Georg Brenner

Ich habe noch keinen Menschen getroffen, von dem ich nicht etwas hätte lernen können.

Georg Brenner

Ich habe noch keinen Menschen getroffen, von dem ich nicht etwas hätte lernen können.

Politik braucht mehr Ingenieure! Die Zukunft steckt voller Herausforderungen, und die wenigsten davon können die Nationalstaaten im Alleingang lösen. Für mich liegen diese vor allem in den Bereichen Umweltschutz und Digitalisierung, und sie erfordern ganzheitliche Lösungen, die alle Aspekte berücksichtigen.

96.000.000 Barrel Öl pro Tag verbrauchen wir aktuell. Wir zerstören damit unser Klima, belasten unsere Atemluft, finanzieren Terror, Diktatoren und Kriege, die uns dann auch noch die nächsten Flüchtlingswellen bescheren. Nebenbei belastet der Konsum unsere Außenhandelsbilanz. Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht alles in unserer Macht stehende tun sollten, uns möglichst von dieser endlichen Energiequelle unabhängig zu machen.

Tausende Jobs werden in den nächsten Jahren von der Digitalisierung betroffen sein. Von der Person an der Kassa im Supermarkt über BuslenkerInnen, LokführerInnen und TaxifahrerInnen - es ist kaum absehbar welche Umwälzungen uns hier bald erwarten. Kaum jemand wird mehr einen Job bekommen, den er von Arbeitsantritt bis Pension durchgehend macht ohne sich wesentlich zu verändern. Wir brauchen ein Gesellschaftsmodell, das diesen Trends Rechnung trägt, das Arbeitslosigkeit nicht mehr als Stigma ansieht, sondern als einen normalen Teil der Lebenserfahrung, und durch einen viel stärkeren Fokus auf lebenslange Weiterbildung hilft sich laufend anzupassen.

42 % fiel der Preis für eine kWh an Speicherkapazität in modernen Akkumulatoren alleine in den letzten 3 Jahren. Dieser Trend gibt uns die Möglichkeit viele der oben gelisteten Probleme zu reduzieren, nicht nur im Bereich der Mobilität sondern auch für Energiemanagement und -produktion. Es verbessert sich damit die Nutzbarkeit und Effizienz von erneuerbaren Energien und die Verteilung zwischen Basisstrom und Spitzenstrom kann optimiert werden. Die Politik muss nach Möglichkeit dazu beitragen die Forschung voranzutreiben und die Etablierung dieser Verbesserungen auch in der Praxis umzusetzen.

4% der Säugetiere auf diesem Planeten leben heute noch wild. Der Rest sind wir (36 %) und unsere "Haustiere" (60%) - primär Schweine und Rinder. Europa importiert jährlich mehrere Millionen Tonnen an größtenteils gentechnisch manipuliertem Soya, um diese zu füttern, wofür große Flächen an Regenwald abgeholzt werden. Wir müssen Mittel und Wege finden, die Massentierhaltung zurückzudrängen, und zu einer nachhaltigeren Methodik der Nahrungsmittelproduktion zu gelangen.



Lebenslauf

Geboren 1982 in eine größtenteils bäuerliche Familie
1996 bis 2001 HAK Tulln: Matura
ab 2002 FH Tulln: Dipl. Ing. (FH) Biotechnische Verfahren
ab 2006 BOKU: Ressourcenmanagement, Wasserwirtschaftspolitik, Energiewirtschaft, ...
2008 University of Arizona: Europäische Finanzwirtschaft, Politk im nahen und mittleren Osten, ...
ab 2010 TÜV Austria: Unternehmensberatung
seit 2014 Wiener Linien: Datenbanken, Projektmanagement, Statistik

Zahlenmensch, Europäer, chronischer "Overthinker", Gutmensch! (Mitgefühl ist keine Schwäche oder Naivität), Pragmatiker.


Beantwortete Fragen

Lieber Georg, mir hat deine Präsentation am Samstag sehr gut gefallen und ich hab es schade gefunden, dass ich dich noch gar nicht kannte. Wärst du bereit, an der Europapolitik der NEOS auch mal inhaltlich was mitzuarbeiten, was in deinen Fachbereich fällt, auch im Fall, dass es sich für einen guten Listenplatz diesmal nicht ausgeht? — Teresa R.
Wo Menschen zusammenarbeiten, miteinander etwas bewirken wollen, da gibt es immer auch Konflikte. Diese sind weder gut noch schlecht. Es kommt vielmehr darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Ob es gelingt, sie in positive Energie zu übersetzen. Mitunter lassen sich Konflikte aber auch nicht lösen. Daher meine Frage: Im Falle eines unüberbrückbaren internen Konflikts, würdest du als „wilder Abgeordneter“ weitermachen, oder das Mandat zurücklegen und dem oder der nächsten auf der Liste die Aufgabe übergeben? — Michael Schiebel
Stichwort "gemeinsame Verteidigungspolitik" bzw. EU-Armee.
In Zusammenhang mit dieser zukunftsträchtigen Idee, folgende Frage:

Hältst du in Zukunft, unter dem Gesichtspunkt einer stärkeren gemeinsamen EU-Außen- und -Verteidigungspolitik, eine EU-Mitgliedschaft mit einer gleichzeitigen NATO-Mitgliedschaft noch für vereinbar?

Besteht hierbei z.B. nicht das Risiko, dass eine mögliche EU-Armee (bspw. aufgrund von NATO-Interessen) instrumentalisiert werden könnte und sich eines Tages österreichische Soldaten in Konflikten außerhalb europäischen Bodens wiederfinden, die eher einer militärischen Interventions/Angriffs- als einer tatsächlichen Verteidigungsoperation entsprechen?

Zweite Frage:
Wie bewertest du den Ukraine-Russland-Konflikt, vor allem in der Frage um die Krim, und wie sollte sich die EU in diesem Konflikt gegenüber Russland und der Ukraine verhalten? — Markus
Bitte kurze Stellungnahme zu vier Themen: Stellenwert von Tierschutz; Ausgabe von Eurobonds eines gemeinschaftlichen Emittenten; eigene Steuer für EU (zB Finanztransaktionssteuer); wichtigste Maßnahme der EU zum Klimaschutz — Anton Fink