Julia Reichenhauser

Mehr Europa für alle!

Julia Reichenhauser

Mehr Europa für alle!

Ich kam als Europäerin zur Welt, 1996. Dass ich mir selbst aussuchen kann, wo ich leben und arbeiten möchte, ist für mich selbstverständlich. Für meine Großelterngeneration ist die EU ein undurchsichtiges Konstrukt, für mich und meine Generation unsere Heimat. In meiner Altersgruppe beginnt sich eine kollektive europäische Identität zu bilden, und das nicht zuletzt durch das ERASMUS-Programm.

Ich selbst konnte mir ein Auslandssemester leider nicht leisten, und vielen anderen Menschen geht es genauso. Mein Lösungsvorschlag: Das deutsche Bafög-Modell auf die europäische Ebene zu heben. So könnten alle europäischen Studierenden, die es brauchen, auf einen Bildungskredit für das Auslandssemester zurückgreifen und ihn nach dem Studium wieder zurückzahlen. Mit diesem Modell wäre gewährleistet, dass die europäische Identität sich in allen finanziellen Schichten bilden kann und unser Europa, unsere Heimat, dadurch ein starkes Fundament bekommt. Ich möchte gerne meinen Beitrag dazu leisten und kandidiere, um diese Idee ins europäische Parlament zu tragen.



Lebenslauf

NEOS
seit Oktober 2018 Mitglied des Landesvorstands der JUNOS Steiermark
seit November 2018 Mitglied des steirischen Landesteams

Ausbildung
seit September 2018 FH Campus Wien, Studium Public Management (Politik/Verwaltung) berufsbegleitend
2015 - 2017 Universität Graz, Studium Molekularbiologie, derzeit auf Eis gelegt
2010 - 2015 HAK Klagenfurt, Schwerpunkt Controlling, Wirtschaft & Steuern

Beruf
2017 - 2018 Verkäuferin Herrenmode, Dressmann XL Seiersberg
2015 - 2017 Projektmitarbeiterin im Labor, Universität Graz, Zentrum für molekulare Biowissenschaften, AG für Alterung und Zelltod
2014 - 2015 Buchhalterin, Köstenbauer Steuerberatung GmbH Klagenfurt


Beantwortete Fragen

Wo Menschen zusammenarbeiten, miteinander etwas bewirken wollen, da gibt es immer auch Konflikte. Diese sind weder gut noch schlecht. Es kommt vielmehr darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Ob es gelingt, sie in positive Energie zu übersetzen. Mitunter lassen sich Konflikte aber auch nicht lösen. Daher meine Frage: Im Falle eines unüberbrückbaren internen Konflikts, würdest du als „wilde Abgeordnete“ weitermachen, oder das Mandat zurücklegen und dem oder der nächsten auf der Liste die Aufgabe übergeben? — Michael Schiebel
Stichwort "gemeinsame Verteidigungspolitik" bzw. EU-Armee.
In Zusammenhang mit dieser zukunftsträchtigen Idee, folgende Frage:

Hältst du in Zukunft, unter dem Gesichtspunkt einer stärkeren gemeinsamen EU-Außen- und -Verteidigungspolitik, eine EU-Mitgliedschaft mit einer gleichzeitigen NATO-Mitgliedschaft noch für vereinbar?

Besteht hierbei z.B. nicht das Risiko, dass eine mögliche EU-Armee (bspw. aufgrund von NATO-Interessen) instrumentalisiert werden könnte und sich eines Tages österreichische Soldaten in Konflikten außerhalb europäischen Bodens wiederfinden, die eher einer militärischen Interventions/Angriffs- als einer tatsächlichen Verteidigungsoperation entsprechen?

Zweite Frage:
Wie bewertest du den Ukraine-Russland-Konflikt, vor allem in der Frage um die Krim, und wie sollte sich die EU in diesem Konflikt gegenüber Russland und der Ukraine verhalten? — Markus