Andreas Elentner

Bildung ist die Basis. Und Politik muß den Rahmen schaffen, daß JEDE/R in Österreich gut leben kann

Andreas Elentner

Bundesland: Tirol
Kandidiert für: Weiterer Listenplatz
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    14.06.2019

Andreas Elentner

Bildung ist die Basis. Und Politik muß den Rahmen schaffen, daß JEDE/R in Österreich gut leben kann

Ich möchte zur Stärkung der NEOS beitragen und gemeinsam den Weg eines neuen Stils gehen. Ich identifiziere mich völlig mit deren Grundwerten und Grundsätzen und ich möchte dazu beitragen, daß notwendige Veränderungen so rasch als möglich in die Wege geleitet werden. Es ist in vielen Bereichen bereits fünf vor zwölf.
Ende von Klientelpolitik und Klassenkampf. Möchte auch keinen Wahlkampf, sondern Wahlwerbung betreiben. Unterschiedliche Ansichten müssen aufhören sich zu bekämpfen, sondern in respektvollen Dialog treten.

Wofür ich stehe und mich im NR und Parlamentsklub besonders stark einsetzten möchte:

Als zentral für mich hervorheben möchte ich: Umfassender Umweltschutz. Aufzeigen, daß umfassender Natur- und Umweltschutz mit prosperierender Wirtschaft Hand in Hand gehen kann. Wir haben keine andere Wahl!
Ich wünsche mir, daß NEOS Pläne zum Naturschutz zu einem Staatsziel erhoben werden.

Dringlich sehe ich an:
Raumordnungskompetenz von den Gemeinden an die Länder übertragen, mit Vorgaben vom Bund (Flächenfraß und Lebensraumfragmentierung stoppen).
Flächendeckender öffentlicher Verkehr bis zur letzten Meile. Konzepte dafür liegen seit mehr als 20 Jahren auf dem Tisch. Danach Ende der Förderung von Individualverkehr ( zb. Ersatz der Pendlerpauschale durch Absetzbarkeit von Zeitkarten). Echtes Roadpricing über Besteuerung von Treibstoff, denn es ist egal ob die Emissionen auf einer Autobahn oder einem Feldweg entstehen (dafür keine Vignette, KFZSt und Nova).
Biotopverbund. Erhalt von Artenvielfalt auch in vom Mensch stark genutzen Lebensräumen.
Der Naturschutz schafft zur Zeit Inseln die zunehmend isoliert sind und aus denen der Mensch zunehmend ausgesperrt wird.
Pfandsystem auf alle Getränkegebinde. Stopp für Müllexporte in Länder der 3. und 2. Welt.

Landwirtschaft:
Es ist widerlegt, daß mechanisierte, chemische Großlandwirtschaft die einzige Möglichkeit zur Versorgungssicherheit ist. Wir brauchen:
Erhalt und Wiederherstellung von natürlicher Bodenfruchtbarkeit.
Förderung kleinstrukturierter, lokaler, rein biologischer Produktionen.

Steuerreform:
Faktor Arbeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer entlasten, dafür muß Ressourcenverbrauch (Rohstoffe, Boden) und Emission besteuert werden.

Integration:
Ist besonder bei Kindern wichtig und am leichtesten erreichbar. Sprachprobleme dürfen nicht den Lernfortschritt einer ganzen Klasse beeinträchtigen können.

Bildung und Gesellschaft:
Soll Eigen- und Selbständigkeit, Kreativität und Herzensbildung fördern, sowie mehr Fokus auf Stärken anstatt Schwächen legen. Kreativität ist unsere Stärke gegenüber Asien und braucht Freiräume zur Entfaltung.
Eine Gesellschaft in der jeder eingeladen ist seine individuellen Fähigkeiten einzubringen, kann am besten florieren, Probleme lösen und im globalen Wettbewerb bestehen.

Es braucht Expertisen aus der Bevölkerung. Die Zivilgesellschaft leistet riesiges. Politik soll diese anhören. So war zb. die Beschaffung der Talent Nahverkehrsflotte durch die ÖBB ein 500 Millionen Euro Grab! Das hätte verhindert werden können, wenn es im Beschaffungsprozeß ein Bürgerbeteiligungsverfahren gegeben hätte.

Ich trete auch dafür ein, daß eine Regierung Bürgerforen zu für die Bevölkerung dringlichen Themen abhält (zb. Immigration), um eine Verschlechterung des politischen Klimas zu verhindern.

Wirtschaft:
Entlastung der KMUs von Abgaben und Bürokratie. Erleichterung der Unternehmensgründung. Faire Steuerleistung von großen Konzernen.
Mehr Förderung für Forschung und Entwicklung (Schwerpunkt ökologische Zukunftstechnologien). Etablierung einer echten Recyclingwirtschaft (Urban Mining).
Ausbau dezentraler, erneuerbarer Energieversorgung. Rasche Adaptierung der Netzleitungen hierfür.
Lobbying von Unternehmens- und Branchenvertretern soll öffentlich zugänglich sein.
Optout-Möglichkeit aus Kammermitgliedschaften, die jedoch weiterhin automatisch begründet werden sollen.

Öffentlicher Haushalt:
Wir brauchen Maßnahmen, um die rglm. starken Kostenüberschreitungen bei öffentlichen Bauvorhaben in den Griff zu bekommen. Die öffentliche Hand bezahlt in meinen Augen außerdem zu bereitwillig überteurte Preise und Honorare für Waren und Dienstleisungen. Schlechte Planung kostet ebenfalls jährlich österreichweit einen dreistelligen Millionenbetrag.

Außenpolitik und Europa:
Hier fände ich es besonders reizvoll, wenn Wien, als UN-Standort, zu einer Drehscheibe der internationalen Diplomatie wird.
Eine Vision: Die EU hat Rußland zur Zeit verloren. Ich wünsche mir, daß aktiv auf eine Annäherung hingearbeitet wird. Denn Europa braucht auf mittlere Sicht eine vollständige Einigung, mit gleichberechtigten Partnern.
Ich bin auch für stärkere Sanktionen bei Missachtung europäischer Grundwerte in EU-Mitgliedsstaaten.
Zuletzt etwas kontroversieller: Ich stehe dem dzt. europäischem Steuerwettbewerb skeptisch gegenüber.



Lebenslauf

Geboren 1977 in Innsbruck

Matura am Bundes(sur)realgymnasium Reithmannstrasse, Innsbruck.

Ausbildung zum Biomedizinischen Analytiker, an der Med. Techn. Akademie, Innsbruck.

Theaterausbildung in innsbruck und Paris.

Arbeitstätigkeiten an den Universitäts- und Landeskliniken Innsbruck (seit 2005 Univ.Klinik für Dermatologie),
sowie Theaterprojekte.

Nebenberuflich Masterstudium Ökologie und Biodiversität, LFU Innsbruck,
sowie autodidakte Bildung in unterschiedlichen Bereichen.

Ehrenamtliches Engagement bei der Initiative Doppelplus als Energie- und Klimacoach.


Beantwortete Fragen

Hallo Andreas!

Du hast in deiner Vorstellung viele Themen angesprochen.
Das in Tirol brennendste ist "Wohnen" und damit verbunden generell die Frage der sozialen Gerechtigkeit.
Hast du da auch ein paar Vorschläge? — Wolfgang Sinz
Lieber Andreas,

"Es ist widerlegt, daß mechanisierte, chemische Großlandwirtschaft die einzige Möglichkeit zur Versorgungssicherheit ist"
-> Ich bitte um Quellen für diese Behauptung. Die Ernährung der Weltbevölkerung wäre zum jetzigen Zeitpunkt ohne synthetische Düngemittel nicht möglich (https://ourworldindata.org/how-many-people-does-synthetic-fertilizer-feed) — Florian
Die schwarz-blaue Regierung hat uns auch viele auch fragwürdige Personen im Nationalrat und den Kabinetten beschert. Diese haben extreme Positionen, stellen sich selber gerne aber als Mitte dar. Soll man sich mit diesen Personen und ihren Positionen beschäftigen und ihnen so auch Aufmerksamkeit entgegenbringen? Oder soll man das Gespräch pauschal ablehnen? (Frage geht an alle KandidatInnen). Liebe Grüße Brenda — Brenda