Thomas Heskia

Wirtschaft und Kultur ziehen an einem Strang - jetzt mehr denn je.

Thomas Heskia

Wirtschaft und Kultur ziehen an einem Strang - jetzt mehr denn je.

Ich stehe für Freiheit und Eigenverantwortung. Ich mache mich für die offene Gesellschaft stark und lebe gerne in einer kreativen, diversen und prosperierenden Stadtgesellschaft am Puls der Zeit. Eine solche verbindet gleichermaßen

  • Wirtschaft,
  • Bildung und
  • Kultur

Was passiert, wenn die Freiheit ausgesetzt wird, haben wir erlebt. Aufgrund der Covid-19 Pandemie war es wahrscheinlich unumgänglich, unsere Freiheitsrechte vorübergehend massiv einzuschränken.

Wirtschaft und Kultur sind zum Erliegen gekommen. Wenn die Nachfrage abrupt einbricht, kommen Wirtschaftsbetriebe wie auch Kulturschaffende akut ins Trudeln. Nie zuvor haben wir Zusammenhänge besser sehen können: Steht die Wirtschaft, kommt auch das kulturelle Leben zum Erliegen. Nicht nur aufgrund der Abstandsregeln.

Während das die Großen und Starken – in Wirtschaft wie Kultur – die Krise mit ihren Reserven oder auch der flächendeckenden Kurzarbeit mehr oder weniger gut durchtauchen, standen EPUs, aber auch freischaffende Künstler_innen vor dem Nichts. Wir brauchen aber gerade sie: Bei den kleinen Unternehmern und Startups entstehen die Ideen für die Zukunft und weil die unabhängigen Künstler Ideengeber und Korrektive der gesellschaftlichen Entwicklung sind. Die Hürden, mit denen die Soforthilfe für EPUs verbunden waren, die Zeit die es brauchte, bis Künstler_innen eingermaßen geholfen wurde, waren unerträglich. Und nach wie vor fallen viele durch den Rost.

Es ist nicht die öffentliche Hand, es sind auch nicht die Großunternehmen und Industrien von Gestern, es sind die lokalen Unternehmer_innen und Gründer_innen, die beginnen, Ökonomie neu zu denken. Unternehmer_innen neuer Prägung sind bereit, die damit verbundene Verantwortung für ihre Mitarbeiter_innen und die Gesellschaft zu tragen. Sie brauchen jetzt besondere Unterstützung, um wieder auf eigenen Beinen stehen zu können.

Wir brauchen eine innovative Wirtschaft mit freien und kreativen Unternehmehmer_innen, die Antworten auf die drängenden Fragen nachhaltigen und ökologischen Wirtschaftens finden. Sie sind die gesellschaftliche wie ökonomische Stütze unseres Wohlstands und schaffen die monetäre Basis für alles, was eine Gesellschaft sonst noch ausmacht: von Schulen, Universitäten, Krankenhäusern und sozialer Sicherheit bis hin zu Museen und Theatern.

Eigenverantwortung braucht Bildung, die unverzichtbare Grundlage jeder innovativen und prosperierenden Gesellschaft. Bildung, die für jeden zugänglich ist und Chancengleichheit herstellen kann. Ich verstehe darunter aber nicht nur eine solide Berufsausbildung, sondern ein tiefreichendes Verständnis, das eine gemeinsame Wertebasis schafft. Eine solche umfassende Bildung ist für mich Voraussetzung ethischen Handelns, nachhaltigen Wirtschaftens und einer wertschätzenden Zusammenarbeit.

Zentraler und unverzichtbarer Teil dieser umfassenden Herzensbildung sind Kunst und Kultur in all ihren Facetten. Das ist für mich ausdrücklich nicht nur unser in Wien besonders reiches kulturelles Erbe, das wir in den Museen und großen Theatern bestaunen können, sondern auch das, was in den künstlerischen Nischen, auf der Straße und in den diversen communities unserer Stadt neu entsteht. Um diesen Reichtum von Kunst und Kultur allen unabhängig von ihrem Elternhaus zugänglich zu machen, brauchen wir eine rigorose Öffnung der Kulturinstitutionen, noch mehr einladende Angebote und eine unmittelbare Verbindung mit der Stadtgesellschaft. Umso mehr, so lange die physische Zugänglichkeit massiv eingeschränkt ist.

Von besonderer Bedeutung ist dabei nicht nur WAS in der Kultur geschaffen wird, sondern auch WIE es entsteht. In der Wirtschaft kommen die Ideen von nachhaltigem und wertschätzendem Produzieren langsam an, im Kulturbetrieb gibt es hier noch große Defizite. Ein zentrales Anliegen ist mir, dass die Werte, die uns die Kunst vermitteln will, auch im Kulturbetrieb gelebt werden. Ich setze mich daher für faire Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende ebenso ein wie für Transparenz, zeitgemäßes Arbeiten und einen guten zwischenmenschlichen Umgang in unseren Kulturbetrieben.

Ich freue mich, wenn ihr mich dafür mit Eurer Stimme unterstützt. Danke!



Lebenslauf

Kulturmanager, Unternehmer und systemischer Organisationsentwickler
verheiratet, lebt in Wien

  • Aufgewachsen in Wien
  • Studium der Handelswissenschaft (Mag. rer. soc. oec.) und Kunstgeschichte (Mag. phil.) in Wien
  • Postgraduate Kulturmanagement in Salzburg, Rom und Chicago (MAS, MBA).
  • Als Kulturmanager 7 Jahre bei der Stadt Wien tätig
  • im Anschluss als Führungskraft Festivals, Theater, Hochschulen und öffentliche Verwaltungen in Essen, Tübingen, Leipzig, Mainz und Kiel kennengelernt.
  • Weiterbildung zum systemischen Organisationsentwickler (DGSF)
  • seit 2002 Lehrbeauftragter für Kulturmanagement
  • Fachautor zu den Themen Kulturmanagement, Qualitätsmanagement, Innovation, Diversität und Macht in Organisationen.

Beantwortete Fragen

Lieber Thomas,

könntest du mir deine drei wichtigsten (konkreten) Forderungen/Projekte nennen, die du als Landtagsabgeordneter in der nächsten Legislaturperiode umsetzen wollen würdest?

Vielen Dank!
Lg — Christoph H.