Cornelia Amon-Konrath

Erst mit Zuversicht und positiven Haltungen wird Veränderung gelingen.

Cornelia Amon-Konrath

Erst mit Zuversicht und positiven Haltungen wird Veränderung gelingen.

Politik hat schon in meiner Kindheit eine Rolle gespielt, da meine Eltern leidenschaftlich gerne diskutiert haben. Ihr höchster Bildungsabschluss war Lehre bzw. Handelsschule, mein Vater hat die längste Zeit als Hilfsarbeiter im Schichtdienst gearbeitet, meine Mama war zu Hause – bei vier Kindern und unzureichenden Betreuungsmöglichkeiten war dies auch kaum anders möglich.

Was meine Eltern mir mitgegeben haben und was mich sehr prägt, ist die Wichtigkeit von Bildung und das Nutzen von Chancen. Aus der Sicht und den Erfahrungen meiner Mutter kommt dazu noch das Streben nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Ich wurde mit dem Glauben groß, dass jeder und jede von uns sich Ziele setzen und diese auch verwirklichen kann.

Doch dazu braucht es Rahmenbedingungen, die passen – und genau hier fing mein Wunsch an, selbst dazu beizutragen, diese Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ich war während meines Studiums der Rechtswissenschaften in der ÖH engagiert, als gewählte Studienrichtungsvertreterin und Kuriensprecherin. Auf Grund meiner Schwerpunktsetzung im Bereich Grund- und Menschenrechte hat es mich nach dem Gerichtsjahr in die Gleichbehandlungsanwaltschaft verschlagen, in der ich seit 2006 tätig bin. Dort habe ich nicht nur reichen Einblick in unterschiedlichste berufliche Bereiche bekommen sondern gelernt, was Sozialpartnerschaft heute bedeutet – Schattenregierung zum Selbstzweck und die Überzeugung, es ohnehin besser zu wissen als die Menschen in diesem Land.

Als NEOS gegründet wurde war dies auch für mich eine Befreiung. Es gab endlich eine Bewegung in der Menschen mitwirken können – und es geht NEOS darum, diesen Klebstoff, der alles verlangsamt, der die Dinge nicht vorankommen lässt, wegzukratzen. Ich habe mich seither im Straßenwahlkampf, durch die Veranstaltung von NEOS@home Abenden, als Themengruppenleiterin, als Mitglied meiner Bezirksgruppe „Hernois is ois“ und als Mitglied des Schiedsgerichts engagiert und bin nun Mitglied des Erweiterten Vorstands.

Ich bin der Überzeugung, dass Österreich ein gutes, ein lebenswertes Land ist. Ich bin Europäerin und kann mich noch gut an die Diskussionen in der Schule erinnern, als es um die Volksabstimmung ging – ich war eine leidenschaftliche Vertreterin des Beitritts zu diesem Projekt des Miteinanders. Ich kann mich auch noch gut an die Ehrfurcht meiner Eltern angesichts der offenen Grenze zwischen Deutschland und Frankreich erinnern. Genau diese Freiheit will ich auch für meine Kinder – und diese Freiheit setzen viele Kräfte aufs Spiel, und sie verstehen nicht, dass Zündeln kein Spaß ist.

Ich bewerbe mich um ein Nationalratsmandat für NEOS weil ich der Überzeugung bin, dass unsere Demokratie mehr Bürger_innen verdient hat und weniger Funktionär_innen. Ich lebe und arbeite in Wien, habe zwei Kinder im Alter von fast fünf und fast sieben Jahren, bin verheiratet und verbringe auch gerne Zeit in der Heimat meines Mannes, dem südlichen Burgenland. Ich engagiere mich im kirchlichen Bereich und möchte aus dieser persönlichen und beruflichen Lebenssituation dazu beitragen, Politik zu einem Ort zu machen der uns alle betrifft und der vom grundsätzlichen Verständnis ausgeht, dass wir unser Zusammenleben positiv gestalten können.



Lebenslauf

Geboren am 12. Oktober 1980 in Wien.

Bildungsweg
1987-1991 Volksschule der Steyler Missionsschwestern, Wien X.
1991-1999 BG Wien IV (Wiedner Gymnasium)
1999-2005 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien.
Schwerpunktsetzung: Grund- und Menschenrechte (Wahlfachkorb);

Engagement
Studium
2000 – 2004 Tätigkeit in der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Studienrichtungsvertreterin, Kuriensprecherin, Bildungssprecherin der Aktionsgemeinschaft,
Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses der ÖH.

Berufsbegleitend
Seit Dezember 2010 Vorstandsfrau im Verein „sprungbrett“ (www.sprungbrett.or.at).
Der Verein hat zum Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Mädchen am Arbeitsmarkt zu fördern
und das Berufswahlspektrum von Mädchen und Frauen zu erweitern, ist aber auch als
allgemeine Beratungsstelle tätig sowie in der Beratung und Begleitung von Betrieben, die unter anderem (erstmalig) Mädchen als Lehrlinge ausbilden.

Seit Jänner 2013 bei NEOS engagiert, ua als Leiterin der Themengruppe Gleichstellung (2014 – 2016),
Mitglied des Schiedsgerichts (2014-2016) und seit 04/2017 Mitglied des Erweiterten Vorstands.

Seit Herbst 2016 für die Website www.unsereverfassung.at engagiert, der nun als "UnsereVerfassung - Verein für politische Bildung" aktiv ist.

Berufserfahrung
Seit 10/2006Juristin in der Anwaltschaft für Gleichbehandlung, Wien (www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at)
In dieser Funktion Mitarbeit bei Equinet, dem European Network of Equality Bodies
(www.equineteurope.org).
Vortragstätigkeit in den unterschiedlichsten Bereichen (ERA, Gewerkschaften, Unternehmen,
Universität,...) zum Thema Gleichbehandlung.

Leben
verheiratet, zwei Kinder (geb. 2010 und 2012)


Beantwortete Fragen

Hallo Cornelia,

du bist seit bald 11 Jahren bei der Gleichbehandlungskommission als Juristin und hast 2 noch recht kleine Kinder. Im Forum hast du vor einigen Monaten geschrieben, dass du deshalb auch keine Zeit hast, aktiver im Forum zu sein. Verständlicherweise musst du dich gut organisieren.
wie wirst du das handhaben, angenommen du kommst in den NR?
wirst du deinen Job behalten (bist du in Teilzeit?) oder aufgeben? Du bist ja auch noch im EV - wo werden deine Schwerpunkte sein und wieviel Zeit kannst du aufbringen?
(keine Sorge - die Männer kriegen ganz ähnliche Fragen gestellt )

lg — Xandi
Beatles oder Rolling Stones? — Lukas Lametta
Hallo, hälst Du Zweistelligkeit für ein realistisches Ziel (>50%)? Wenn ja, mit welchem Thema würdest Du gerne in Regierungsverantwortung gehen? Grüße, J. — J
hallo frau amon-konrath, wie ist ihre position zur gleichstellung von frauen und männern im beruf? was halten sie vom aktuellen frauen-volksbegehren? — fritz schiller
"Direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild" - würdest Du einen Umbau unserer parlamentarischen Demokratie in diese Richtung befürworten? — Johannes Lutz
Hallo Cornelia!
Ich würde mich freuen, wenn du deine Positionen zu folgenden Themen kurz skizzieren könntest:

-Rauchverbot (dafür/dagegen, wenn dafür aus welchem Grund?)
-Liberales Mietrecht* (dafür/dagegen, wenn dagegen warum?)
-Flat-tax (dafür/dagegen, wenn dagegen, welche Alternative schwebt dir vor?)
-Vereinheitlichung von Steuern auf EU Ebene (dafür/dagegen, wenn dafür, welches konkrete Modell schwebt dir vor?)
-Frauenquote (dafür/dagegen, wenn dagegen, gibt es Einzelfälle in denen du sie befürworten würdest?)
-Kern oder Kurz (wer ist/wäre der bessere Kanzler?)

Lg

*http://diepresse.com/home/innenpolitik/5001856/Neos_Vermieter-soll-ohne-Grund-kuendigen-koennen — anonym
1) Ist für Dich eine Koalition vorstellbar
A ohne Pensionsreform
B mit Erbschaftssteuer
C ohne Schuldenbremse
und was wären im jeweils anderen Fall deine persönlichen Konsequenzen?

2) Wenn NEOS das Zünglein an der Waage ist, engagiert du dich für Rot-Grün-NEOS oder Schwarz-Blau-Neos oder Schwarz-Grün-NEOS?

3) Kern und die SPÖ haben ihre Koalitionsbedingungen genannt. Wie sehen deine aus? — Erwin Krammer
In der österreichischen Politik ist es wie in den meisten österreichischen Haushalten: Männer kümmern sich um die "wichtigen" Ressorts: Finanz, Wirtschaft, Verteidigung, Repräsentation und die Frauen um alles "emotionale - nicht rationale": Kinder, Familie, Bildung, Gesundheit usw.
Was sind deine Gedanken dazu? Wo würdest du dich bei einem Einzug positionieren wollen? Soll man etwas an dieser Situation überhaupt etwas verändern oder ist es genetisch veranlagt?

Freue mich auf Deine Antwort! Liebe Grüße — Maria Helienek
Hallo,
NEOS hat gerade im Vorstand ein Paper zum Thema "Generationenfairness" verabschiedet.
Die "nachfolgenden Generationen" sind ja schon immer ein wichtiges Anliegen von NEOS.
Was ist dein Anliegen für die Generation 50+ ?
Danke! — .
Christian Lindner hat in Deutschland gerade die Ehe für Alle zur Koalitionsbedingung gemacht. Wie stehst du a) zur Ehe für Alle und b) dazu, sie zur Koalitionsbedingung zu machen? — Fanni Gaismayer
Liebe_r Kandidat_in,

Wir hatten 2013 bei der Generation 50+ wesentlich bessere Wahlergebnisse als bei allen nachfolgenden Wahlen.

Wie meinst Du können wir diese wichtige Wähler_innengruppe (wieder) für uns gewinnen - natürlich ohne das jugendliche Image von NEOS in Frage zu stellen oder die jüngeren Wähler_innen zu vergraulen? — #