Henrike Brandstötter

Bunt ist besser!

Henrike Brandstötter

Bunt ist besser!

Plus Pluralismus

Wer sich ein Problem zu Herzen nimmt, wer den Impuls verspürt, aufzustehen und sich mit anderen Menschen zusammenzutun, wer dabei Leidenschaft spürt und Reaktionen weckt – der macht Politik.
Idealerweise trifft man dabei auf Gleichgesinnte und startet gemeinsam ein Projekt, ringt um Mehrheiten für seine Ideen und versucht, seine Vorstellungen umzusetzen.

Wichtig ist dabei jedoch, sich nicht selbst zu genügen und Diversität und Pluralismus nicht als eine lästige Angelegenheit zu betrachten, denn: Gremien und Gruppen, die sehr homogen besetzt sind, treffen nicht die besten Entscheidungen. Bestimmte Lebensrealitäten werden nicht berücksichtigt – und man ist sich ab und an auch zu schnell einig.

Wie aber schaffen wir es, dass sich möglichst viele Bevölkerungsgruppen angemessen von uns vertreten fühlen? Was können wir tun, um bunter und diverser zu werden?

Liberales Lebensgefühl

Uns ist schon sehr viel gelungen und wir können stolz sein, auf das, was wir alle gemeinsam erreicht haben. Sogar, wenn wir bei einem Projekt scheitern, eine Wahl nicht jenen Ausgang nimmt, den wir uns so sehr erhofft hatten und für den wir gelaufen sind, kommen wir mit Haltung aus einer unangenehmen Situation heraus. Wir sind gereift und sind auf einem sehr guten Weg, die Umfragen bestätigen das.

Aber Hand auf unsere liberalen Herzen: Wir werden hier auf der Stelle treten, wenn es uns nicht gelingt, für mehr Menschen attraktiver zu werden.

Liberalismus ergibt ohne Feminismus keinen Sinn

NEOS soll für Menschen jeder Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung attraktiv sein. Allen voran müssen wir für die Hälfte der Gesellschaft attraktiver werden – als Wählerinnen, Kandidatinnen und Aktivistinnen. Ich weiß sehr genau, wie viel persönlichen Einsatz es braucht, um Frauen für ein politisches Amt zu begeistern. Kein Wunder: Wer den Großteil an unbezahlter Care-Arbeit leistet, überlegt sich sehr genau, ob sie (oder er) sich noch ein politisches Mandat aufhalst. Und tradierte Rollenmuster lassen sich auch nicht mit einem Fingerschnips wegzaubern.

Wir haben immer für uns in Anspruch genommen, Dinge anders anzupacken, frischer, wertschätzender und offener. Diesen Zugang müssen wir aufpolieren und uns gemeinsam ins Zeug hauen, damit wir nicht jedes Mal aufs Neue wenige Wochen vor Listenerstellungen erschreckt aufwachen und uns fragen: Woher bekommen wir auf die Schnelle talentierte Frauen?

Wirtschaft will uns

Pluralismus und Diversität sind natürlich nicht nur eine Geschlechterfrage, weshalb ich mich auch um die kleinen Unternehmen kümmere, allen voran um EPUs und Kleinstunternehmen mit bis zu 6 Mitarbeiter_innen. Sie machen 86 Prozent aller Unternehmen in Österreich aus, sind so divers wie unsere Gesellschaft.

Ich besuche Totengräber und Hebammen, treffe Blumenhändler und Sexarbeiterinnen, begleite Marktfahrer, schaue der Buchhändlerin über die Schulter und dem Zahntechniker auf die Finger. Als Liberale kämpfen wir dafür, dass jede und jeder seine persönlichen Ziele aus eigener Kraft erreicht.

Die Pandemie hat gezeigt, wie rasch gerade die Kleinsten unverschuldet unter die Räder geraten – und wie wenig Ahnung WKO und Regierung vom Alltag der Kleinstunternehmer_innen haben. Die Unternehmer_innen brauchen uns deshalb umso mehr.

EPUs, EV, Etc?

Mein Anliegen ist, dass wir NEOS bunter und diverser werden, uns breiter aufstellen.
Über die Hälfte aller gewerblichen Unternehmen in Österreich sind EPU.
Die Kleinunternehmer_innen sollen eine Heimat bei uns finden.
Über die Hälfte der Gesellschaft in Österreich ist weiblich.
NEOS soll für sie attraktiv sein.

Dafür braucht es Verankerung in einem strategischen Gremium und einen klaren Auftrag.
Den Auftrag möchte ich mir holen, für den Platz im Erweiterten Vorstand bitte ich um deine Stimme.


Lebenslauf

Ich bin Politikerin und Autorin.

Hier findest du mehr über mich: Wikipedia

Hier gehts zu meinem Podcast.

Viele Texte gibt es auf meinem Blog.


Beantwortete Fragen

Servus Henrike!

2014 war die Sache offenbar noch klar:
"Allerdings gibt es noch eine Partei, die sich gegen Quoten ausspricht. Für die Neos, die mit Beate Meinl-Reisinger an der Spitze in die Wien-Wahl gehen, sind Quoten mit einer liberalen Partei unvereinbar. (...)" - Quelle: https://www.diepresse.com/4624579/gleichberechtigung-eine-wien-wahl-mit-frauenquote

2021 gab es parteiintern eine intensiv geführte Diskussion, ob die freie Mitglieder-(Vor-)Wahl im Rahmen der Wahllistenerstellung dahingehend einzuschränken sei, dass jedes Mitglied bei der Abgabe der Stimme/Punktevergabe für ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter zu sorgen hat, damit die Stimmenabgabe auch gültig ist.

Meine Frage: Befürwortest du Quoten-Vorschriften bei internen Vorwahlen?


P.S.: Diese Frage stelle ich allen Kandidaten - unabhängig davon ob ich ihre Antwort bereits zu wissen glaube oder nicht, sodass jeder die Möglichkeit hat hierzu Stellung zu beziehen. :) — Markus F.
Servus Henrike!

Die "Asyl- bzw. illeg. Migration"-Thematik ist spätestens seit 2015 ein Thema das viele im Land aber auch in der Partei bewegt. Aus diesem Grund würde ich diese Frage auch hier gerne beantwortet wissen, da der EV auch entsprechenden Einfluss auf künftige Wahllisten bzw. Kandidatenauswahl haben wird.

2017 wurde seitens M. Strolz der Vorschlag gemacht, dass Menschen die im Mittelmeer gerettet werden in Aufnahmelager nach Nordafrika gebracht werden sollen. Quelle: https://www.diepresse.com/5257697/strolz-eu-soll-land-in-afrika-pachten

2021 scheint diese Idee in Österreich bzw. bei NEOS eher in Vergessenheit geraten zu sein. In Dänemark dürfte dieser Vorschlag hingegen auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Neben diesem einzelnen Vorschlag scheint die dänische Regierung in Asylfragen generell neue Wege beschreiten zu wollen.

Da das Thema äußerst komplex und vielschichtig ist, möchte ich die sie anhand des Beispiels Dänemark stellen:
"Wenn du dich mit dem neuen Kurs der akt. dänischen sozialdemokratischen Regierung in Sachen Asylwesen auseinandersetzt: Was ist deine Meinung zu den in letzter Zeit präsentierten Plänen der dänischen Regierung?" — Markus F.
Servus Henrike!

Das ist meine dritte und voraussichtlich letzte Frage an die Kandidaten dieser Wahl:

Wenn du an die Zukunft von NEOS denkst, wo/wie sollte sich NEOS am besten positionieren und welche Rolle soll ihr in der österreichischen Parteienlandschaft zukommen?

Vielen Dank und lieben Gruß! — Markus F.
8% aller Österreicher leben im Ausland, aber es gibt keinen einzigen Auslandsösterreicher-Abgeordneten. Deswegen fordert NEOS einen Wahlkreis für Auslandsösterreicher. Um Kandidaten und Wähler zu mobilisieren, damit die Stimme von Auslandsösterreichern gleich viel Wert ist wie von allen anderen, und um unser Ziel von "Auslandsösterreicher ins Parlament" zu erreichen, schlagen wir eine "symbolische" Landesliste für NEOS X vor. Unterstützt du den Vorschlag? Wenn nein, wie sollen wir Auslandsösterreicher sonst ins Parlament bringen? — Martin Wallner (NEOS X Landessprecher)
Liebe Henrike

immer wieder kommt die Kritik, dass viele nur für den EV kandideren um sich selbst Punkte zu geben in der zweiten Stufe bei der Vorwahl. Deshalb meine Frage: Möchest du auf einen wählbaren Listenplatz bei der nächsten Nationalratswahl kandidieren und kannst du versprechen dich nicht selbst zu wählen?

Lg Flo — Florian