Yannick Shetty

Gemeinsam die nächste Stufe zünden

Yannick Shetty

Gemeinsam die nächste Stufe zünden

NEOS Wien hat im vergangenen Jahr eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht, die bereits in den Jahren zuvor in die Wege geleitet wurde. Aus einer ruppigen Oppositionspartei mit einem sehr zugespitzten Wahlkampf 2015 wurde innerhalb von wenigen Jahren ein verlässlicher und selbstbewusster Regierungspartner.
Ich bin stolz darauf, was wir in dieser Zeit gemeinsam geschafft haben.

Nun ist es für NEOS Wien an der Zeit, die Professionalisierung in all unseren Strukturen nachzuvollziehen.

1. Im Rahmen unseres Organisationsentwicklungsprozesses wurde klar: Die Bezirke sind für NEOS die wichtigste Organisationseinheit. Dort docken Neuinteressierte an, dort passiert die Mitgliederbetreuung. Bezirke sind daher das Herzstück unserer Landesorganisation. Um langfristig erfolgreich zu sein, müssen wir für mehr Kontinuität in den Bezirken sorgen. Es ist bedauerlich (wenn auch nachvollziehbar), dass die Fluktuation bei den Bezirkskoordinator_innen viel zu hoch ist. Scheinbar schaffen wir nicht, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Koordinator_innen dieses Ehrenamt länger ausüben. Hier müssen wir besser werden: Mehr Aufmerksamkeit auf das Onboarding von Koordinator_innen, effizienter Mitteleinsatz für die Unterstützung von Koordinator_innen, stärkere Begleitung durch die Bezirkspatenschaften. Wie sagen wir in der Bildungspolitik gerne? Lehrer_innen üben den wichtigsten Job in der Republik aus. Umgemünzt auf NEOS Wien möchte ich, dass wir sagen: Bezirkskoordinator_inen üben das wichtigste Amt in unserer Landesorganisation aus.

2. Im vergangen Jahr wurden Reformen in der Stadtregierung beschlossen, die für einige Kontroversen gesorgt haben. Insbesondere die Lehrplanstellenreform und die Debatte um das Parkpickerl haben zu hitzigen Diskussionen - auch in unserer Partei - geführt. Als Mitglied des Landesteams, das weder der Stadtregierung/dem Stadtratsbüro noch dem Landtagsklub angehört, habe ich folgendes beobachtet: Einerseits unsere Verantwortungsträger_innen in der Regierung, die ihr Bestes gegeben haben, um gegenüber dem Koalitionspartner das Bestmögliche rauszuholen. Andererseits, nicht ausreichend befriedigter Diskussions- und Informationsbedarf in den Bezirken über die geplanten Maßnahmen. Um Fehler der Grünen aus ihrer Regierungszeit nicht zu wiederholen, müssen wir uns weiterentwickeln - denn: Die kontroversen Themen werden bis zum Ende der Legislaturperiode nicht weniger werden. Wir brauchen: Strukturierte Informationsprozesse bei großen Regierungsvorhaben (insbesondere, wenn Stadträte des Koalitionspartners in Verantwortung sind), Feedbackschleifen nach größeren Reformprozessen, Bestmögliche Einbindung von besonders betroffenen Bezirken.

3. Interessierte, die für Bezirkspolitik brennen, engagieren sich in einer der Bezirksgruppen. Schüler_innen, Studierende und junge Menschen unter 35 finden bei den JUNOS ein attraktives Angebot. UNOS übernehmen die Ansprache von Wirtschaftsreibenden. Und alle anderen? Bereits vor Corona haben wir an einem Konzept zur besseren Zielgruppenansprache gearbeitet, welches aufgrund der vorgezogenen Nationalratswahlen und der Pandemie leider nie richtig in Umsetzung kam. In einigen Bereichen (zB NEOS Bunt oder NEOSqueer) findet bereits seit Jahren statt, was wir viel breiter ausrollen müssen. Wir müssen besser werden, wenn wir mehr Menschen erreichen wollen: Die Strategie Zielgruppenansprache überarbeiten & an die postpandemische Zeit adaptieren, Community Botschafter ernennen, die die Zielgruppenansprache in ihren Communities koordinieren.

Liebe NEOS, wir haben viel zu tun.

Als Wiener Nationalratsabgeordneter, ehemaliger Bezirksrat&Klubvorsitzender (2015 - 2019) in Wien-Josefstadt sowie Bezirkskoordinator in den Anfangszeiten unserer Landesorganisation (2014-2015) möchte ich meinen ganzheitlichen Blick auch in den kommenden drei Jahren im Landesteam einbringen.

Ich bitte euch daher um Eure Stimme und Euer Vertrauen, meine Arbeit im Wiener Landesteam fortsetzen zu dürfen.

Yannick


Lebenslauf

//Ausbildung

2015 - 2021 Abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften, Universität Wien
2018 Auslandsaufenthalt in Amman beim Außenwirtschaftscenter der Republik Österreich (Jordanien)
2013 - 2014 Zivildienst als Rettungssanitäter, Wiener Rotes Kreuz
2013 Matura am Akademischen Gymnasium Innsbruck

//Berufliches & Politisches
2019 – heute Abgeordneter zum Nationalrat
2017 – 2019 Juristischer Mitarbeiter bei Herbst Kinsky Rechtsanwälte
2017 JUNOS Spitzenkandidat, ÖH-Wahlen 2017
2016-2017 Juristischer Mitarbeiter bei DORDA Rechtsanwälte
2016 - 2018 Vorsitzender, JUNOS - Junge Liberale Studierende
2015 - 2019 NEOS Bezirksrat und Klubvorsitzender, Bezirksvertretung Wien-Josefstadt
2013 - 2018 Mitglied im Bundesvorstand, JUNOS - Junge Liberale NEOS


Beantwortete Fragen

Lieber Yannick!

Ich stelle folgende Frage an alle Kandidat_innen:

Diverse Studien und Statistiken belegen, dass Österreich zu den wissenschaftsskeptischsten Ländern Europas gehört. Zudem kann durchaus ein Hang zur "Esoterik" festgestellt werden.

Wie stehst du zu dieser Thematik? Welche Rolle soll NEOS in dieser Debatte einnehmen?

Ich würde mich bei der Beantwortung über eine Betrachtung folgender möglichen Themengebiete besonders freuen:

Alternativmedizin und Homöopathie
Anthroposophie und Waldorf-/Steinerschulen
Astrologie
Gentechnik
Granderwasser
Humanenergetik
Impfen

Liebe Grüße
Peter — Peter B.
(Diese Frage ergeht an alle)
Hallo,

als Mitglied des Landesteam oder des Erweiterten Landesteam repräsentiert man NEOS. Gibt es für Dich Gründe, weshalb man als Person nie kandidieren dürfte? Zum Beispiel: Fehlende Identifikation, Vorfälle in der Vergangenheit, ... — Ano N.
Lieber Yannick,

ich würde dich gerne fragen, was für dich die Top 3 bisherigen politischen Reformen/Erfolge in der rot-pinken Koalition sind, und daran anschließend auch deine Einschätzung der Flop 3 Themenbereiche, in denen in den nächsten vier Jahren noch Aufholbedarf besteht.

Vielen Dank und Lg! — Christoph H.
Lieber Yannik!
Die NEOS liegen je nach Wahl um die 8% Wähleranteil. Soll es im Großen und Ganzen dabei bleiben oder sollen weitere Wählerschichten angesprochen werden? Wenn ja, welche Wählerschichten siehst du dabei als zielführend an, die bisher nicht zu den Stammschichten der NEOS zählen?
Liebe Grüße
Franz — Franz Z.