Julia Kernbichler

Es ist Zeit, aufzuwachen!

Julia Kernbichler

Kandidiert für: Weitere Liste LTW Burgenland 2020
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    07.12.2019

Julia Kernbichler

Es ist Zeit, aufzuwachen!

Das stets unterschätzte Burgenland hat es verdient, endlich mehr von uns NEOS zu spüren. Nämlich unsere Art, eine ehrliche, authentische Politik für die Zukunft unseres Landes zu machen. Ich habe genug vom Image des rückschrittlichen Burgenlandes, wo man für alles länger braucht und alles Neue blockiert wird. Wir sind zwar klein, aber haben genauso schlaue, mutige Köpfe mit innovativen Ideen. Beweisen wir dem restlichen Österreich und insbesondere den machthabenden Großparteien, dass die Menschen im Burgenland Lust auf eine andere, junge Politik haben, die genau das in den Mittelpunkt stellt. Es ist Zeit, aufzuwachen!

Ich will gemeinsam mit euch etwas weiterbringen im Burgenland. Neu und anders denken. Eine Alternative zu den großen Mächtigen bieten. Offen sein für innovative Ideen. Und vor allem habe ich genug davon, dass die Großparteien ihre Macht ausnutzen, Jobs aufgrund von Parteizugehörigkeit vergeben, Menschen von sich abhängig machen und Druck auf sie ausüben. Was uns hier fehlt? Kontrolle! Es ist Zeit, aufzuwachen!

Als gebürtige Südburgenländerin kenne ich das nur zu gut. Hier aufgewachsen und zur Schule gegangen – nun über Umwege von Wien ins Ausland und wieder back to the roots, um den Landtag zu rocken. Und warum? Fairness! Es ist hier ganz „normal“, dass man gewisse Jobs wie beispielsweise im Bildungsbereich oftmals nur bekommt, wenn man das richtige Parteibuch hat. Das ist für mich nicht fair. Weder den Kindern gegenüber noch den Lehrerinnen und Lehrern. Fair wäre, Menschen, unabhängig ihrer politischen Einstellung, aber aufgrund ihrer Kompetenz einzustellen. Fair wäre auch, den Kindern so die bestmögliche Betreuung und Ausbildung zu ermöglichen. Denn weder im Kindergarten noch im Pflichtschulbereich hat Parteipolitik etwas verloren. „War doch immer so!“ - denken viele jetzt. Muss aber nicht so sein! Es ist Zeit, damit aufzuhören. Es ist Zeit, aufzuwachen!

Denn im Burgenland stehen große Herausforderungen vor der Tür.

Öffentlicher Verkehr

Im Burgenland pendeln mehr als 70% der Menschen in andere Bundesländer, um zu arbeiten. Dabei sind die meisten aufs Auto angewiesen. Nicht verwunderlich, dass das Burgenland den höchsten CO2 Ausstoß im Bundesländervergleich hat, wobei 50% davon dem Verkehr geschuldet sind, richtig? Die SPÖ, die seit 55 Jahren regiert, hat in diesem Bereich politisch völlig versagt! Die Öffi-Anbindungen sind beispielsweise im Südburgenland kaum vorhanden und dort, wo sie existieren, lässt die Taktung, Pünktlichkeit und Ausstattung zu wünschen übrig.

Verstaubtes Image bei Jungen loswerden

Beim Thema Landflucht Junger ist das Burgenland gespalten. Während der Norden von der Nähe zu Wien profitiert, kämpft man im Süden gegen die Abwanderung. Allein in meiner Heimatgemeinde Stegersbach sind zwischen 2013 und 2018 von insgesamt 468 abgewanderten jungen Erwachsenen nur rund 18% zurückgekommen. Bundesweit unterdurchschnittlich, sagt die Statistik. Diese Flucht liegt nicht nur an der fehlenden Öffi-Anbindung, sondern beginnt bereits bei „kleinen“ Dingen, wie dem Internetausbau. Hier hinkt das Burgenland deutlich hinterher. Schon 2013 haben sich ÖVP und SPÖ den Breitbandausbau zum Ziel gesetzt, doch bis heute besteht Luft nach oben.

Moderne Formen der Kinderbetreuung

Auch am Thema Kinderbetreuung kommt man in den nächsten Jahren nicht vorbei, wenn man junge Familien vermehrt aufs Land zurückholen will. Hier haperts insgesamt an der Anzahl der Betreuungseinrichtungen, aber vor allem an den Schließtagen. Mit durchschnittlich fünf geschlossenen Wochen im Jahr ist das Burgenland nämlich bundesweit Schlusslicht.

Mein Aufwachplan fürs Burgenland:

• Nachhaltige Infrastruktur: Wir brauchen einen massiven Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel, vor allem der Bahninfrastruktur. Davon profitieren nicht nur die Pendler_innen, sondern auch der örtliche Tourismus. Zudem braucht es dringend eine direkte öffentliche Verbindung von den Bezirken Jennersdorf und Güssing nach Eisenstadt. Künftig müssen vermehrt Car-Sharing Angebote mitgedacht werden, sowie Park & Ride und Bike & Ride Anlagen.

• Fortschritt & Digitalisierung: Junge Menschen müssen sich wieder trauen, sich etwas aufzubauen. Dazu gehören neue Formen der Arbeit, damit das Leben am Land wieder interessanter wird. Das Burgenland muss offen sein für alternative Konzepte, sei es die verstärkte Förderung von jungen Start-Ups oder kleinen Maßnahmen wie der Schaffung von Co-Working Spaces auf Gemeindeebene. Nur so kann sich der ländliche Raum nachhaltig weiterentwickeln und verändern. Auch im Bereich Digitalisierung muss das Burgenland endlich Gas geben. Nicht nur der Glasfaserausbau muss vorangetrieben werden, zudem ist die Digitalisierung im Bereich Verwaltung künftig ein Muss.

• Vereinbarkeit Familie & Beruf: Der Kindergarten muss als erste Bildungseinrichtung wahrgenommen werden, nicht als reine Aufbewahrungsstätte. Es braucht einen Ausbau und längere Öffnungszeiten. Aber warum eigentlich nicht auch Kinder- und Altenbetreuung verbinden? Ein generationenübergreifendes Konzept, bei dem sich die Ältesten und die Jüngsten unserer Gesellschaft gegenseitig um einander kümmern – das hätte auch einen positiven Effekt auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

NEOS steht für mich für Offenheit, Sachpolitik und besonders für neue Chancen. Genau diese neue Chance hat jetzt auch das Burgenland: Wer NEOS als junge, dynamische Kontrollkraft im Landtag sehen will, der ist bei mir richtig!

Wir NEOS sind gekommen, um zu bleiben! Lass uns gemeinsam das Burgenland aufwecken!
Seit ihr dabei?


Lebenslauf

Geboren am 16.12.1992 in Oberwart (Südburgenland)
Aufgewachsen in Stegersbach (Südburgenland)
Wohnhaft in Wien

Berufliche Laufbahn:

Seit Oktober 2019 - Parlamentarische Mitarbeiterin Helmut Brandstätter (NEOS)
September 2018 - September 2019: Pressereferentin NEOS Wien Rathausklub
Juni 2018 – August 2018: Deutschtrainerin Deutschakademie Wien
September 2016 – August 2017: Studienassistentin Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
(Uni Wien)
Mai 2016 – Mai 2017: Deutschtrainerin SPIDI - Friedl & Partner Unternehmensberatungs GmbH (Wien)
März 2015 – Juli 2016: Tutorin Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
(Uni Wien)
Mai 2015 – Juni 2015: wissenschaftliche Praktikantin Servus TV Red Bull Media House GmbH (Wals bei Salzburg)
Februar 2014: Redaktionspraktikantin Wochenzeitung DIE FURCHE (Wien)
September 2013: Redaktionspraktikantin ORF-Sendung HOHES HAUS (Wien)

Auslandsaufenthalte:

September 2017 – Dezember 2017: Auslandspraktikum am Lehrstuhl für Deutsche Sprache an der Westböhmischen Universität Pilsen (Tschechien)
August 2014 – Dezember 2014: Erasmus-Auslandssemester in Schweden an der University of Karlstad

Ehrenamtliches Engagement:

Seit Juli 2019: Stv. Landessprecherin NEOS Burgenland
Juli 2017: Projektleiterin Magisterarbeitsprojekt „Zeitungsworkshop für Asylwerber/innen“ in Stegersbach (Südburgenland)
Jänner 2018 – Februar 2018: Ehrenamtliche Deutschtrainerin beim Verein Ute Bock (Wien)
Februar 2016 – Mai 2016: Ehrenamtliche Deutschtrainerin beim Verein Ute Bock (Wien)

Ausbildung:

März 2015 - November 2019: Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (Uni Wien)
März 2015 – März 2018: Magisterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (Uni Wien)
Oktober 2011 – Februar 2015Bakkalaureatsstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (Uni Wien)
September 2007 – Juni 2011: Bundesoberstufenrealgymnasium Güssing mit Schwerpunkt Musik

Hobbys & Interessen:

Musik: Sängerin und Gitarristin in der burgenländischen Unterhaltungs- und Hochzeitsband "Mr. Bojangles" (bis Ende 2018)
Konzert- und Festivalbesuche
Yoga und Joggen