Thomas Enenkel

Alles Wird Gut! #AWG

Thomas Enenkel

Alles Wird Gut! #AWG

Es reicht! Es reicht uns mit dieser Union, die nicht einmal eine Migrationskrise lösen kann. Es reicht uns mit dieser Union, in der jeder die Schuld auf den anderen schiebt. Es reicht uns mit dieser Union, die offensichtlich mit der aktuellen Situation überfordert ist.

Es herrscht eine Verzweiflung in der Union. Die EU war nicht in der Lage, schnell und angemessen auf die Flüchtlingskrise zu reagieren. Es ist die erste große Probe der EU, denn vorher war sie geprägt von Erweiterungen und Wachstum. Jetzt zeigt sich das erste mal, ob sie in der Lage ist, eine kontinentale Herausforderung zu meister.

Viele stellen unser Projekt infrage. Brauchen wir überhaupt eine Union? Und wenn ja, wofür? Wir könnten die gesamte EU und alle zugehörigen Verträge und Institutionen abschaffen; oder einfach nur eine Freihandelszone schaffen.

Ich möchte dem eine These entgegenstellen: Die EU ist der Ort, an dem wir uns ausmachen, wie wir in Europa miteinander leben. Und so einen Ort wird es immer geben!

Also schaffen wir sie ab? Nein, denn wir haben schon viel gemeinsam aufgebaut und wenn wir ganz von vorne beginnen machen wir einfach eine ganze Reihe Fehler von vorne. Würden wir die EU zurückbauen, würden wir nur die Augen vor der Tatsache verschließen, dass unsere Schicksale untrennbar miteinander verbunden sind. Wir müssten uns immer noch mit unseren europäischen Nachbar_innen und unserem gemeinsamen Platz in der Welt auseinandersetzen.

Deshalb bin ich nicht bereit, die EU durch kleingeistige Egozentriker zerstören zu lassen! Und das ist auch nicht im Sinn unserer Geschichte unserer Kultur. Europa ist die Wiege der Menschenrechte. Die EU war immer ein Friedensprojekt. Als dieses müssen wir es weiterführen, GERADE in Zeiten, in denen es so ernsthaft bedroht wird.

Die Frage ist also nicht, ob wir eine EU haben wollen, sondern welche EU wir haben wollen?

Gemeinsame Wirtschafts, Sozial-, Sicherheits-, Umwelt- und Außenpolitik… das ist das bohren harter Bretter. Ja selbstverständlich! Wo 500 Mio Menschen zusammen leben, sind die Bretter besonders dick.

Um diese Probleme zu bewältigen, brauchen wir ein klares Verständnis darüber, wie wir diesen Ort gemeinsam gestalten wollen. Für mich ist klar: Die EU muss ein Ort des Dialogs und des kulturellen Austausches sein. Nicht nur in den Parlamenten, Regierungen, Kommissionen. Denn die können im besten Fall immer nur ein Spiegel der Gesellschaft sein. WIR sind die Europäische Union. Wir sind die, die diese Union bauen. Jede_r von uns muss sich dazu bekennen, einen konstruktiven Beitrag zu leisten.

Wir brauchen kein sudern und Verantwortung abschieben! Wir brauchen Menschen die anpacken! Die Geschichte schreibt sich nicht von selbst. Wir brauchen echte Held_innen, die hervortreten und bereit sind, diese Geschichte zu schreiben.

Die EU wird bedroht. Aber wir und die Welt brauchen ein starkes Europa. Und ein starkes Europa braucht eine starke EU. Bauen wir weiter an dieser unseren Union!



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