bürgern von Graz suchen, ihnen zuhören, ihre Sorgen und Nöte ernst nehmen und, soweit es möglich ist, die vorhandenen Probleme einer Lösung zuführen.
Ich habe vor, mit Leidenschaft und Dynamik an die Sache heranzugehen. Es ist mir ohnehin nicht möglich, eine Tätigkeit auszuüben, ohne mit ihr emotional verbunden zu sein. Außerdem mag ich es nicht, wenn ich in eine Sache Energie investiere und nichts dabei herauskommt. Dort, wo ich bin, passiert zumeist auch etwas; dort gibt es Veränderung.
In den letzten Jahrzehnten habe ich das Gefühl, dass in Graz nur der Status quo fortgeschrieben wird, ohne mutige Veränderungen vorzunehmen. Eine rasch wachsende Stadt verändert sich. Aus diesem Grund muss sich auch die Politik mit den sich ständig verändernden Anforderungen auseinandersetzen und darf nicht auf der Stelle treten. Es ist an der Zeit, mutige Reformen anzustoßen, damit das Steuergeld der Bürger nicht in der Verwaltung verschwindet, sondern für die Bürger wirkt.
Bei aller Leidenschaft und Idealismus muss man jedoch auch realistisch bleiben. Nicht alle Probleme lassen sich von heute auf morgen ändern. Natürliche Grenzen setzen dabei Budget und Ressourcen. Trotz aller Einschränkungen sollte es möglich sein, mit den vorhandenen Mitteln die bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Leidenschaft, Dynamik, Zuversicht und Realismus – das ist es, woran es der Politik in Graz fehlt.
Für einen Wandel der Politik in Graz – für die Bürger von Graz.
Gemeinsam können wir das!
Anmerkung: Ein Teil des Textes wurde aus dem Motivationsschreiben, das ich für meine Bewerbung verfasst habe, entnommen und teilweise leicht verändert.
Webseite: https://jakobharden.at/wordpress/
ORCID: https://orcid.org/0000-0002-5752-1785
ResearchGate: https://www.researchgate.net/profile/Jakob-Harden?ev=hdr_xprf
Forschung für mein Dissertationsvorhaben; Charakterisierung der Eigenschaften von Baumaterialien mittels Ultraschall-Puls-Transmissionsverfahren
Forschung für mein Dissertationsvorhaben und Lehre in den Bereichen zerstörungsfreie Prüfverfahren und moderne Konstruktionswerkstoffe
Planung, Ausschreibung, Statik und Konstruktion in den Bereichen Stahlbau, Betonbau und Fassadenbau
Planung und Auschreibung, Konstruktion in den Bereichen Stahlbau, Betonbau, Hochbau
Planung und Konstruktion im Bereich Stahlbau und Betonbau (Gewerbe- und Industrieanlagen)
Planung und Konstruktion in den Bereichen Stahlbau und Fassadenbau
Laborprüfung von Materialien die im Straßen- und Erdbau eingesetzt werden
Planung ud Kalkulation im Bereich der städtischen Wasserversorgung
Tamara A.
Lieber Jakob, Du willst ‚Probleme einer Lösung zuführen‘: Welche Kennzahl setzt du dir für das erste Jahr (z.B. Anzahl Anträge, umgesetzte Maßnahmen, Bürgeranliegen gelöst, Antwortzeiten) – und veröffentlichst du das transparent?