Doris Hager-Hämmerle

Österreich braucht eine Politik, die Menschen befähigt statt bevormundet.

Doris Hager-Hämmerle

Österreich braucht eine Politik, die Menschen befähigt statt bevormundet.

Politik leidet heute mehr denn je unter Berührungsängsten – mit anders Denkenden oder mit Unentschlossenen. Nur, wenn wir die Blase verlassen, können wir das Verbindende sehen und diesen Zu- bzw. Stillstand überwinden. Gestalter_innen hören geduldig zu, interessieren sich gezielt und nehmen andere vorurteilsfrei ernst. Unabhängig vom Weltbild des anderen interessiert uns die Lebensrealitäten hinter den Meinungen. Es ist eine von innen her kommende Motivation. Wir nennen sie NEOS-DNA.

Demokratie und Europa
Mein Leben und Arbeiten im Vierländereck Österreich-Deutschland-Schweiz-Liechtenstein versetzt mich in die Lage, verschiedene politische Systeme zu erleben und miteinander vergleichen zu können. Der Unterschied, in oder außerhalb der Europäischen Union zu sein, gehört zum Lebensalltag der Menschen mit denen ich täglich zu tun habe. Ich kenne die Vor- und Nachteile auf beiden Seiten. Der Austausch mit Bürger_innen, politischen Akteur_innen und Wirtschaftstreibenden schärft meinen kritischen Blick auf die Politik im eigenen Land. Ein Beispiel dafür ist der Unterschied zwischen Direkter Demokratie, die echte Information voraussetzt, und „Schein-Partizipation“ entlang populistischer Überschriften. Dieser Erfahrungsschatz prägt meine politische Arbeit zu Demokratie- und Europafragen.

Bildung und Hochschule
Als Mitglied des Wissenschaftsbeirats des Vorarlberger Landesregierung habe ich einen guten Einblick in die Herausforderungen von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Als langjährige Geschäftsführerin einer international ausgerichteten privaten Hochschule kenne ich die Bedürfnisse von Lehrenden und Lernenden. Der Austausch mit Akteur_innen aus mehr als 20 Nationen und die Mitarbeit in der Internationalen Bodenseehochschule und in EWR-Förderprogrammen haben mir ein Verständnis verschiedener Bildungs- und Hochschulsysteme ermöglicht. Mit meiner Expertise aus diesem internationalen Kontext kann ich NEOS im Nationalrat stärken.

Frauen und Gleichstellung
In meinem ehrenamtlichen Engagement im überparteilichen Frauennetzwerk Vorarlberg erlebe ich seit Jahren wie schwierig es für Frauen immer noch ist, ihren Platz in politischen Entscheidungsgremien zu finden. Gerade im ländlichen Bereich ist eine Frauen-an-den-Herd-Mentalität allgegenwärtig. Im besten Fall „dürfen“ sich Frauen ehrenamtlich engagieren. In führenden politischen Funktionen findet man immer noch vermehrt Männer. Auch gesellschaftspolitisch liegt noch einiges im Argen: mangelnde Kinderbetreuung etwa ist bekanntermaßen einer der Hauptgründe für die Abwanderung der jungen Generation. Zwar geht langsam ein Umdenken von statten, aber eine finanziell unabhängige und selbstbestimmte Zukunft wird Frauen weiterhin systematisch erschwert. Diese Systemfehler möchte ich beseitigen.

Als erstes von sechs Kindern habe ich früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen und wo nötig anzupacken. Genauso selbstverständlich verstehe ich es, andere zu motivieren, zu empowern und einzuladen, in ihrem Wirkungskreis aktiv zu. Mein Kompass ist verlässlich, ich bevorzuge den evidenzbasierten, zuverlässigen, kämpferischen Stil. Verantwortung heißt für mich, die Hausaufgaben zu machen, den Überblick zu bewahren und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Leidenschaft ist der Kitt, der alles zusammenhält.

Mein politischer Kompass ist auf ein System ausgerichtet, das die Eigenverantwortung der Bürger_innen zulässt, fördert und stärkt. Ich will eine Politik der Freiheit der Vielen und der Freiheit des Einzelnen, die dort endet, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Österreich braucht eine Politik, die Menschen befähigt statt bevormundet, ermächtigt statt erniedrigt, unabhängig statt abhängig macht. Ich glaube an Authentizität und Wertschätzung als Schlüssel für einen demokratischen Wandel, eine Veränderung für Österreich. Österreichs Politik braucht die besten Köpfe – besonders von uns Frauen.

Ich bitte um eure Unterstützung und freue mich schon jetzt auf eure Fragen.
Doris Hager-Hämmerle

facebook.com/doris.hager.79
twitter.com/dhagerh



Lebenslauf

Funktionen und Aktivitäten bei NEOS:
seit 2017: Mitglied Erweiterter Vorstand
2014-2016 und seit 12/2016: Mitglied Landesteam Vorarlberg
seit 2016: Lab-Trainerin
2016: Promotorin im NEOS Lab Promoteeprogramm 2016+
2016: Trainerin NEOS Lab Summer School
seit 2016: Regionalkoordinatorin Region Bregenzerwald
2014-2015: Promotee im NEOS Lab Promotor_innen Programm
2014-2016: Regionalkoordinatorin Bezirk Bregenz
2014-2015: Projektkoordinatorin Vorarlberg
seit 2013: NEOS-Mitglied

andere politische Tätigkeiten:
seit 2017 Regionensprecherin Bregenzerwald des Frauennetzwerks Vorarlberg (Referat für Frauen und Gleichstellung der Vorarlberger Landesregierung)
2015-2017 stv. Frauensprecherin Hittisau Frauennetzwerk Vorarlberg
seit 2015 Mitglied des Wissenschaftsbeirats der Vorarlberger Landesregierung

Biographische Angaben:
1970 geb. in Lustenau, wohnhaft in Hittisau, verheiratet, 1 Tochter
1988 Matura Bundesgymnasium Dornbirn
1998 Mag. phil. der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung
1991-1992 Auslandssemester an der Staatlichen Universität Wolgograd, Russland

Österreichische Hochschülerschaft Innsbruck:
1994-1995 Vorsitzende der Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften
1990-1994 Studienrichtungsvertreterin Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung

einige berufliche Stationen:
Dolmetscheinsätze im In- und Ausland, Wirtschaftsuniversität Wien, TUI Reisecenter Salzburg;
seit 2000 Internationale Akademie für Philosophie im Fürstentum Liechtenstein
seit 2010 als Geschäftsführerin

Sprachen:
Deutsch (Muttersprache), Englisch (sehr gut), Russisch (sehr gut, Übersetzer-Diplom), Französisch (sehr gut, Übersetzer-Diplom)


Beantwortete Fragen

welchen themen willst du dich im besonderen widmen, liebe doris? hast du ein spezialgebiet, das dir besonders am herzen liegt? — elisabeth reinisch
Was müßten wir an unseren Unis strukturell ändern, damit die eine oder andere österreichische Uni in 10 Jahren unter den Top-100 platziert ist? — j
Beatles oder Rolling Stones? — Luke Lametta
Hallo, hälst Du Zweistelligkeit für ein realistisches Ziel (>50%)? Wenn ja, mit welchem Thema würdest Du gerne in Regierungsverantwortung gehen? Grüße, J. — J
Hallo Doris!
Ich würde mich freuen, wenn du deine Positionen zu folgenden Themen kurz skizzieren könntest:

-Rauchverbot (dafür/dagegen, wenn dafür aus welchem Grund?)
-Liberales Mietrecht* (dafür/dagegen, wenn dagegen warum?)
-Flat-tax (dafür/dagegen, wenn dagegen, welche Alternative schwebt dir vor?)
-Vereinheitlichung von Steuern auf EU Ebene (dafür/dagegen, wenn dafür, welches konkrete Modell schwebt dir vor?)
-Frauenquote (dafür/dagegen, wenn dagegen, gibt es Einzelfälle in denen du sie befürworten würdest?)
-Kern oder Kurz (wer ist/wäre der bessere Kanzler?)

Lg

*http://diepresse.com/home/innenpolitik/5001856/Neos_Vermieter-soll-ohne-Grund-kuendigen-koennen — anonym
1) Ist für Dich eine Koalition vorstellbar
A ohne Pensionsreform
B mit Erbschaftssteuer
C ohne Schuldenbremse
und was wären im jeweils anderen Fall deine persönlichen Konsequenzen?

2) Wenn NEOS das Zünglein an der Waage ist, engagiert du dich für Rot-Grün-NEOS oder Schwarz-Blau-Neos oder Schwarz-Grün-NEOS?

3) Kern und die SPÖ haben ihre Koalitionsbedingungen genannt. Wie sehen deine aus? — Erwin Krammer
1 — scodyvhd
1 — thtbcljh
Hallo,
NEOS hat gerade im Vorstand ein Paper zum Thema "Generationenfairness" verabschiedet.
Die "nachfolgenden Generationen" sind ja schon immer ein wichtiges Anliegen von NEOS.
Was ist dein Anliegen für die Generation 50+ ?
Danke! — .
Christian Lindner hat in Deutschland gerade die Ehe für Alle zur Koalitionsbedingung gemacht. Wie stehst du a) zur Ehe für Alle und b) dazu, sie zur Koalitionsbedingung zu machen? — Fanni Gaismayer
Liebe_r Kandidat_in,

Wir hatten 2013 bei den Wähler_innen der Generation 50+ wesentlich bessere Wahlergebnisse als bei allen späteren Wahlen.
Wie meinst Du können wir die Generation 50+ (wieder) für uns gewinnen – natürlich ohne das jugendliche Image in Frage zu stellen oder die jungen Wähler_innen zu vergraulen? — #