Lukas Lerchner

Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien

Lukas Lerchner

Kandidiert für: Weitere Liste LTW Steiermark 2019
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    05.10.2019

Lukas Lerchner

Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien

Politik ohne Visionen ist wie Kirche ohne Glauben
Meine Generation – die Generation derjenigen, die in den 80ern und 90ern geboren wurden, – wird die erste Generation sein, die objektiv ärmer ist als ihre Elterngeneration. Wir haben einen realen Wohlstandsverlust erlitten. Wir wachsen mit dem größten Schuldenrucksack auf, den es in der Steiermark je gab.

Unsere Universitäten sind überlaufen und unterfinanziert. Ich habe die Karl Franzens-Universität sowohl als Student als auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter kennengelernt und die Probleme hautnah miterlebt. Die Überschuldung dieses Landes nimmt uns den Spielraum für Zukunftsinvestitionen. Statt jetzt, in der Hochkonjunktur, Schulden abzubauen, werden populistische Wahlzuckerl verteilt. Wir brauchen Politiker, die nicht ihrer Partei verpflichtet sind und ihrer Klientel mehr oder weniger versteckt Steuergeschenke zuschieben können.

Meine Vorschläge sind daher:
I.) Ein Check auf Generationengerechtigkeit und Nachhaltigkeit für jedes steirische Gesetz.
II.) Ein Informationsgesetz und ein personalisiertes Wahlrecht wie in Hamburg.
III.) Eine verpflichtende Schuldenbremse und der sukzessive Abbau der Landeesschulden.

Begeisterung kann man nur mit Visionen wecken! Ich träume von einem Land, in dem endlich wieder gestaltet und nicht nur verwaltet wird. Ich träume von einer Steiermark, in dem die Jungen die bestmöglichen Chancen auf Ausbildung und Verwirklichung haben. Ich träume von einer Region mit einer zukunftsfitten Infrastruktur. Ich träume von einer Politik, in der Bürger_innenbeteiligung und Transparenz nicht nur hohle Schlagworte sind.

Die Steiermark könnte so viel lernen, wenn wir über den Tellerrand schauen würden.

Wir brauchen neue Ideen: In anderen Ländern gehören AirBnB, Uber und automatisierte öffentliche Verkehrsmittel zur Realität, warum nicht auch bei uns? Warum zahlen wir nicht die Hälfte der Politikergehälter leistungsbezogen aus wie in Singapur?

Wir brauchen Erneuerung, z.B. in Form einer Demokratiereform, die endlich Personen und inhaltliche Debatten statt Machtspiele und Hinterzimmerpolitik in den Mittelpunkt stellt.
Wir brauchen Mut in Form einer gläsernen Verwaltung und mehr Transparenz in der Politik. Wirklich enkelfit kann die Steiermark nur dann werden, wenn wir unsere Ausbildungsstätten und Unternehmen wieder auf die Überholspur bringen.

Wir brauchen den Mut, der mich 2012 an NEOS glauben ließ, auch weiterhin im Nationalrat. Wir brauchen den Idealismus, den wir hatten, um das Projekt für einen echten Reformschwung in Österreich mit Leben zu füllen. Durch meine Arbeit im Parlament und meine Vergangenheit in der ÖH weiß ich, wie man steinerne Strukturen von innen verändert.

Deswegen möchte ich mit euch an einer Steiermark für übermorgen arbeiten!



Lebenslauf

Mein Name ist Lukas Lerchner. Ich bin 32 Jahre alt und studiere Geschichte, Philosophie und Religionswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz.

Mein politisches Engagement begann 2009 als Mitgründer des Landesverbandes Steiermark der Jungen Liberalen (JuLis) und als Wahlkampfleiter der JuLis bei den ÖH-Wahlen an den Grazer Universitäten.
Ich war seitdem auf unterschiedlichen Ebenen der Österreichischen Hochschülerschaft aktiv, unter anderem als Vorsitzender der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften sowie als Chefredakteur des GeWitter-Magazins.

Von 2011 bis 2015 war ich Vorsitzender der Jungen Liberalen der Steiermark und seit Sommer 2012 bin ich für die NEOS in der Steiermark aktiv – u.a. als Mitglied des erweiterten NEOS-Vorstands und von 2012 bis 2017 auch als Mitglied des Landesteams.

Da mir intellektueller Austausch und Redefreiheit Anliegen sind, organisierte ich 2011 die erste österreichweite Debattiermeisterschaft in Graz. Dabei konnten sich erstmals österreichische Studierende gegenseitig in der Kunst der Argumentation und Rhetorik miteinander messen.
Bis 2013 war ich am Arbeitsbereich Praktische Philosophie des Instituts für Philosophie als Studienassistent tätig und war davor Projektmitarbeiter bei einem Demokratie-Forschungsinstitut sowie beim European Training and Research Center for Human Rights and Democracy meiner Universität.

Nach dem Einzug der NEOS in den Nationalrat wurde ich Parlamentarischer Mitarbeiter des NEOS-Abgeordneten Christoph Vavrik. Von November 2014 bis März 2015 war ich als Leiter der Programmentwicklung im NEOS Lab für die Koordination und Weiterentwicklung unseres Bundesprogramms zuständig.

Zwischen März und Mai 2015 hatte ich die Ehre, als Nummer zwei auf der steirischen Landtagsliste und Teil des steirischen Wahlkampfteams für den Einzug der NEOS in den Landtag zu kämpfen. Anschließend war ich im Sommer und Herbst im NEOS-Wien-Wahlkampfteam, wo ich für Inhalte und Strategie mitverantwortlich war.

Im Winter 2015 bis Sommer 2016 entschied ich mich nach persönlichem Kontakt mit Irmgard Griss, Teil ihres Wahlkampfteams zu werden. Ich war in ihrem Team zuerst für die Unterstützungserklärungen (12.000 UEs – mit dieser Zahl wurde Geschichte geschrieben) und zusätzlich zur Mobilisierung war ich auch im strategischen und inhaltlichen Bereich tätig. Bei unserem Versuch, eine unabhängige Bürgerin zur Präsidentin zu machen, wurde mit 18,9 % der Stimmen ein unglaublicher Erfolg erzielt.

Ab Herbst 2016 bis zum Frühling 2017 kümmerte ich mich um die Programmentwicklung für den Gemeinderatswahlkampf der NEOS in Graz. Dabei konnten wir mit unserem innovativen Programm einen Erfolg verbuchen und zogen als erste neue politische Kraft sowohl in den Grazer Gemeinderat als auch in zwei Bezirksvertretungen ein.

Der Herbst 2017 und der Mai 2019 waren durch einige Sonnenbrände vom Wahlkampfstand und unzählige (Schul-)Diskussionen geprägt; gerade dieser direkte Kontakt mit den Bürgern macht meines Erachtens unsere Bürgerbewegung aus außerdem hatte ich das Privileg als einziger nicht Mandatar im Programmkomitee für die EU Wahl zu sein.