Claudia Gamon

Europa braucht Überzeugungs- täterinnen

Claudia Gamon

Europa braucht Überzeugungs- täterinnen

Liebe NEOS-Freundinnen und Freunde,

Nennt mich gutgläubig, aber ich bin der Meinung, dass man in der Politik für das einstehen soll, was man für richtig hält. Dass man die Reformen einfordert, die auch von Evidenz untermauert sind. Dass man für seine Überzeugungen eintritt.

Genau das will ich tun: Mit euch gemeinsam für unsere liberalen Werte in Europa kämpfen. Für die Freiheit!

Meine Generation weiß, dass unsere Zukunft nur in einem vereinten Europa liegen kann.

Wir wollen Überzeugung spüren, wenn man die Orbáns und Salvinis in die Schranken weist. Wenn man klar macht, dass Europa immer nur ein Europa der liberalen Demokratie sein kann. Liberale Werte sind das, was Europa ausmacht.

Wir wollen Weitblick sehen, wenn man Antworten auf die Klimakrise sucht. Wenn wir neue Technologien aufblühen lassen und sie die Leben aller Menschen besser machen.

Wir wollen den Ton angeben, wenn es um die Gestaltung der Wirtschaft in dieser radikalen Umbruchsphase geht. Und ihn nicht von China, den USA oder Russland vorgegeben bekommen.

Wir wollen den Mut spüren, wenn die Vereinigten Staaten von Europa ausgerufen werden. Die Zeit des feigen Beharrens ist vorbei. Die Europäische Union muss den nächsten Schritt in die Zukunft machen. Wir kämpfen hier um die Souveränität des ganzen Kontinents.

Wenn die Gründergeneration der Europäischen Union heute ein Interview in der Presse geben würde, wären sich die Kommentarspalten sofort einig: Was für irre, gutmenschliche Globalisten sind das denn?! Elitäre Zentralismusfanatiker, die uns alle in den Abgrund stürzen wollen!

Für die Gründergeneration war Europa der Sehnsuchtsort, wo die Zukunft immer besser ist als die Vergangenheit. Wo wir immer einen Schritt nach vorne machen, anstatt stehen zu bleiben. Wir drohen die Zeitenwende zu verschlafen!

Politik machen heißt, den Mut zu haben, andere zu überzeugen. Recht haben ist einfach. Unser Geschäft aber ist die Überzeugung. Wir sind nicht hier um zu erklären, dass wir Recht haben. Wir sind hier um zu überzeugen, dass Europa der richtige Weg ist.

Ihr wisst, dass wenn ihr mich zu eurer Spitzenkandidatin wählt, ich mich kompromisslos dafür einsetzen werde, noch mehr Menschen von unserer Vision zu überzeugen. Für die nächste Generation und für alle, die nach uns kommen. Ihre Zukunft kann nur in einem gemeinsamen Europa liegen.



Lebenslauf

// Berufliche Laufbahn
| Oktober 2015 - heute: Abgeordnete zum Nationalrat (Österreichisches Parlament, NEOS)
Sprecherin für Europa, Wissenschaft, Forschung, Gleichbehandlung, Medien und Netzpolitik
| Jänner 2015 - September 2015: Projektmanagerin (ÖAMTC)
| Oktober 2013 - September 2014: NEOS (Bundespartei) - u.a.: Kommunikation, Campaigning, Presse, Fundraising, Wahlkampfteam EU-Wahl & Vorarlberger LTW
| Davor: Diverses während dem Studium :) (Internationales Weinmarketing, Agenturarbeit, Bankenpraktika, usw...)

// Ausbildung
| CEMS Master in Management - WU Wien & UCL Louvain-la-Neuve (inklusive Seminare in Helsinki & St. Petersburg)
| Bachelor in Internationaler Betriebswirtschaftslehre - WU Wien (Erasmus-Semester an der Bordeaux École de Management)
| Global Advancement Programme - AfA (Akademisches Forum für Außenpolitik)

// Politische Ämter & Ehrenamtliches
| 2017 - heute: Mitglied im Erweiterten Vorstand von NEOS
| 2017 - 2018: Mentorin bei Sindbad
| 2014 - 2018: Mitglied des Wiener Landesteams (NEOS)
| 2011-2015: Mitglied der ÖH Bundesvertretung
| 2009 - 2014: Stellvertretende Bundesvorsitzende JUNOS (vormals JuLis)
| 2010 - 2012: Mitglied des Vorstands Initiativgruppe Alpbach Wien (IG Wien)


Beantwortete Fragen

Was wollen Sie gegen die schleichende Islamisierung tun? Ist der Islam für sie mit europäischen Werten der Aufklärung in Einklang zu bringen? — Paul
Hallo, wie stehst du zur Doppelstaatsbürgerschaft (innerhalb und ausserhalb der EU)? Zb. Wenn man im EU-Ausland geboren und schon lange in Österreich lebt. — Anon
Mit Überzeugungstätern müsste man die Wende schaffen! Die Forderung nach einem ständigen Wachstum der Wirtschaft ist falsch, ebenso die Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche. Um den Klimaschutz in Griff zu bekommen, muss beim Umweltschutz aktiv begonnen werden jene Maßnahmen zurückzunehmen, welche die Agrarindustrie begünstigt haben! Das ist ein Öko-Soziales Problem, welches für ganz Europa von Bedeutung ist: die Ortschaften werden immer leerer, die Städte-Ballungszentren immer voller Menschen, der Wohnraum wird knapp, die Landwirtschaft artet immer mehr zu Agrarindustrie aus, mit allen nachteiligen Folgen für die Umwelt- welche Ideen hast Du ,um diese enormen Probleme nicht zu einer Katastrophe ausarten zu lassen? Lg eduard — Eduard Prikoszovits
Wenn du mal in Brüssel bist, brauchst du auch ein team um dich herum. Wird sich dieses ausschließlich aus bestehenden neos mitarbeitern zusammensetzen oder kannst du dir vorstellen auch quereinsteiger zu rekrutieren? — Filip Sedlacek
Hallo Claudia
Wie medial schon zu vernehmen, drohen Arbeiterkammer und Gewerkschaft damit das Thema Wasser in den EU-Wahlkampf zu zerren um eine der unzähligen Nervenzehrenden Diskussionen um emotionales Wahlkampfkleingeld zu starten. Exemplarisch für all diese unnötigen Diskussionen:

Was ist in der Wasser Frage dein erster, dein Ankersatz um klar zu machen worum es wirklich geht - das Wasser und nicht irgendwelche Privat- und Einzelinteressen zu denen auch die Diskussion "Privat versus Staat" gehört?

Bitte wirklich nur ein, dein aller erster, dein Ankersatz. — Xristoph H.
Danke für die Bewerbung! Wie möchtest du den Wahlkampf anlegen? Viel Erfolg! — Lucas
Welchen Song von Taylor Swift magst du am liebsten bzw. spiegelt dich als Politikerin wider? — Hans
Kann man sich irgendwie treffen, vielleicht auf einen Kaffee? Bin zwar noch keine 18, aber werde es im Juli. :) Hoffe, das ist dir nicht zu jung. — Knastian
Hallo Claudia
Die Wahlbeteiligung war ja 2014 mit 45% sehr niedrig.
Wie erklärst du den NichtwählerInnen warum gerade eine EU-Wahl so wichtig ist? — David
Wie glauben Sie, kann man die EU - bildlich im Kopf des Bürgers als leeres Plenum mit Mitgliedern, denen Tagsätze wichtiger sind als die Bürger, wo Milliarden verteilt werden und Millionen davon mutmaßlich verschwinden, wo Beschlüsse/Entscheidungen/Wasauchimmer Jahre brauchen - kurzum ein bürokratisches Monster, wo niemand mehr hinschauen mag, weil der Hausverstand sonst rebelliert - wie kann man dieses Gebilde, das aber sicher auch das sinnvollste Gewerk in Europa seit ewig (mir ist sonst nichts gutes eingefallen, weil sich Europa eigentlich immer irgendwer bekriegt hat) denn wieder als etwas Gutes und Brauchbares darzustellen. Bzw. noch besser, die EU tatsächlich zu einem Verbund zu formen, der auch sichtbar schlagkräftig und entscheidungsfreudig im Sinne seiner Bürger ist - eine Idee, ein Ansatz, auch in dem Wissen, dass das mglw. nie so werden wird.

Zusatzfrage für Bonuspunkte :-) : Direkte Demokratie in der EU - wäre das eher Fluch oder Segen? — Robert H.
Liebe Claudia,
Falls du ins EP einziehst, in welchen Ausschüssen würdest du gerne Mitglied werden und welche Kompetenzen bringst du dafür mit? — Gregor
Wo Menschen zusammenarbeiten, miteinander etwas bewirken wollen, da gibt es immer auch Konflikte. Diese sind weder gut noch schlecht. Es kommt vielmehr darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Ob es gelingt, sie in positive Energie zu übersetzen. Mitunter lassen sich Konflikte aber auch nicht lösen. Daher meine Frage: Im Falle eines unüberbrückbaren internen Konflikts, würdest du als „wilde Abgeordnete“ weitermachen, oder das Mandat zurücklegen und dem oder der nächsten auf der Liste die Aufgabe übergeben? — Gregor
Stichwort "gemeinsame Verteidigungspolitik" bzw. EU-Armee.
In Zusammenhang mit dieser zukunftsträchtigen Idee, folgende Frage:

Hältst du in Zukunft, unter dem Gesichtspunkt einer stärkeren gemeinsamen EU-Außen- und -Verteidigungspolitik, eine EU-Mitgliedschaft mit einer gleichzeitigen NATO-Mitgliedschaft noch für vereinbar?

Besteht hierbei z.B. nicht das Risiko, dass eine mögliche EU-Armee (bspw. aufgrund von NATO-Interessen) instrumentalisiert werden könnte und sich eines Tages österreichische Soldaten in Konflikten außerhalb europäischen Bodens wiederfinden, die eher einer militärischen Interventions/Angriffs- als einer tatsächlich Verteidigungsoperation entsprechen? — Markus
Hallo Claudia,
ich hätte 3 inhaltliche Fragen bezüglich deiner Einstellung zu Europa.

1) Wie stehst du zur Einführung von eigenen EU-Steuern bzw. einer Steuerhoheit der EU? Wenn dafür, wie sehr lässt sich diese mit einem grundsätzlichen Steuerwettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten vereinbaren?

2) Wie stehst du zur Etablierung einer umfassenden Sozialunion mit gemeinsamen, europaweiten Mindeststandards in wesentlichen Politikbereichen (Arbeit, Soziales, Konsumentenschutz, Gesundheit)?

3) Wirst du dich im neu gewählten EP für eine erneute inhaltliche Übereinkunft zwischen EPP/ALDE/ECR einsetzen (falls diese eine Mehrheit erringen sollte)? Wenn nein, welche alternative Mehrheit fändest du inhaltlich am wünschenswertesten?

Liebe Grüße,
Victor — Victor Fulterer
Bitte kurze Stellungnahme zu vier Themen: Stellenwert von Tierschutz; Ausgabe von Eurobonds eines gemeinschaftlichen Emittenten; eigene Steuer für EU (zB Finanztransaktionssteuer); wichtigste Maßnahme der EU zum Klimaschutz — Anton Fink