Klaus Kitzmüller

Europa ist die Zukunft, jede andere Politik Vergangenheit (Roland Dumas)

Klaus Kitzmüller

Europa ist die Zukunft, jede andere Politik Vergangenheit (Roland Dumas)

Wer ist das?

Ich bin Klaus Kitzmüller, 58 Jahre alt, seit mehr als 25 Jahren Auslandsösterreicher mit Hauptwohnsitz in Bayern, und leite als geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter eine Kommunikationsagentur sowie als Geschäftsführer auch ein Joint Venture dieser Agentur in München. Sowohl privat als auch beruflich verbindet mich bis heute sehr viel mit meiner österreichischen und steirischen Heimat. Ich verbringe deshalb einen guten Teil meiner privaten Zeit in Wien oder im oberen Ennstal und bin beruflich auch in vielen touristischen Destinationen Österreichs unterwegs. Meine Frau Elke stammt, so wie ich, aus der Obersteiermark und meine beiden Töchter leben heute in Wien.

Warum (erst) jetzt?

Ich habe mich recht bewusst lange Zeit jeder politischen Betätigung enthalten und wäre bis vor Kurzem nicht im Geringsten auf die Idee gekommen, einer Partei beizutreten, egal welcher Couleur.
Aber spätestens seit eine AfD mit teils zweistelligen Prozentzahlen in deutschen Parlamenten sitzt und eine FPÖ wieder Teil der österreichischen Regierung ist, ist meine persönliche Toleranzschwelle aus vielerlei Gründen überschritten und – wahrscheinlich noch wichtiger – mein Bequemlichkeits- und Verharrungsbedarf irrelevant geworden.

Deshalb habe ich mir fast ein Jahr lang sehr gründlich überlegt, wie und wo ich meine Energie, meine Fähigkeiten und meine Erfahrungen politisch einbringen kann. Denn summa summarum verfügt die Politik aus meiner Sicht schlicht und einfach über den größten Hebel, um gesellschaftliche Ideen und Überzeugungen umzusetzen. Und genau das möchte ich ab 2019 tun.

Warum NEOS, warum in Österreich?

Nachdem ich auch nach 25 Jahren als braver Steuerzahler in Deutschland nicht wahlberechtigt bin, habe ich mich politisch immer primär als Österreicher gefühlt und selbstverständlich bei jeder österreichischen Wahl auch gewählt. Deshalb habe ich stets recht aufmerksam die Entwicklungen in meinem Heimatsland verfolgt.
Zu diesen gehörte natürlich auch die neue liberale Bewegung der NEOS. Spätestens seit ich mich intensiver mit den Positionen und Programmen von NEOS beschäftigt hatte, wurde mir schnell klar, dass es in Österreich heute keine politische Kraft gibt, mit der ich mich auch nur annähernd ähnlich identifizieren kann. Gespräche mit leitenden NEOS-Mandatsträgern haben diesen Eindruck massiv bestärkt.

Überzeugungen

Ich denke, dass alle Kandidaten/innen auf dieser Plattform präsent sind, weil sie die Grundsätze von NEOS uneingeschränkt unterstützen. Deshalb halte ich es für Platzverschwendung, diese für mich hier noch einmal zu unterstreichen oder breiter auszuformulieren.
Nur soviel: Freiheit, Menschenwürde und Nachhaltigkeit – dafür will ich eintreten. Es subsummiert alles, was mir für unsere und unserer Kinder Zukunft wesentlich erscheint. Und genau das ist für mich auch der Nukleus jener zeitgemäßen Definition einer politischen Kraft der Mitte, für die NEOS aus meiner Sicht steht.

Warum die EU?

Weil ich absolut überzeugter Europäer bin. Genauso wie ich überzeugter Österreicher und Steirer bin.
Und weil ich als Unternehmer und Dienstleister seit mehr als 20 Jahren permanent paneuropäisch tätig bin – vor allem auch im Rahmen des weltweit agierenden Networks unabhängiger, inhabergeführter Kommunikationsagenturen ICOM und dessen europäischer Unit.
In diesem Umfeld kooperieren wir regelmäßig mit Partnern und Kunden in vielen EU-Ländern, nehmen an EU-Ausschreibungen teil (was ab und an auch tiefe Einblicke in manche Abgründe der Institution EU verschafft) und pflegen einen sehr guten und befruchtenden Erfahrungsaustausch. Ein Dialog, der mir auch immer wieder zeigt, wie ähnlich sich heute die Aufgabenstellungen, Herausforderungen und Probleme für kleine und mittelständische Unternehmen gestalten.

Egal aus welcher Sicht ich es betrachte – wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch: Ich sehe keine Alternative zu einem fundamentalen Zusammenhalt der europäischen Staaten. Was weder bedeutet, nationale oder vor allem auch regionale Identitäten preiszugeben, noch Verantwortung abzuschieben. Aber die Entwicklung dieser Welt, einschließlich der umfassenden, ebenso heftig diskutierten wie unumkehrbaren Globalisierung, hat schon längst Fakten geschaffen, die auch die besten Rhetoriker unter den europäischen Populisten nicht wegreden können.

Warum ausgerechnet ich?

Ich bin mir sicher, dass NEOS auch innerhalb der gewachsenen Organisation hervorragende Kandidaten für diese Wahl besitzt. Und ich sehe auch Vorteile, wenn ein Großteil dieses Teams aus jungen und zum Teil schon politisch erfahrenen Kollegen/innen besteht.
Was ich dem hinzufügen kann, ist zum einen meine langjährige, wirtschaftliche Erfahrung und gelebte europäische und internationale Kooperation. Ich denke auch, mit gutem Gewissen sagen zu können, dass ich mich auf internationalem Parkett bestens zu bewegen weiß.
Zum anderen denke ich, dass es ein starkes Zeichen und ganz im Sinn und Stil von NEOS wäre, ganz bewusst auch Auslandsösterreicher/innen für die EU-Wahl zu nominieren. Stichwort 10. Bundesland. Nicht zuletzt sehe ich ein sehr großes, noch wenig ausgeschöpftes Stimmenpotenzial für NEOS in der Generation 50+. Was nicht nur, aber auch dafür spricht, das Alters- und Erfahrungsspektrum einer Kandidatenliste nicht allzu eng zu definieren.

Meine klaren Themenschwerpunkte aus einem Mix aus beruflichem Background und privater Überzeugung liegen in den Bereichen Umwelt und Klimaschutz sowie Medienpolitik und Digitalisierung. Und mein ganz besonderes Anliegen ist ein uneingeschränktes Wahlrecht für alle EU-Bürger/innen, die mehr als zehn Jahre durchgehend in anderen EU-Ländern leben und Steuern zahlen. Was übrigens auch auf ca. 250.000 Österreicher/innen zutrifft!

Besonders wichtig ist es mir, die österreichische Bevölkerung in Zukunft viel mehr, viel besser, transparenter, verständlicher und ehrlicher über die Prozesse, Inhalte und vor allem auch die großen Vorteile und den großen Reformbedarf des Megaprojekts EU zu informieren. Und ebenso über die realistischen Folgen eines Scheiterns desselben. Nur so kann es langfristig gelingen, breite Übereinstimmung zu generieren, was die grundsätzliche Unverzichtbarkeit dieser Institution für die Zukunft von uns allen betrifft.

Und wie?

Engagiert und fokussiert, aber auch mit einer gewissen Gelassenheit und Unaufgeregtheit – so würde ich ein politisches Mandat angehen wollen. Immer im Bewusstsein, dass dies nicht immer und überall umzusetzen sein wird. Aber es ist mir sehr wichtig, eine Sprache zu wählen und zu pflegen, die der Verantwortung einer solchen Position gerecht wird. Was auch bedeutet, dass man sich im Inland wie im Ausland gerade als Mandatsträger/in von NEOS darum bemühen sollte, sprachlich aufmerksam zu agieren, und sich nicht von der schieren Lautstärke und sprachlichen Plattheit oder Aggressivität politischer Wettbewerber/innen einfangen zu lassen.

Und jetzt noch einmal sehr persönlich:

Ich will in dieser Funktion mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln für ein maximal starkes, freies, weltoffenes und der Zukunft verpflichtetes Europa kämpfen, das seine großen Chancen zu nützen weiß. Chancen, die nur dann realisiert werden können, wenn es permanente Kooperation, große Geschlossenheit nach außen, fairen Wettbewerb und vor allem absoluten Vorrang für den Erhalt unserer Umwelt, unseres Kontinents und Planeten gibt.
Und vor allem auch nur dann, wenn wir der nationalen Festungsmentalität der Rechtspopulisten/innen dieses Kontinents langfristig erfolgreich begegnen!

Ergänzung:

Wer noch etwas mehr von mir wissen oder besser gesagt hören möchte, zu Ansichten, Meinungen und Einstellungen, was diese Wahl und das Thema EU betrifft, der kommt mit dem nachfolgenden Link ab 11.01.19 direkt auf meine Miniwebsite mit einem persönlichen Audiobeitrag im Podcast-Stil:

kitzmueller.eu



Lebenslauf

Klaus Kitzmüller,
geboren 06.11.1960, Leoben

1978 Matura am BG Stainach, Steiermark
1984
Promotion zum Dr.Phil. an der Universität Salzburg in Kommunikations- und Politikwissenschaften
1984/1985 _ Postgraduate-Studium an der school of journalism, University of Oregon, Eugene, USA (Fulbright-Stipendium)

03/1986 - 12/1987: Account Executive McCann Erickson Werbeagentur, Wien
01/1988 - 06/1988: Product Manager
Colgate-Palmolive, Wien
10/1988 - 04/1990: Etatdirektor SPORTIVE Communications Group, München
05/1990 - 06/1991: Client service director
GGK Werbeagentur, Salzburg
07/1991 - 12/1992: Strategische Kommunikationsberatung selbstständig, Wien, Salzburg
01/1993 - 12/2005: Geschäftsführender Gesellschafter
SPORTIVE Communications Group, München
01/2006 - heute: Geschäftsführender Gesellschafter move communications, München
04/2017 - heute: Geschäftsführer
RADIO TOURISM, München

Weitere Engagements:

1981-1983 Werbereferent des österreichischen Skilehrerverbandes

1985-1987 _ Kooperative Gründung und Leitung des VFNTÖ (Verein zur Förderung neuer Tourismusangebote in Österreich) – v.a. Pionierarbeit in der touristischen Inszenierung des Wintersports.

2000-2018: Diverse Internetprojekte als Mitgründer, Berater oder Shareholder, u.a.

Smart Regards, Wien
IRIS 32, Zürich
CAST 32, Zürich/Wien
ROOMBONUS, Wien


Beantwortete Fragen

Wo Menschen zusammenarbeiten, miteinander etwas bewirken wollen, da gibt es immer auch Konflikte. Diese sind weder gut noch schlecht. Es kommt vielmehr darauf an, wie man mit ihnen umgeht. Ob es gelingt, sie in positive Energie zu übersetzen. Mitunter lassen sich Konflikte aber auch nicht lösen. Daher meine Frage: Im Falle eines unüberbrückbaren internen Konflikts, würdest du als „wilder Abgeordneter“ weitermachen, oder das Mandat zurücklegen und dem oder der nächsten auf der Liste die Aufgabe übergeben? — Michael Schiebel
Wie stehst Du zu einem innereuropäischen Steuerwettbewerb der Länder und wie sollten aus Deiner Sicht die Grundlagen eines "europäischen" Steuersystems aussehen — Herr Alexander Gregor
Stichwort "gemeinsame Verteidigungspolitik" bzw. EU-Armee.
In Zusammenhang mit dieser zukunftsträchtigen Idee, folgende Frage:

Hältst du in Zukunft, unter dem Gesichtspunkt einer stärkeren gemeinsamen EU-Außen- und -Verteidigungspolitik, eine EU-Mitgliedschaft mit einer gleichzeitigen NATO-Mitgliedschaft noch für vereinbar?

Besteht hierbei z.B. nicht das Risiko, dass eine mögliche EU-Armee (bspw. aufgrund von NATO-Interessen) instrumentalisiert werden könnte und sich eines Tages österreichische Soldaten in Konflikten außerhalb europäischen Bodens wiederfinden, die eher einer militärischen Interventions/Angriffs- als einer tatsächlichen Verteidigungsoperation entsprechen?

Zweite Frage:
Wie bewertest du den Ukraine-Russland-Konflikt, vor allem in der Frage um die Krim, und wie sollte sich die EU in diesem Konflikt gegenüber Russland und der Ukraine verhalten? — Markus