Christoph Pramhofer

There is no such thing as a free lunch (Milton Friedman)

Christoph Pramhofer

Bundesland: Wien
Kandidiert für: Weiterer Listenplatz
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    24.06.2019

Christoph Pramhofer

There is no such thing as a free lunch (Milton Friedman)

Steuern und Gerechtigkeit:
Jahr für Jahr nimmt der Staat mehr Steuern ein. Obwohl die Zinsen für die Staatsverschuldung niedrig wie nie zuvor sind und die Wirtschaft gut läuft, schaffte es die Regierung nicht, eine faire und angemessene Steuerreform umzusetzen.
Der erste und wichtigste Schritt einer jeden Steuerreform muss sein, die kalte Progression (selbstverständlich für alle Tarifstufen) abzuschaffen. Diese Ungerechtigkeit im Steuersystem muss noch 2020 mit Wirkung 2021 abgeschafft werden! Es ist sinnlos, über einzelne Tarife zu sprechen, solange jedes “Reförmchen” nichts Anderes ist, als den Bürgern einen Teil dessen zurückzugeben, was ihnen in den Jahren davor mittels kalter Progression gestohlen wurde.
2018 musste man die ersten 215 Tage lang für den Staat arbeiten. Der so berechnete Stichtag wird Tax-Freedom-Day genannt und lag im Jahr 2018 am 4. August. Erst ab diesem Tag konnte man für den Rest des Jahres für die eigene Tasche arbeiten.
Ich fordere einen athletischen und schlanken Staat. Die Steuerquote ist mittelfristig unter 40% zu senken. Ökologisierung ist eine wesentliche Frage bei der Gerechtigkeit zwischen den Generationen – die aufkommensneutrale Einführung einer CO2 Steuer bei gleichzeitiger Reduzierung der Steuern auf Einkommen ist das Gebot der Stunde.

Kapitalmärkte und Mitarbeiterbeteiligung:
Die Österreicher sind Sparweltmeister, knapp EUR 154 Mrd. von österreichischen Kunden liegen auf den Sparbüchern bei heimischen Banken. Den Anlegern entgehen aufgrund der niedrigen Verzinsung jährlich enorme Summen an Erträgen. Mein Ziel ist es, die Kapitalmärkte für Sparer attraktiver zu machen, beispielsweise durch Freibeträge bei der Spekulationssteuer auf Wertpapiere.
Im Gegensatz zu den Gewerkschaften, die zwar immer eine Beteiligung am Erfolg fordern aber auf eine Beteiligung am unternehmerischen Risiko vergessen, sehe ich die Lösung in Mitarbeiterbeteiligungen. Wir müssen eine Gesellschaft von Unternehmern und Eigentümern werden. Das schafft Bewusstsein für ökonomische Entscheidungen, bringt Eigenkapital in die Unternehmen, sorgt für eine langfristigen Vermögensaufbau und schafft eine weitere Säule für die private Altersvorsorge. Ein erster und sehr einfach umsetzbarer Schritt in diese Richtung wäre auch die erhöhung der Aktienquoten in den betrieblichen Vorsorgekassen (Abfertigung Neu).

Wissenschaft und Technologie:
Österreich lebt vom Erfindergeist seiner Bürger. Wir müssen Wissenschaft und Forschung stärker fördern und ein technologiefreundliches Klima schaffen. Gerade im Bereich der Umwelttechnologie gilt Österreich als eine der führenden Nationen. Hier schlummert enormes wirtschaftliches Potential. Schaffen wir einen industriellen Schwerpunkt, einen Kompetenz-Cluster, der ähnlich wie die deutsche Ingenieurskunst im Fahrzeugbau als eine starke Marke am Weltmarkt etabliert ist und die hochqualifizierten Jobs der Zukunft sichert. Moderne Technologie ist auch der Schlüssel zu einem effektiven Umwelt- und Klimaschutz. Wir brauchen eine neue und offene Diskussionskultur zu Themen die uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten beschäftigen werden. Diese Diskussion sollte auf Fakten dazu brauchen wir eine neue Welle der Aufklärung um die Ängste gegenüber neuen technologischen Entwicklungen zu zerstreuen. Gefährliche gesellschaftliche Tendenzen wie die Verweigerung von lebenswichtigen Impfungen müssen dabei ebenfalls angesprochen werden.

Kammern und Freiheit:
Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in den Kammern, eine gute Interessensvertretung braucht keinen Zwang. Es gibt genug Institutionen die beweisen, dass die Menschen bereit sind, für gute Leistung freiwillig zu bezahlen. Die Menschen sind mündig und können sich ihre Vertretung selbst aussuchen – das würde auch verhindern, dass politische Parteien die Kammern auf Kosten aller Mitglieder als ihre Vorfeldorganisationen missbrauchen. Die so freiwerdenden Lohnnebenkosten wären in einer Pflegeversicherung besser aufgehoben und würden so eine würdige Pflege im Alter ermöglichen.

Bildung und Chancengerechtigkeit:
Bildung ist die Grundlage für unseren Wohlstand, die Freiheit des Einzelnen und eine demokratische Grundhaltung. Bildung ist eine der wirklich nachhaltigen Investitionen, die eine Gesellschaft für ihre Menschen bieten kann: Wer gelernt hat zu lernen, bleibt flexibel und kann sich an geänderte Bedingungen leichter anpassen. Wer eine gute Ausbildung genossen hat, kann diese produktiv einsetzen und sich und sein Umfeld damit erhalten. In einer solidarischen Gesellschaft sind die Leistungsfähigen für diejenigen da, die aus unterschiedlichsten Gründen Unterstützung benötigen. Je mehr Leistungsfähige es gibt, umso mehr Unterstützung kann auch geleistet werden.
Darum darf Bildung auch nicht vom Elternhaus abhängig sein. Das Angebot an kostenloser und freiwillig nutzbarer Ganztagesbetreuung sowie individueller Förderung muss daher vor allem in den Bundesländern stark ausgebaut werden. Schulen müssen entpolitisiert werden und gemeinsam mit den Eltern viel autonomer entscheiden können, welche Schwerpunkte sie setzen und auch mit welchem Personal. Eltern sind dabei ein wichtiges Kontrollorgan in der Rolle als Bildungspartner. Davon profitieren alle Kinder, ganz unabhängig davon, welchen Stellenwert einzelne Familien dem Thema Bildung zumessen.
Schließlich geht es auch darum, wer später einmal die Beiträge erwirtschaften soll, die eine älter werdende Gesellschaft für Pensionen und Gesundheitssystem dringend benötigt.



Lebenslauf

Ich bin am 01. Juni 1983 in Freistadt in Oberösterreich geboren, verheiratet und wohne nach Zwischenstops ins Steyr und Linz seit 2009 in Wien.
Politisch interessiert war ich bereits sehr früh, die Eltern einiger Klassenkollegen und auch mein Vater waren im Gemeinderat tätig, dadurch wurde bereits in der Volksschule über Politik gesprochen. In der Hauptschule wurde ich von meiner Geschichtslehrerin zusätzlich motiviert mich mit Politik zu beschäftigen. Im Nachhinein betrachtet waren mir von Anfang an drei Punkte besonders wichtig: mein ausgeprägtes Freiheitsbedürfnis, mein Gerechtigkeitssinn und die Erziehung meiner Mutter zur Nachhaltigkeit.

Politische Erfahrungen:
seit November 2015 | NEOS Klubobmann in der Bezirksvertretung Wien-Liesing
seit Mai 2015 | NEOS Bezirkskoordinator Wien-Liesing

Berufliche Erfahrungen:
seit 2016 | Volksbank Wien - Treasury
Head of Collateral Management
zuständig für die Kapitalmarktrefinanzierung
2009 - 2016 | Raiffeisenlandesbank NÖ/Wien - Treasury
Stv. Abteilungsleiter für Emissionen und Liquiditätssteuerung
2008 - 2009 | Oberbank Linz - Global Financial Markets
2003 - 2004 | Softwareentwickler AMS-Engineering / STIWA

Diverse Jobs in der Gastronomie vom Bar-Manager bis zum DJ, Diverse Praktika bei ELIN-EBG, AMS-Engineering, Siemens Wien, Mühlviertler Messe, Erste Bank

Ausbildung:
2011 | JP Morgan London – Options Seminar
2010 | Goldman Sachs University London
2004 – 2008 | Studium der Wirtschaftsinformatik, Johannes Kepler Universität Linz
Spezialisierung: Finanzwirtschaft, Volkswirtschaft,
Wissensmanagement, Service Engineering & Management
Diplomarbeit am Institut für Betriebliche Finanzwirtschaft – Abteilung Asset Management
„Saisonale Effekte am Aktienmarkt und deren historische Evidenz als Grundlage für eine
Anlagestrategie“ (publiziert im GRIN Verlag)
2002 – 2003 | Präsenzdienst in Weitra
1997 – 2002 | HTL Steyr für Elektronik und technische Informatik
1989 – 1997 | Volksschule 1 und Hauptschule 1 in Freistadt

Private Interessen:
Fotografie, Technik & Elektronik, Jagd & Natur, Schwimmen, Tauchen, Saxophon spielen, Wissenschaftsgeschichte & Zukunftsforschung, bildende Kunst (vor allem Malerei nach 1945 und Design)


Beantwortete Fragen

Hallo Christoph! Deine Erfahrung ist ziemlich beeindruckend! Es freut mich, dass Du kandidierst! Frage - wie siehst Du was Du in Liesing geleistet hast, Dir im Nationalrat helfen Kann? Was gibt es, was Du auf Leidinger Ebene noch nicht erreicht hast, aber noch erreichen möchtest? Was wäre Dein Traum Listen Platz? Danke! — Karin Lukas-Cox
Lieber Christoph, zwischen all den Bildungs“Experten“ freue ich mich über jede(n) mit wirtschaftlicher Ausbildung und Praxis. Insbesondere bei Fragen des Budgets und Finanzausgleiches fehlt es im NR mit Sicherheit an ausreichenden kompetenten Persönlichkeiten. Wäre das ein Thema für dich? — Alfred Wunderl-Auner
Siehst du Milton Friedman als Vorbild (nachdem du ihn hier zitierst)? Welche seiner politischen Ideen teilst du? Welche nicht? — Florian
Die schwarz-blaue Regierung hat uns auch viele auch fragwürdige Personen im Nationalrat und den Kabinetten beschert. Diese haben extreme Positionen, stellen sich selber gerne aber als Mitte dar. Soll man sich mit diesen Personen und ihren Positionen beschäftigen und ihnen so auch Aufmerksamkeit entgegenbringen? Oder soll man das Gespräch pauschal ablehnen? (Frage geht an alle KandidatInnen). Liebe Grüße Brenda — Brenda
Wieviele Wahlkampfeinsätze hast du im EU-Wahlkampf absolviert? (Frage geht an mehrere Kandidat_innen) — Markus
Aus der selben Branche kommend, freue ich mich natürlich über jemanden mit Nähe zu Kapital- und Finanzmärkten. Daher auch gleich zwei Fragen: Wie stehst Du zur Niedrigzinspolitik der EZB? Und wie bewertest du die (fast nicht vorhandene) Aktienkultur in Österreich? — Florian H.
Soll deiner Meinung nach ein Asylantrag nur im ersten sicheren Gebiet/Staat oder im Staat der Wahl des Asylwerbers gestellt werden dürfen? — Norman S.