Ines Holzegger

Wer nichts tut, hat schon verloren!

Ines Holzegger

Bundesland: Wien
Kandidiert für: Weiterer Listenplatz
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    18.06.2019

Ines Holzegger

Wer nichts tut, hat schon verloren!

„Hoffnungslose Idealistin“, „naive Träumerin“ und „ändert sich ja sowieso nichts!“ – all das wird mir gesagt, wenn ich über meine Vorstellungen, wie man Österreich verbessern könnte, spreche. Lasse ich mich davon abhalten, mich weiterhin politisch zu engagieren? – Natürlich nicht!

Chancengerechtigkeit:

Was sind nun meine Überzeugungen, für die ich brenne und für die ich mich stark machen möchte? An oberster Stelle steht die Bildung. Durch meine Tätigkeit als Lehrerin bringe ich Erfahrung im Bildungsbereich mit. Ich habe in den vergangenen Jahren nicht nur in der Erwachsenenbildung, sondern auch in der BMS/BHS und AHS/WMS unterrichten dürfen.

Bildung ist das höchste Gut, wird aber seit Jahrzehnten als Spielball der Regierenden genutzt. Es ist dringend an der Zeit, eine tatsächliche Liberalisierung und Individualisierung des aktuell starren Bildungssystems zu erreichen. Die politischen Grabenkämpfe und die rein marketingwirksame Symbolpolitik blockieren nicht nur richtige Reformen, sondern es wird damit leichtfertig die Zukunft der Schülerinnen und Schüler für politisches Kleingeld aufs Spiel gesetzt. Verwalten statt Gestalten scheint hier der Leitspruch der ÖVP/SPÖ/FPÖ zu sein.
Richtige Reformen für mehr Eigenständigkeit der Schulen sind unerlässlich. Aber dafür muss auch endlich mehr Budget im Bildungsbereich investiert werden – Individualisierung bringt keine Qualitätssteigerung, wenn es wie aktuell nur bedeutet, dass Direktorinnen und Direktoren selbst entscheiden müssen, an welchen Ecken noch gespart werden muss, um den Regelbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Darüber hinaus haben Schülerinnen und Schüler die besten Lehrkräfte verdient. Dafür muss es aber auch vereinfacht werden, in den Lehrberuf einzusteigen beziehungsweise wenn nötig, diesen wieder zu verlassen. Es entspricht einfach nicht mehr der Lebensrealität meiner Generation, über 40 Jahre im gleichen Beruf bis zur Pension tätig zu sein, auch wenn es im Falle des Unterrichtens einer der schönsten der Welt ist – ohne Auswege zu schaffen, kann sich Frustration breit machen und die, die darunter dann am meisten leiden, sind die Schülerinnen und Schüler.

Jedes Kind hat ein Recht darauf, eine gute Ausbildung zu bekommen – es braucht hier klare Visionen für den Bildungsbereich, die es schaffen, im Sinne der Chancengerechtigkeit jedem Kind die Flügel zu heben!

Europaliebe:

Als überzeugte Europäerin finde ich es erschreckend, dass immer öfter die EU als Sündenbock für alles herhalten muss und versucht wird, Abschottungspolitik salonfähig zu machen. Seit 25 Jahren ist Österreich Mitglied der EU und seither hat sich diese natürlich auch weiterentwickelt und verändert. Meine Generation ist mit den Freiheiten, die diese Mitgliedschaft bringt, aufgewachsen: Wir können (konnten) frei und ohne Grenzkontrollen reisen, studieren und arbeiten wo wir wollen. Diese Freiheiten gilt es vehement zu verteidigen.
In meiner Tätigkeit als JUNOS International Officer konnte ich hautnah miterleben, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen Organisationen sind. Kleinstaaterei bringt keinen Fortschritt – nur gemeinsam lassen sich die großen Herausforderungen, wie beispielsweise der Klimawandel, lösen.
Meine Erfahrung, die ich in den letzten Jahren auf internationaler Ebene sammeln durfte, möchte ich sehr gerne auch für NEOS nutzen, um Visionen wie die Vereinigten Staaten von Europa, umweltfreundlichere Politik und viele mehr weiter voranzutreiben.

Transparenz:

Besonders in turbulenten Zeiten ist es wichtig, nicht so weiter zu machen wie bisher. Ibizagate war nur eines der leider unzähligen Beispiele von Machtmissbrauch. „Freunderlwirtschaft“ scheint fast salonfähig zu sein. Es sollte aber nicht normal sein, dass Parteien sich weigern, ihre Spenden und Ausgaben für alle einsichtig darzulegen. Es sollte weiters nicht normal sein, dass Parteien die Wahlkampfkostenobergrenze teilweise um mehrere Millionen überschreiten. Und es sollte zudem auch nicht normal sein, dass nach so einem Skandal wie Ibizagate alle Anträge zu mehr Transparenz bei der Parteienfinanzierung im Parlament von ÖVP, SPÖ und FPÖ abgelehnt werden.

Ich bewerbe mich für die NEOS-Wahlliste bei den Nationalratswahlen, um auch anderen Idealistinnen, Träumerinnen und engagierten jungen Menschen zu zeigen, dass es nur Mut braucht, um etwas verändern zu können!

Denn: Wer nichts tut, hat schon verloren!

Ich freue mich sehr über eure Fragen und eure Unterstützung in der Vorwahl!



Lebenslauf

Ausbildung:
2017-2019: Bachelor Politikwissenschaft (Universität Wien)
2011-2017: Lehramtsstudium Englisch und Geschichte (Universität Wien)
2003-2011: BG Enns
2009: High School Kenesaw, Nebraska (USA)

Berufliche/Praktische Erfahrungen:
2018/19: Lehrtätigkeit an WMS
2018: Lehrtätigkeit an HAK/HAS/Abendschule
2016-2018: Lehrtätigkeit Erwachsenenbildung – Deutsch als Fremdsprache
Sommer 2016, 2017, 2018: Kursleitung Englischsprachreisen – Großbritannien, Irland
2009-2011: Aushilfskraft (Kellnerin) in Restaurant

Außerdem: diverse Jobs als Nachhilfelehrerin

Ehrenamtliche Tätigkeit:
2018-2019: Mitglied JUNOS Bundesvorstand für Vernetzung (International Officer)
2017-2018: Stv. Vorsitzende JUNOS Studierende (Standortkoordination, Internationales)
Sommer 2017: Teil des Jugendwahlkampfteams NRW2017 (Mobilisierung Wien)
2012-2016: Heimvertretung Pfeilheim


Beantwortete Fragen

Liebe Ines,
Wenn du drei Dinge in unserem Schulsystem sofort verändern könntest. Welche Dinge würdest du verändern?
lg Patrick — Patrick N.
Die schwarz-blaue Regierung hat uns auch viele auch fragwürdige Personen im Nationalrat und den Kabinetten beschert. Diese haben extreme Positionen, stellen sich selber gerne aber als Mitte dar. Soll man sich mit diesen Personen und ihren Positionen beschäftigen und ihnen so auch Aufmerksamkeit entgegenbringen? Oder soll man das Gespräch pauschal ablehnen? (Frage geht an alle KandidatInnen). Liebe Grüße Brenda — Brenda
Hallo! :-)
Ich würde gerne etwas über deine Prioritätensetzung als potentieller NR-Abgeordneter von NEOS erfahren. Für diesen Zweck würde ich dich bitten folgende Forderungen in ihrer Wichtigkeit für dich von 1-10 (wobei 1 für „wenig wichtig“ und 10 für „zwingende Koalitionsbedingung“ steht) zu bewerten:

➡ Abschaffung kalte Progression
➡ Pensionsreform
➡ Einführung einer CO2-Steuer
➡ Ehe für Alle (auch für binationale Ehen)
➡ Bildungsreform
➡ Abschaffung der Kammerzwangsmitgliedschaft
➡ Kampf gegen Vorratsdatenspeicherung
➡ Schuldenbremse im Verfassungsrang
➡ Einführung liberales Bürgergeld
➡ Keine Abschiebung von Asylwerbern in Ausbildung
➡ Ausfinanzierung Bundesheer
➡ Einführung eines liberalen Mietrechts
➡ Abschaffung der GIS Gebühren — Victor Fulterer
Wieviele Wahlkampfeinsätze hast du im EU-Wahlkampf absolviert? (Frage geht an mehrere Kandidat_innen) — Markus
Lieber Ines,

Wenn du an Bildung denkst, was ist die wichtigste Änderung, wo du etwas bewegen möchtest?

LG — Stefan