Stephanie Krisper

Die Menschenrechtsexpertin.

Stephanie Krisper

Die Menschenrechtsexpertin.

Ich bin Bürgerin, stehe mit beiden Beinen voll im Leben, bin Mutter von drei Kindern und habe einen spannenden Beruf.

Seit 2012 kam NEOS als Leidenschaft dazu. Ich war begeistert von dem aufrichtigen Interesse der NEOS-„Gründer_innen“, unser Land positiv zu verändern.

In diesen fünf Jahren habe ich die Themengruppe Außenpolitik geleitet, wahlgekämpft und bin nun für das Themennetzwerk Menschenrechte verantwortlich. Außerdem bin ich in der Leopoldstadt auf Bezirksebene aktiv. Ich freue mich immer wieder darüber, was für eine bunte Mischung an Menschen wir sind, die eine gemeinsame Vision verbindet.

Ich bin Idealistin. Mein inhaltliches Engagement gilt den Menschenrechten.

Ich habe 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen Asyl, humanitäre Hilfe in Kriegsgebieten, Folterprävention sowie Menschenrechtsarbeit auf akademischer Ebene, für NGOs und auf UNO-Ebene für die EU und das österreichische Außenministerium.

Auf der Fassade des Parlamentsgebäudes ist Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 zu lesen:

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."

Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sind das Fundament unserer Demokratie. Jede_r von uns braucht sie, um in Freiheit und Chancengerechtigkeit leben zu können. Für dieses wichtige Fundament möchte ich kämpfen. Denn das ist nötig.

Jede_r von uns ist in irgendeiner Form “anders” als die vom österreichischen Staat vorgesehene Norm. Das betrifft uns, wenn wir etwas tun, das aneckt, oder einfach vom Schicksal benachteiligt worden sind. Dazu kommen noch immer mehr willkürliche staatliche Einschränkungen und Überwachungsmaßnahmen.

Beschränkungen unserer Grundrechte gilt es die Stirn zu bieten. Damit ein freies und gutes Leben für alle möglich ist, müssen wir wachsam bleiben und für die Einhaltung der Menschenrechte eintreten.

Das wird meine Agenda im Nationalrat sein.

Ich bin überzeugt davon, eine glaubwürdige und kompetente NEOS-Vertreterin in den Politikfeldern Menschenrechte, Asyl, Integration, Migration, Volksanwaltschaft, Justiz und Verfassung zu sein. Diese Bereiche werden vermehrt eine große Rolle in unserem Land und unserer Gesellschaft spielen. Wichtig ist mir dabei besonders eine vorausschauende und pragmatische Politik, die unerwünschten Entwicklungen rechtzeitig entgegenwirkt.

Als bedachter Menschen überlege ich, bevor ich handle. Ich bin mir der Macht der Worte bewusst. Ich weiß aus Erfahrung, dass in der Politik Geduld notwendig ist. Als Menschenrechtsexpertin bringe ich dieses Durchhaltevermögen für das Bohren dicker Bretter mit.

Ich bitte Dich um Deine Unterstützung und danke für das Vertrauen.



Lebenslauf

Nationalität:österreichisch
Geburtsdatum: 24. Mai 1980
Familienstand: verheiratet, 3 Kinder
Beruf: Juristin

POLITISCHES ENGAGEMENT: NEOS (ehrenamtlich)

seit 2012: Wahlkämpferin bei Nationalratswahl, Europawahl, Gemeinderatswahlen in Wien und Graz, Bezirkswahl in Leopoldstadt
seit 2012: Unterstützung des Parlamentsklubs durch Einbringen meiner Expertise und Bereitstellen von Kontakten bzw. weiteren ExpertInnen
seit 2015: Leiterin des Themennetzwerks Grund- und Menschenrechte
seit 2015: Engagement im Bezirk Leopoldstadt
seit 2016: Mitglied des Erweiterten Landesteams Wien
2015-2016: Themengruppenbeirätin
2013-2015: Leiterin der Themengruppe Außenpolitik

BERUFLICHE ERFAHRUNG

Ludwig Boltzmann-Institut für Menschenrechte

  • Mitarbeit an internationalen Projekten zur Folterprävention, z.B. an der Überarbeitung des Kommentars zur UNO Anti-Folterkonvention von Manfred Nowak (Oxford University Press), am EU-Projekt zur Stärkung der Rechte von Personen mit intellektuellen und/oder psychiatrischen Beeinträchtigungen im Strafverfahren etc. (seit Aug 2015)
  • Volksanwaltschaft (VA), Wien (Sep 2013-Jul 2015): Koordinatorin der Kommission V der Volksanwaltschaft als Nationaler Präventionsmechanismus gegen Folter: Besuch aller Orte von Freiheitsentziehung (Gefängnisse, Psychiatrien, Kinder-, Behinderten- und Pflegeheime) und Beobachtung der Ausübung von Befehls- und Zwangsgewalt durch die Sicherheitsexekutive; Berichtlegung an die VA, die Empfehlungen an Ministerien abgibt
  • Menschenrechtsbeirat (MRB), Wien, Niederösterreich und Burgenland (Jän 2009-Mär 2012): Koordinatorin der Kommissionen II und III des MRB: Besuch der Dienststellen der Sicherheitsexekutive und Beobachtung der Ausübung von Befehls- und Zwangsgewalt- insbesondere bei Abschiebungen, Schwerpunktaktionen und Demonstrationen- unter dem Gesichtspunkt der Wahrung der Menschenrechte; Berichtlegung an den MRB, der Empfehlungen mit allfälligen Verbesserungsvorschlägen an die Bundesministerin für Inneres richtete

NGO Caritas, Flüchtlingsabteilung, Eisenstadt (Jän-Dez 2008)
Rechtsberaterin: Rechtsberatung und -vertretung von AsylwerberInnen

NGO Danish Refugee Council, Sri Lanka (Vanni (LTTE-kontrolliertes Gebiet), Trincomalee und Vavuniya/Mannar) (Aug-Nov 2007)
Emergency Protection Officer: Identifizierung bestehender Schutzlücken zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit anderen humanitären Organisationen; Verbesserung der Qualität und Effizienz des Protection Monitoring; Unterstützung bei der Implementierung von DRC’s Individual Protection Assistance; im Vanni: Initiierung eines umfassenden IDP-Assessment

Delegation der Europäischen Kommission zu den Vereinten Nationen

  • Menschenrechtsexpertin zum Sozialen, Humanitären und Kulturellen Komitee (Drittes Komitee) der UNO-Generalversammlung: EU Koordinierungstreffen und informellen Konsultationen zwischen UNO-Delegationen zu Resolutionsentwürfen, Berichterstattung, Evaluierung dieser Verhandlungen (New York, Okt-Dez 2006)
  • Mitglied der Delegation zur 2. Sitzung des Menschenrechtsrates (MRR): EU Koordinierungstreffen und informellen Konsultationen zwischen UNO-Delegationen zu Resolutionsentwürfen und die zukünftigen Arbeitsmethoden des MRR, Berichterstattung, Evaluierung dieser Verhandlungen (Genf, Sep 2006)

Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Menschenrechtsabteilung

  • Mitglied der österreichischen Delegation zur 62. Sitzung der UNO-Menschenrechtskommission (MRK): Unterstützung bei den komplexen Verhandlungsprozessen betreffend die Übertragung der Agenden der bisherigen MRK an den neu zu errichtenden MRR (Genf, Mär-Apr 2006)
  • Mitglied der österr. Delegation zur 61. Sitzung der UNO-Menschenrechtskommission: Verhandlungen; Berichterstattung; Vertretung der österr. Position zu Resolutionen anderer Staaten; Lobbying für die von Österreich eingebrachten Resolutionen (Genf, Mär-Apr 2005)

UNO-Flüchtlingskommissariat (UNHCR), Legal/Protection Unit, Wien (Sep-Nov 2005)
Praktikantin (ehrenamtlich): Bearbeitung individueller Anfragen von Flüchtlingen; Analyse der im Rahmen des „Flughafenverfahrens“ eingebrachten Fälle; Vor-Evaluierung von Entscheidungen für ein Monitoring Projekt zwischen UNHCR und dem Bundesasylamt; Recherche relevanter aktueller nationaler und internationaler Rechtsprechung und österr. Gesetzgebung

Menschenrechtskammer für Bosnien- Herzegowina, Sarajevo (Aug 2001)
Praktikantin: Vorbereitung der Fälle, Ausarbeitung der Entscheidungsentwürfe

AUSBILDUNG

Juridicum, Wien (Sep 2007-Jun 2012)
Dissertation über “The European Union’s Safe Country Concepts versus the Principle of Non-Refoulement”
Titel: Dr.iur.

European Centre for Human Rights and Democratization, I-Venedig und NL-Maastricht (Sep 2003-Jun 2004)
European Master in Human Rights and Democratization
Titel: E.MA

Universität Panthéon-Assas, F-Paris (Sep 2001-Jun 2002)
ERASMUS-Studium

Universität Wien (Sep 1998-Mär 2003)
Studium der Rechtwissenschaften

Neusprachliches Gymnasium St. Ursula, Wien (1998)
Matura

SPRACHEN

Deutsch:Muttersprache
Englisch:fließend
Französisch:sehr gut
Russisch: Grundkenntnisse


Beantwortete Fragen

Liebe Frau Krisper,

1. Seit einigen Jahren erleben wir eine Erosion des menschenrechtlichen Kernbestandes. In Syrien werden nicht einmal mehr die grundlegendsten Normen des Humanitären Völkerrechts beachtet, laut IKRK Umfrage sehen mittlerweile fast 50% US Bürger Folter als legitimes Mittel zur Informationsgewinnung an, an unseren eigenen (EU) Grenzen kehren Staaten zur Todesstrafe zurück und Journalist zu sein ist sogar in Teilen Europas mittlerweile ein gefährlicherer Beruf als der des Soldaten. Sogar Länder wie UK überlegen lautstark, eventuell aus der EMRK auszutreten. Mir kommt es oft vor, dass sich gerade Menschenrechtsexperten nach dem vermeintlichen Sieg der liberalen Demokratie nach dem Zerfall des Ostblocks in ihre akademischen Elfenbeintürme zurückgezogen haben um über abstrakte theoretische Konzepte und Menschenrechte der 3. Generation philosophieren, anstatt sich Gedanken über die Durchsetzung und Sicherung der fundamentalsten aller Rechte zu machen? Wie stehen Sie dazu.

2. Wie sollte Ihrer Meinung nach die EU ihre Außenpolitik zur Türkei gestalten? Carrots and Sticks? Taugen Scheinbeitrittsperspektiven dazu wirklich? Sanktionen? Was ist die rote Linie? — Thomas Heinze
Liebe Stephanie,
Wie stehst du zur Arbeitszeitflexibilisierung? — Florian
Liebe Frau Krisper,

IHR Thema sind die Menschenrechte. Wie wir wissen, werden die Menschenrechte auch in Österreich seit 2015 mit Füssen getreten. Was haben Sie unternommen um dagegen vorzugehen? Welche Schritte wären noch denkbar - auch wenn sie eventuell schwer durchzusetzen wären?
Wie sehen Sie die Dublin 3 Verordnung? Wie sollten sich Österreich und die EU positionieren gegenüber der Fllüchtlingssituation in Ungarn, Griechenland und der Türkei? Wie sehen Sie die Abschiebung von Asylwerbern nach Kroatien? Wie sehen sie die Abschiebungen nach Afghanistan?
Danke für Ihre Antworten
Welchen Einfluss könnte NEOS bei all diesen Themen geltend machen? — Xandi
Liebe Steffi, ich kenne Dich als Expertin und auch als eine sehr innovativen und unkonvetionellen NEOS Mitstreiterin.
Welche Themen ausserhalb Deiner Kernkompetenz sind für Dich wichtig? Alles Gute! — Silvia Belalcazar
Beatles oder Rolling Stones? — Luke Lametta
Wirst du morgen mit NEOS auf der Regenbogenparade sein? (Wenn nein: Warum nicht?) — Dominik
Liebe Frau Kessler, was unterscheidet Sie in der Menschenrechtspolitik von Nikolaus Scherak, der bereits Nationalrat Erfahrung hat? — Reinhard
Christian Lindner hat in Deutschland gerade die Ehe für Alle zur Koalitionsbedingung gemacht. Wie stehst du a) zur Ehe für Alle und b) dazu, sie zur Koalitionsbedingung zu machen? — Fanni Gaismayer