Johanna Adlaoui-Mayerl

Meine Vision für die Weltstadt Wien

Johanna Adlaoui-Mayerl

Meine Vision für die Weltstadt Wien

"Wien ist eine sterbende Stadt." Dieses Bild einer überalternden Stadt war noch Mitte der achtziger Jahre Teil des Schulunterrichts in Österreich. Doch so ist es nicht gekommen, und das verdanken wir dem Ende der Teilung Europas. Wien ist in die Mitte unseres Kontinents gerückt.

Pulsierendes Wachstum hat die Stadt in den letzten drei Jahrzehnten lebendig und anziehend gemacht. Die neu gewonnene Attraktivität als Metropole hat zum einen mit dem überwältigenden kulturellen Erbe des historischen Wien zu tun, aber auch mit dem selbstverständlichen Kulturen-Potpourri, das durch jene Menschen entsteht, die aus aller Welt in die Stadt kommen. Das macht das heutige Wien reizvoll und schön.

Das ist jedoch auch unser Auftrag an die Zukunft. In den kommenden Jahren stehen wir vor neuen Herausforderungen. Durch die Digitalisierung wird sich die Art, wie wir zusammenleben, verändern. Für eine gute Zukunft brauchen wir die Kreativität und den Gestaltungswillen jener Menschen, die Ideen und Visionen haben, und die nicht zaudern, mit Verve und Gestaltungswillen auf die Zukunft zuzugehen.

Für eine Weltstadt wie Wien ist es wichtig, dass diese Menschen hier die richtigen Bedingungen vorfinden, um ihre Ideen zur Umsetzung zu bringen. Eine neue Generation von Kreativen, Unternehmer_innen und Visionär_innen wird unsere Zukunft und unserer Stadt mitgestalten. Dafür muss die Politik den notwendigen Freiraum schaffen, unterstützend sein, ohne dabei zu bevormunden.

Meine Forderungen für eine neue Kulturpolitik:

  • Parteien-Interessen raus aus allen Entscheidungs-Gremien! Kulturförderungen dürfen nur der Kulturförderung dienen. Kritische Überarbeitung der Entscheidungsstrukturen in der Kultur- und Kreativenförderung.

  • Fairpay-Intiative für Künstler_innen aller Alterssegmente. Transparenzpflicht für alle institutionellen Fördernehmer über die Verwendung der Kulturförderungen nach Generationengerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und ausgewogener Balance zwischen Kreation und Administration.

  • Um uns ensteht gerade die neue digitale Welt, deren Gestaltung wir nicht nur Tech-Konzernen überlassen sollten. Die Architektur und Beschaffenheit des „digitalen öffentlichen Raumes“ muss von Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Visionär_innen entscheidend mitbestimmt werden. Für diese Experimente fordere ich Start-Up-Budgets und Risikokaptial.

Meine Expertise in dem Bereich der Kulturarbeit möchte ich gerne in die Politik bringen.
Deshalb kandidiere ich für die Landtags- und Gemeinderatswahl. Ich bitte euch dafür um eure Unterstützung, und freue mich, eure Fragen zu beantworten!



Lebenslauf

Ich bin in Tirol geboren, und lebe seit 25 Jahren in Wien. Ich bin verheiratet und Mutter von zwei Söhnen (12 und 16 Jahre).

Neben meinem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Meister-Ausbildung in Couture, bin ich in die Kulturarbeit eingestiegen. 1998 gründete ich in Margareten ein Atelier für Kostümgestaltung und arbeite seither als Kostümbildnerin für Oper, Schauspiel, Tanz und Film; sowohl für große Institutionen und Festivals, als auch für die freie Szene.

Seit 2017 engagiere ich mich ehrenamtlich in der NEOS Bezirksgruppe Margareten.


Beantwortete Fragen

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und wird auch im Wahlkampf und in der nächsten Wahlperiode des Gemeinderates eine wesentliche Rolle spielen. Der Klimawandel ist als Querschnittsmaterie in allen Politikbereichen mitzudenken. Wie wirst du in deinen wesentlichen Politikbereichen den Klimawandel berücksichtigen, insbesondere, was die Klimawandelanpassung betrifft? Liebe Grüße Sebastian — Sebastian Beiglböck