Selma Arapović

Es genügt mir nicht, mitten im Leben zu stehen - ich will bewegen!

Selma Arapović

Es genügt mir nicht, mitten im Leben zu stehen - ich will bewegen!

Unsere Gesellschaft befindet sich an einem Wendepunkt. Nationalisten und Populisten versuchen sie durch eine verantwortungslose Politik zu schwächen, wenn nicht zu zerstören.

Meine erste Erfahrung mit der Politik war sehr bitter. Als ich 15 Jahre alt war kam sie wie ein starker Wirbelsturm plötzlich in mein Leben hinein und richtete verheerende Schäden an. Die Hetze und Spaltung strömten durch die Gesellschaft in meinem Geburtsland. Sie stiegen immer weiter auf und rissen auch kühlere Köpfe mit sich, die sich dann erhitzten. Das Land versank im Krieg.
Ich verlor Familienmitglieder. Ich verlor Freunde. Ich verlor Heimat. Ich verlor soziale Sicherheit. Mir wurde die Möglichkeit der Selbstbestimmung genommen. Ich war plötzlich Flüchtling. Ich war verzweifelt.

Und doch bekam ich in Österreich eine Chance. Und ich nutzte sie. Ich lernte die Sprache. Ich machte Matura. Mein Selbstwertgefühl war wieder da und mit ihm kam auch die Selbstbestimmung. Ich übernahm Eigenverantwortung. Ich atmete auf und studierte Architektur: aus Liebe, Faszination und Gestaltungswillen. Ich wählte zum Leben und Arbeiten Wien - die beste Stadt der Welt, die ich als Architektin auch mitgestalten darf. Ich empfinde eine große Verantwortung und Pflicht, ein gutes Leben meinen Kindern zu ermöglichen. Sie sollen eine gute Ausbildung bekommen, glücklich sein und ihr Leben in Freiheit selbstbestimmt gestalten. Keine Nationalisten dieser Welt dürfen über sie bestimmen!
Zum Glück sind Strache, Kickl & Co in der Regierung jetzt Geschichte, aber Geschichte ist nicht zu Ende. In Wien geht sie womöglich weiter.
Dagegen stehe ich auf und kandidiere für den Wiener Landtag und Gemeinderat!
Denn mein Wien ist bunt, lebendig und weltoffen!

Unser Wien wächst. Die Herausforderungen werden auch größer. Wohnen, Kinderbetreuung, Bildungsangebot, öffentlicher Verkehr, Gesundheit und Pflege sind soziale Themen, die uns neben Klima und Umwelt in Zukunft massiv beschäftigen werden. Die zeitgemäße Stadtentwicklung muss die demografischen Veränderungen berücksichtigen, darf aber Klimaziele und Umweltstandards nicht vergessen.
Durch deutlich steigende Wohnungsnachfrage kommt es zu einem massiven Engpass an bezahlbaren Wohnraum. Der Wohnungsmangel ist kein soziales Randthema, sondern längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und betrifft vor allem die Jugend. Die Leistbarkeit des Wohnens ist in Wahrheit eine Bodenfrage. Bodenpolitik und Bodenrecht werden immer essenzieller für eine soziale und nachhaltige Stadtentwicklung. Die Stadt Wien hätte genug Grundstücksreserven und könnte so über die Weiterentwicklung bestimmen. Zudem müssen Gewinne aus planungsbedingter Bodenwertsteigerung zumindest zum Teil dem Gemeinwohl zu Gute kommen, also der Erschließung und sozialer und technischer Infrastruktur. Es muss voraus gedacht werden. Der Gemeinderat trägt hier eine große Verantwortung und das weit über eine Legislaturperiode hinaus.
Als Gemeinderätin würde ich mich in der Stadtentwicklung und in der Wohnungsfrage für nachhaltige Lösungen stark machen, das Wachstum und die Weiterentwicklung der Stadt aus den ersten Reihen aktiv mitverfolgen und mitentscheiden. Als Architektin kann ich hier die richtigen Fragen stellen, was wichtiger ist als vorgefertigte Antworten zu liefern.

Dafür brauche ich deine Unterstützung.

Machen wir Wien gemeinsam zukunftsfit!



Lebenslauf

Architektin, geboren 1976 in Višegrad (Bosnien-Herzegowina), verheiratet, 2 Kinder.

EHRENAMTLICHES ENGAGEMENT BEI NEOS

seit 2014 Engagement im Bezirk Leopoldstadt
2018 - 2019 Chance 2020, Programmprozess, Chancenbotschafterin für “Lebenswertes Wien”
seit 2018 Mitglied Landesteam Wien
Wahlkämpferin bei Gemeinderatswahl in Wien, Bezirkswahlen in der Leopoldstadt, Nationalratswahlen, Europawahl

POLITISCHE ERFAHRUNG

Seit 2015 NEOS Bezirksrätin in der Bezirksvertretung Leopoldstadt
Seit März 2019 NEOS Klubvorsitzende in der BV Leopoldstadt
Zuständigkeiten: Bauausschuss, Bezirksentwicklungskommission, Mobilitätskommission.

BERUFLICHE ERFAHRUNG

Seit 2004 Architektin in Wien.

Von Konzeption und Entwurf, Ausführungs- und Detailplanung bis zur Generalplanung habe ich Bauprojekte durch alle Leistungsphasen der Architektur- und Objektplanung getragen, mich darum gekümmert, dass sie der Bauordnung und den behördlichen Auflagen entsprechen und für den Auftraggeber (trotzdem) wirtschaftlich bleiben.

Projektleitung (vom Entwurf bis zur Ausführung) anspruchsvoller Dachgeschoßausbauten mit Schwerpunkt in Planung und Implementierung energieeffizienter Maßnahmen, wie Gebäudeautomatisierung und Einsatz erneuerbarer Energien für Heizung und Kühlung (Grundwasserwärmepumpen und Photovoltaikanlagen) und energetische Sanierungen des Bestands.

Projektleitung im Retail Bereich für namhafte nationale und internationale Konzerne - von der Überprüfung der Möglichkeiten der Umsetzbarkeit des Corporate Designs in die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude bis zum Erzielen der gewerberechtlichen Genehmigungen für die Betriebsanlagen.
Expertise in Planung,Genehmigung, Ausschreibung und Vergabe von Bauprojekten und Betriebsanlagen jeglicher Art.

AUSBILDUNG

2009 Ablegung der Ziviltechnikerprüfung (Arch.)
1997 – 2005 Architekturstudium, TU Graz (Dipl.-Ing.)
Feb. - Mai 2005 Aufenthalt in Barcelona zum Forschungszweck (ÖAD)
2001 – 2002 Architekturstudium, Escola Tècnica Superior d´Arquitectura del Vallès,
UPC-BarcelonaTech, Spanien. Erasmusprogramm.
1992 – 1997 BORG, Ried im Innkreis. Matura mit Auszeichnung.
1983 – 1991 Pflichtschule, Višegrad, Bosnien-Herzegowina


Beantwortete Fragen

Liebe Frau Arapović,

Thema: Stadtentwicklung und leistbaren Wohnen:
Wir alle erleben, dass möglicher Wohnraum in der Stadt – hauptsächlich in den Innenbezirken und da in sehr guten Wohngegenden - durch gewerbliche Vermietung den Wienern nicht mehr zugänglich ist. Wir erleben auch dass sogar in ausgewiesenen Wohnzonen gewerbliche Vermietung stattfindet. Ob diese jetzt AirB&B heißen oder ganz anders – das Problem ist das gleiche.
Dass einerseits auf Steuerzahlerkosten Wohnraum geschaffen werden muss und andererseits Gewinne privat (widerrechtlich) abgeschöpft werden halte ich für eine Schieflage. Dass Eigentümer sich in einer „Hotelumgebung“ wiederfinden und ihr Eigentum dadurch entwertet wird, ist genauso ein Problem.
NEOS stehen für Eigentum und freien Markt. Daher meine Fragen:
Gibt es eine Position der NEOS zu dieser Situation?
Wie schätzen Sie die Situation ein?
Was ist Ihre Position dazu?
Für den Fall, dass Sie etwas daran ändern wollten, in welche Richtung und mit welchen Maßnahmen würden sie das tun wollen?
Danke.
Viel Erfolg bei der Kandidatur,
Heimo Pernt — Heimo P.
Liebe Selma,

könntest du mir deine drei wichtigsten (konkreten) Forderungen/Projekte nennen, die du als Landtagsabgeordnete in der nächsten Legislaturperiode umsetzen wollen würdest?

Vielen Dank!
Lg — Christoph H.
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und wird auch im Wahlkampf und in der nächsten Wahlperiode des Gemeinderates eine wesentliche Rolle spielen. Der Klimawandel ist als Querschnittsmaterie in allen Politikbereichen mitzudenken. Wie wirst du in deinen wesentlichen Politikbereichen den Klimawandel berücksichtigen, insbesondere, was die Klimawandelanpassung betrifft? Liebe Grüße Sebastian — Sebastian Beiglböck