Michael Hart

Österreich in Bewegung bringen und aus der Mitte erneuern!

Michael Hart

Bundesland: Wien
Kandidiert für: Weiterer Listenplatz
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    18.06.2019

Michael Hart

Österreich in Bewegung bringen und aus der Mitte erneuern!

Ich bin seit der Parteigründung 2012 Fan von Neos. Ich war davor nie Mitglied einer Partei, aber durch das frühe Ende der Regierungskoalition habe ich die Chance gesehen, jetzt auch aktiv an der Gestaltung der politischen Verhältnisse mitwirken zu können. Ich wurde daher vor kurzem Neos-Europabotschafter und werde demnächst Neos in London repräsentieren.

Ich ersuche Dich um Deine Stimme, weil ich weniger über Pferde, Rauchverbot und Tempolimits reden möchte und mehr über die Anliegen und Herausforderungen der Zukunft. Im Speziellen geht es mir um zwei Anliegen und darum, diese „aus der Mitte“ heraus zu verwirklichen. Zunächst die Kurzfassung.

Erstens, der Kampf gegen jede Art von Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und um ein menschenwürdiges, respektvolles Miteinander. Es geht mir dabei darum, den gesellschaftlichen Diskurs wieder in die Mitte zu rücken, jedoch nicht mit anderen Extrempositionen, sondern mit aufgeklärten, liberalen Konzepten, die eine weltoffene, tolerante Gesellschaft propagieren. Zu sehr haben wir die letzten Jahre einer sprachlichen Verrohung beiwohnen müssen, die letztlich unsere Gesellschaft und unser friedliches Miteinander bedroht.

Mein zweites Anliegen geht auf meinen Beruf als Ökonom zurück. Ich greife dabei auf Erfahrungen zurück, die ich über die Jahre in London und New York und in der Arbeit mit Reformplänen in Entwicklungsländern gemacht habe. Ich möchte daran arbeiten, Österreich zu einem modernen wettbewerbsfähigen Unternehmensstandort zu machen, der auf einer starken, nachhaltigen und innovativen Wirtschaft fusst. Unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen sind sämtliche globaler Natur, ob es dabei um einen weltumspannenden Arbeitsmarkt geht, Kapital das in Sekundenschnelle Grenzen überschreitet oder Technologien, die im Nu geteilt werden. Dabei kann ein Grenzziehen in den Köpfen der Menschen und ein Rückzug auf nationale Eitelkeiten keine Antwort sein. Nur ein freier und kooperativer Umgang miteinander wird es uns ermöglichen, den grösstmöglichen gemeinsamen Nenner in der Gesellschaft eine bessere Zukunft für nachfolgende Generationen zu schaffen. Dazu müssen wir alle an einem Strang ziehen und auch das wird nur “aus der Mitte” heraus zu schaffen sein.

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Und nun die Langfassung, für die ich ein wenig ausholen muss (optional!). Mein politisches Erweckungserlebnis war die Bundespräsidentenwahl. Sie hat mir eine Seite des Landes gezeigt, die von Vergessen, Verdrängung und Verleugnung geprägt war. Und mit einem “Jetzt Erst Recht” Wahlkampf wurden die niedrigsten Instinkte der Bevölkerung in einer Art angesprochen, die mich zutiefst abgestossen hat. Die Rede ist von der Wahlkampagne Kurt Waldheims 1986. Ich war damals oft in Diskussionen, Demonstrationen und anderen Aktivitäten involviert. Letztlich waren diese Ereignisse auch ein Mitgrund dafür, dass ich Österreich verlassen habe. Seitdem hat sich einiges geändert und eine neue Generation, die vieles was von der (Gross)Elterngeneration tradiiert wurde in Frage stellt, ist herangewachsen. Aber nicht alles ist anders. Ein Bodensatz dieser menschenverachtenden Ideologien bleibt bestehen und treibt in verschiedenster Form immer wieder neue Blüten. Zuletzt haben wir das in der BPW 2016 erlebt und immer wieder aus dem Dunstkreis der FPÖ, selbst während ihrer kurzlebigen Regierungsbeteiligung. Ich habe mich während der BPW 2016 unter anderem in einem Artikel im Standard dazu geäußert und versucht, diesen roten Faden in Österreichs jüngerer Geschichte aufzuzeigen. Wir haben damals noch Glück gehabt, aber die letzten 1 ½ Jahre haben gezeigt, dass man diesbezüglich nicht schlafen darf und wachsam bleiben muss. Dazu verpflichte ich mich!

Als Ökonomen sind mir wirtschatliche Belange ein weiteres besonderes Anliegen. Ich äußere mich gelegentlich zu Themen, die ausserhalb meiner regulären Arbeit liegen auf Macro At Hart . Österreich ist wirtschaftlich ein beneidenswertes Land, mit vielen Stärken und Errungenschaften. Damit das auch so bleibt und wir den Herausforderungen der Zukunft nicht nur standhalten, sondern sie auch meistern können, bedarf es konkreter Schritte. Dabei müssen wir Antworten auf folgende Problemkreise finden:

  1. Wie kann Österreichs Wirtschaft am besten für eine digitale Zukunft gerüstet werden?
  2. Wie die notwendigen (budgetären) Ressourcen dafür aufstellen?
  3. Wie kann die Gesellschaft generationgerecht gestaltet werden? Im Speziellen, welche Pensionsreform funktioniert heute UND morgen?
  4. Wodurch kann sichergestellt werden, dass die Wirtschaft auf nachhaltige Weise wächst und niemanden abhängt? Dies betrifft u.a. den geeigneten Umgang mit einem globalen Arbeitsmarkt, einer Wirtschaft, in der Kapital ungehindert über Grenzen fließt und Technologien, die in kürzester Zeit geteilt werden.

Somit führen meine beiden Anliegen auch letztlich wieder zusammen. Die kommenden Herausforderungen - sowohl die Chancen als auch die Risiken, denen wir uns stellen müssen - sind globaler Natur. Daher kann ein Abschotten, ein Grenzziehen in den Köpfen der Menschen und ein Rückzug auf nationale Eitelkeiten keine Antwort sein. Nur ein freier und kooperativer Umgang miteinander sowohl innerhalb Österreichs, als auch mit anderen Staaten, wird es uns ermöglichen, eine bessere Zukunft für nachfolgende Generationen zu schaffen. Dazu müssen wir alle an einem Strang ziehen und das wird nur “aus der Mitte” heraus zu schaffen sein.

Wenn du mir bei dieser Agenda zustimmen kannst, bitte ich dich um deine Unterstützung für meine Kandidatur, damit ich mich auch politisch für diese Ziele einsetzen kann.



Lebenslauf

Ich bin Ökonom von Beruf und habe in dieser Funktion hauptsächlich in der Finanzindustrie in New York und London gearbeitet, aber auch bei einer internationalen Entwicklungshilfeorganisation und einem ThinkTank. Ich habe eine Start-Up Research Platform gegründet, die aber aufgrund eines Babys auf die Wartebank musste. Genaueres gibt es auf LinkedIn nachzusehen; einige Highlights folgen:

----- BERUFSERFAHRUNG -----

  • Derzeit: Chief Economist bei City of London Investment Management
  • Economist/Strategist bei Salomon Brothers, JP Morgan, Citibank
  • Country Risk Officer bei European Bank for Reconstruction and Development (EBRD)
  • Strategist bei Roubini Global Economics
  • Founder von FinQuest

---- AUSBILDUNG ----

Columbia University, New York:

  • Doktoratsstudium
  • Master of Arts, Economics (MA)
  • Master of International Affairs (MIA)

London School of Economics:

  • Bachelor of Science, Economics (BSc)

Lycee Francais de Vienne

  • Baccalaureat, Matura

---- AKTIVITÄTEN ----

  • Mitglied, Bretton Woods Committee
  • Associate, World Economic Forum
  • Kolumnist, Der Standard (Hartbeat)
  • Redakteur, Journal of International Affairs (Columbia University)
  • Repräsentant, European Union of Jewish Students (EUJS)
  • Rettungsarbeiter, Rettungseinsatz nach dem Spitak Erdbeben in Armenien (1988)

Beantwortete Fragen

Nach unserem Programm will NEOS die Trennung zwischen Staat und Kirche (was noch lange nicht vollzogen ist).
Wie wichtig ist es für Dich, dass NEOS die gesellschaftliche Säkularisierung vorantreibt?
1. Unwichtig?
2. Ziemlich wichtig?
3. Sehr wichtig? — Hans Christian Cars
Die schwarz-blaue Regierung hat uns auch viele auch fragwürdige Personen im Nationalrat und den Kabinetten beschert. Diese haben extreme Positionen, stellen sich selber gerne aber als Mitte dar. Soll man sich mit diesen Personen und ihren Positionen beschäftigen und ihnen so auch Aufmerksamkeit entgegenbringen? Oder soll man das Gespräch pauschal ablehnen? (Frage geht an alle KandidatInnen). Liebe Grüße Brenda — Brenda
Wieviele Wahlkampfeinsätze hast du im EU-Wahlkampf absolviert? (Frage geht an mehrere Kandidat_innen) — Markus