Paul Burger

Im übrigen bin ich der Meinung, dass Cannabis legalisiert werden muss

Paul Burger

Bundesland: Niederösterreich
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  • aktualisiert:
    13.06.2019

Paul Burger

Im übrigen bin ich der Meinung, dass Cannabis legalisiert werden muss

Wer beginnt sich mit theoretischer und praktischer Drogenpolitik zu befassen kommt schnell an einen Punkt, an dem er oder sie erkennt, dass Cannabis legalisiert werden muss.

Wer sich dann weiter damit befasst kommt jeden Tag aufs Neue zum Schluss, dass es schon wieder einen Tag später geworden ist und es schon wieder irgend eine politische, wirtschaftliche oder medizinische neuen Grund gibt, Cannabis anders zu regeln als wir es heute tun.

Raus aus den Hinterzimmern und rauf auf die Felder!

Hanf als Nutzpflanze hat wohl von allen Pflanzen, die wir kennen, das größte Potenzial unsere kaputten Böden zu regenerieren, CO2 extrem rasch zu binden und als beeindruckend vielseitiger Rohstoff für die Kreislaufwirtschaft Verwendung zu finden. Nebenbei ist er auch noch ein tolles Lebensmittel und braucht weder zusätzliches Wasser noch irgendwelche Spritzmittel.

Von 0 cm auf 400 cm in 100 Tagen!

Kaum vorstellbar aber genau so ist es. Im September stehen 4 Meter hohe Stangen in Reih und Glied auf einem Feld, dass noch im April komplett nackt war.
Genau so schnell können wir auch Veränderung in der österreichischen und europäischen Drogenpolitik umsetzen. Eine sofortige Entkriminalisierung der Konsumenten und ein rasches erarbeiten einer faktenorientierten Regulierung von Cannabis sind umsetzbar und notwendig.

Steuern statt Schwarzgeld!

Die Nachfrage am Cannabis-Markt ist nur kaum von der vor Ort geltenden Rechtslage abhängig.
Wer dies erkennt, sollte schleunigst beginnen den bestehenden Konsum in Risiko arme und gesellschaftlich verträgliche Bahnen zu lenken. Die drei wichtigsten Punkte, um dieses Ziel zu erreichen sind aus meiner Sicht:
Das Recht Cannabis für den Eigengebrauch selbst anbauen zu dürfen,
das Recht Cannabis zu besitzen und mit Freunden zu teilen
sowie die Möglichkeit Cannabis ohne unverhältnismäßig hohe Hürden zu erwerben.
Das sind die Regeln für Erwachsene.

Die Regeln für Kinder und Jugendliche sind andere.
Alle werden in der Schule von geschulten Sozialarbeitern aufgeklärt und in der Gesellschaft gibt es einen offenen und ehrlichen Austausch über verantwortungsbewussten Konsum und wie wichtig es ist als Jugendlicher sein Hirn möglichst ungestört auswachsen zu lassen.

Gibt es nichts Wichtigeres?

Die beste Frage kommt natürlich zum Schluss.
Natürlich gibt es wichtigeres, allem voran, der menschgemachte Klimawandel.
Ich versuche hier nur ein spezielles Problem zu lösen, dass sehr viele und je nach Perspektive sogar alle Österreicher und Österreicherinnen betrifft.
Das klimapolitische Potenzial von Hanf kann nur dann ganz ausgeschöpft werden wenn wir Cannabis als die Pflanze die sie ist anerkennen und uns ordentliche Regeln überlegen wie wir mit ihr umgehen wollen.

Ich möchte die Speerspitze in der österreichischen Politik sein um einen neuen, verantwortungsbewussten und faktenbasierten Umgang mit der Pflanze Cannabis einzuführen, um Österreich bei diesem Thema in das europäische und internationale Spitzenfeld zu katapultieren!



Lebenslauf

Geboren wurde ich im Frühling 1995 in Wien und anschließend hatte ich ein fast schon klischeehaftes Speckgürtel-Leben in Mödling wo ich, ab der Volksschule bis zur Matura auf der HTL, in der Schule war und lebte.
Danach kamen 9 Monate Zivildienst in einem Kindergarten in Wien.
Die folgenden zwei Jahre verbrachte ich in Leoben auf der Montanunversität und entschied mich wieder für Maschinenbau.
Nach zwei Jahren war das allerdings genug und es hieß meiner Leidenschaft nachgehen, dem 3D-Drucken.
Ein Freund und eine gute Bewerbung haben dazu geführt, dass ich nur wenige Wochen später meinen ersten Arbeitstag in einem gut finanzierten Start-up hatte und einen 3D-Drucker mit entwickelte.
Ein Monat darauf war der Spaß auch schon wieder vorbei. Weder hielt der Chef mich aus noch umgekehrt.
Fairer weise muss man sagen, es ging nicht nur mir so. Ich habe einfach direkt die Reißleine gezogen.
Warum ist das wichtig?
Der Tag der Trennung war der an dem ich das erste mal wirklich vielen Leuten davon berichten konnte, dass ich der Meinung bin, dass Cannabis legalisiert werden muss. Ich bin um halb 11 am Vormittag nach hause gefahren von meinem letzten Arbeitstag und konnte deswegen nach kurzer Vorbereitung einer offenen Einladung des ORF folgen und mein eigenes Sommergespräch mit Tarek Leitner führen.

Somit war ich offiziell als Cannabis-Befürworter "geoutet" und losging die Reise schon.
Nicht ganz zwei Jahre später bewerbe ich mich für die Nationalratswahl mit dem klaren Ziel die Regeln rund um Cannabis grundlegend zu ändern.
Dazwischen habe ich noch zwei Semester studiert und arbeite seit einem Jahr bis heute im 3DEE-Store als technischer Konstrukteur und Berater.

Ich bin seit der letzten Nationalratswahl aktives JUNOS und NEOS Mitglied. Ich habe die JUNOS-Acedemy besucht und bin aktuell im JUNOS-Gemeinderats-Bootcamp.

Mein Name ist Paul Burger, ich bin 24 Jahre alt und ich bin Cannabis-Liebhaber.


Beantwortete Fragen

Hey Paul! Ich bin Franz, das Apfelbaumbaby. Wie wirst du dich in den kommenden Jahren für Bäume einsetzen? Hast du konkrete Pläne für Apfelbäume? Ich würde mich sehr über das Baum-Wahlrecht freuen. Bis jetzt dürfen ja nur Menschen wählen. Das finde ich unfair. Lg und danke, Franz, das Apfelbaumbaby :) — Franz, das Apfelbaumbaby
Lieber Paul,

1, Du beschränkst dich in deiner Argumentation bezüglich Legalisierung stark auf Cannabis. Wieso diese Fokussierung auf Cannabis?

2, Wie stehst du zur Legalisierung anderer Drogen? Das Argument, dass es sich bei Cannabis um eine harmlosere Droge handeln würde und deswegen andere Drogen nicht legalisiert werden sollten, lasse ich nicht gelten, weil es auch nicht wirklich der Realität entspricht.

Welche Substanzen soll der Staat also verbieten bzw. sollte der Staat überhaupt die Autorität haben, Menschen die ihrem eigenen Körper Schaden zufügen, zu bestrafen?

3, Als Argument gegen eine Legalisierung wird oft genannt, dass die Allgemeinheit für die erhöhten Kosten (z.B. im Gesundheitssystem) aufkommen muss. Was sagst du zu diesem Argument?

4, Nach einer Drogenlegalisierung würde das Problem bestehen bleiben, dass Menschen, die in den vergangenen Tagen Drogen konsumiert haben, kein Fahrzeug lenken dürfen. Wie würdest du mit diesem Problem umgehen? Das Problem ist ja noch viel weitschichtiger, da es ja auch potenziell auf Personen zutrifft, die eine psychoaktive Substanz von ihrem Arzt verschrieben bekommen haben .

(Fortsetzung siehe in zweitem Beitrag von mir) — Florian
Hallo! :-)
Ich würde gerne etwas über deine Prioritätensetzung als potentieller NR-Abgeordneter von NEOS erfahren. Für diesen Zweck würde ich dich bitten folgende Forderungen in ihrer Wichtigkeit für dich von 1-10 (wobei 1 für „wenig wichtig“ und 10 für „zwingende Koalitionsbedingung“ steht) zu bewerten:

➡ Abschaffung kalte Progression
➡ Pensionsreform
➡ Einführung einer CO2-Steuer
➡ Ehe für Alle (auch für binationale Ehen)
➡ Bildungsreform
➡ Abschaffung der Kammerzwangsmitgliedschaft
➡ Kampf gegen Vorratsdatenspeicherung
➡ Schuldenbremse im Verfassungsrang
➡ Einführung liberales Bürgergeld
➡ Keine Abschiebung von Asylwerbern in Ausbildung
➡ Ausfinanzierung Bundesheer
➡ Einführung eines liberalen Mietrechts
➡ Abschaffung der GIS Gebühren — Victor Fulterer