Claus Dieter Volko

Gesetzestreue und Leistungen - das ist alles, was zählen sollte!

Claus Dieter Volko

Gesetzestreue und Leistungen - das ist alles, was zählen sollte!

Als 1983 Geborener habe ich in meiner Kindheit drei entscheidende Ereignisse miterlebt: den Fall der Berliner Mauer, die Neugründung der Europäischen Gemeinschaften als Europäische Union und den Beitritt Österreichs zu derselben. Drei Ereignisse, die meines Erachtens aus Sicht eines Liberalen als positiv zu bewerten sind. Mir ist es eine Herzensangelegenheit, dass ich in einer liberalen Gesellschaft leben möchte. Das ist eine Gesellschaft, in der nur zwei Dinge zählen: Gesetzestreue und in Beruf, Familie oder Ehrenamt erbrachte Leistungen. Keineswegs sollten persönliche Antipathien, aus welchen Gründen auch immer, einen Einfluss auf das Leben der Menschen haben. Diese Grundhaltung hat mich zu NEOS gebracht.

Zur Lage der Nation: Wenn über Politik geredet wird, dann gibt es vor allem zwei Sachthemen, welche die Leute beschäftigen: die Zuwanderung und den Sozialstaat. Wie Milton Friedman schon sagte, ist es nicht möglich, beides gleichzeitig im Übermaß zu haben. So gesehen, ist ein Systemwechsel dringend nötig. Fragt sich nur, in welche Richtung? Die FPÖ würde am liebsten die Zuwanderung abschaffen und den Sozialstaat beibehalten. Schön und gut, aber wie finanziert man einen solchen Sozialstaat? Man braucht dazu leistungsfähige und leistungswillige Bürgerinnen und Bürger. Die FPÖ argumentiert, dass die Zuwanderer ohnehin nicht besonders leistungsfähig und leistungswillig seien. Sie hätten nur daran Interesse, unser Sozialsystem auszunutzen. Aber warum ist das so? Offenbar kommen eben nicht die begabtesten unter den Zuwanderern zu uns, sondern, wenn sie nicht in ihrem Land bleiben, gehen sie in Länder wie die USA oder Kanada. Warum? Weil man dort mehr verdienen kann. Und der Grund dafür ist eben, dass die Steuern dort niedriger sind, weil der Staat dort weniger Geld für Sozialleistungen ausgibt. Als Liberaler möchte ich mich deshalb dafür einsetzen, dass der Sozialstaat eingeschränkt wird, gute Leute aus dem Ausland angeregt werden, zu uns gekommen, und die Zuwanderung von weniger Qualifizierten eingedämmt wird.

Drei Ideen, die der Nationalrat umsetzen könnte:

  1. Wirtschaftsförderung aus privater Hand
    Als Liberaler lehne ich zwar staatliche Eingriffe in die Wirtschaft ab, sehe aber ein, dass Investitionen aus privater Hand lebensnotwendig sind. Deshalb sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, um diese zu erleichtern (zum Beispiel durch steuerliche Vorteile). Wie diese im Detail aussehen könnten, ist noch zu diskutieren.

  2. Wissenschaftsförderung
    Der Drang des Menschen, Erkenntnisse zu gewinnen, ist etwas, das vielen Menschen angeboren ist; deshalb besteht ein öffentliches Interesse an Forschungsförderung, etwa wenn es darum geht, die Physiologie und Pathophysiologie des menschlichen Organismus auf molekularer und zellulärer Ebene zu erforschen. Es sollten auch mehr Stellen für Absolventen eines Medizinstudiums geschaffen werden, die sich reiner Forschung ohne Patientenbetreuung widmen möchten.

  3. Talentförderung
    Nachhilfeunterricht mit dem Zweck, die durch den Lehrplan vorgegebenen Ziele zu erreichen, gibt es zuhauf, doch wie steht es um die Begabtenförderung, sei es im sprachlichen, mathematischen, künstlerischen, technischen oder wissenschaftlichen Gebiet? Da ich der Ansicht skeptisch gegenüberstehe, dass der Staat in dieser Angelegenheit etwas Vernünftiges leisten könnte, plädiere ich für Bildungsschecks, mit denen talentierte Schülerinnen und Schüler private Zusatzangebote erwerben könnten.


Lebenslauf

1983 in Wien geboren
1993 Eintritt ins neusprachliche Gymnasium (Goethe-Gymnasium, Wien XIV, Astgasse)
2001 Matura mit Auszeichnung, Notendurchschnitt 1,0
2001 Beginn des Medizinstudiums in Wien (Universität Wien, Medizinische Universität Wien)
2004 Beginn des Studiums der Medizinischen Informatik an der TU Wien
2011 Beginn des Studiums "Computational Intelligence" an der TU Wien (Schwerpunkte: Algorithmen, Logik, Theoretische Informatik)
2013 Sponsion zum Diplom-Ingenieur (mit Auszeichnung) und Promotion zum Doktor der Medizin
Seit 2014 Berufstätigkeit in der Software-Entwicklung

Ehrenamtliche Tätigkeiten:
Seit 1996 bin ich Herausgeber der internationalen elektronischen Zeitschrift "Hugi Magazine", seit 1998 in englischer Sprache; ca. 7000 Stammleser weltweit; weltweit führendes Spartenmagazin in Sachen Computerkunst
1998 - 2009 organisierte ich zudem Programmierwettbewerbe ("Hugi Size Coding Competition")
Seit 2015 betreibe ich die zukunftsorientierte Website http://www.21stcenturyheadlines.com/, die sich vor allem mit Wissenschaft und Technik beschäftigt

Sportliche Leistungen (Denksport):
1997 Teilnahme am "7. Wiener Mathematik- und Denksportwettbewerb"; zweiter Platz von insgesamt 149 Teilnehmern
1998 Teilnahme am Programmierwettbewerb "Pain Coding Contest"; erster Platz von insgesamt 23 Teilnehmern weltweit
2013 Teilnahme am neuartigen Intelligenztest "Equally Normed Numerical Derivation Test"; dritter Platz von insgesamt 86 Teilnehmern weltweit (geschätzter IQ: 172 - nur 1 Person unter 1,2 Millionen erreicht diesen Wert)

Politisches Engagement:
2011 Spitzenkandidat der Jungen Liberalen an der Medizinischen Universität Wien, außerdem Kandidat an der TU Wien; in Folge dessen 2011 - 2013 Ersatzmandatar an der TU Wien
Unter meiner Führung haben die Jungen Liberalen an der Medizinischen Universität Wien im Jahr 2011 über 5 Prozent der Stimmen erhalten, fast doppelt so viel wie in den darauf folgenden Jahren, in denen ich nicht mehr kandidiert habe.

Private Homepage: http://www.hugi.scene.org/adok/


Beantwortete Fragen

Hallo Claus, ich lese, dass du dich für die JULIS engagiert hast. Seit wann bist du bei NEOS und wo kann ich dich antreffen? Wo und wie hast du dich bisher eingebracht? Liebe Grüße, Sarah — Sarah Anzengruber
Wie stehst du zu P = NP? — W. Slany
Beatles oder Rolling Stones? — Lukas Lametta
Hallo, hälst Du Zweistelligkeit für ein realistisches Ziel (>50%)? Wenn ja, mit welchem Thema würdest Du gerne in Regierungsverantwortung gehen? Grüße, J. — J
Wirst du morgen mit NEOS auf der Regenbogenparade sein? (Wenn nein: Warum nicht?) — Dominik
Hallo Claus!
Ich würde mich freuen, wenn du deine Positionen zu folgenden Themen kurz skizzieren könntest:

-Rauchverbot (dafür/dagegen, wenn dafür aus welchem Grund?)
-Liberales Mietrecht* (dafür/dagegen, wenn dagegen warum?)
-Flat-tax (dafür/dagegen, wenn dagegen, welche Alternative schwebt dir vor?)
-Vereinheitlichung von Steuern auf EU Ebene (dafür/dagegen, wenn dafür, welches konkrete Modell schwebt dir vor?)
-Frauenquote (dafür/dagegen, wenn dagegen, gibt es Einzelfälle in denen du sie befürworten würdest?)
-Kern oder Kurz (wer ist/wäre der bessere Kanzler?)

Lg

*http://diepresse.com/home/innenpolitik/5001856/Neos_Vermieter-soll-ohne-Grund-kuendigen-koennen — anonym
Warum würdest du auf die Regenbogenparade gehen wollen? — Smiley
In der österreichischen Politik ist es wie in den meisten österreichischen Haushalten: Männer kümmern sich um die "wichtigen" Ressorts: Finanz, Wirtschaft, Verteidigung, Repräsentation und die Frauen um alles "emotionale - nicht rationale": Kinder, Familie, Bildung, Gesundheit usw.
Was sind deine Gedanken dazu? Wo würdest du dich bei einem Einzug positionieren wollen? Soll man etwas an dieser Situation überhaupt etwas verändern oder ist es genetisch veranlagt?

Freue mich auf Deine Antwort! Liebe Grüße — Maria Helienek
Welches Wahlverhalten hattest du vor 2013? Welche Partei steht dir am zweitnächsten, zu welcher hast du die größte Distanz? — Luke Lametta
Hallo,
NEOS hat gerade im Vorstand ein Paper zum Thema "Generationenfairness" verabschiedet.
Die "nachfolgenden Generationen" sind ja schon immer ein wichtiges Anliegen von NEOS.
Was ist dein Anliegen für die Generation 50+ ?
Danke! — .
Christian Lindner hat in Deutschland gerade die Ehe für Alle zur Koalitionsbedingung gemacht. Wie stehst du a) zur Ehe für Alle und b) dazu, sie zur Koalitionsbedingung zu machen? — Fanni Gaismayer
Liebe_r Kandidat_in,

Wir hatten 2013 bei der Generation 50+ wesentlich bessere Wahlergebnisse als bei allen nachfolgenden Wahlen.

Wie meinst Du können wir diese wichtige Wähler_innengruppe (wieder) für uns gewinnen - natürlich ohne das jugendliche Image von NEOS in Frage zu stellen oder die jüngeren Wähler_innen zu vergraulen? — #