Thomas Enenkel

Digitalisierung ist wählbar!

Thomas Enenkel

Bundesland: Wien
Kandidiert für: Weiterer Listenplatz
Vorwahl: Weitere Listenplätze

  • aktualisiert:
    18.06.2019

Thomas Enenkel

Digitalisierung ist wählbar!

Wir müssen reden!

Wir befinden uns mitten in der digitalen Revolution, die alles umwälzt und sich mit zwei Gesichtern zeigt:

Auf der einen Seite wird Technologie gegen uns genutzt: staatliche Überwachung und Zensur, Wahlmanipulationen durch Fake News, drohende Cyberwars und eine Welt, in der wir durch Profiling zu einer Ware der Aufmerksamkeitsökonomie gemacht werden.

Auf der anderen Seite wird Technologie für uns genutzt: intelligente Städte, selbstfahrende Autos. Drohnen, die Feuer löschen und Leben retten, bessere medizinische Versorgung und eine Welt, in der wir uns frei entfalten können.

Wir stehen an diesem historischen Punkt, aber im Parlament wird kaum darüber gesprochen.

Schlimmer noch: Unter türkis-blau wurde die staatliche Überwachung auf unsere persönlichen Geräte und andere Lebensbereiche ausgeweitet. Die alte Politik hat keine Antworten auf die neuen Herausforderungen. Stattdessen gibt es von ihnen nur mehr Überwachung, weniger Meinungsfreiheit und das verbieten und verhindern von allem, was neu ist.

Diese Politik wird nicht für uns gemacht!

Das Problem ist, dass die neue Generation, die Digital Natives noch nicht in den Parlamenten angekommen ist. Was wir brauchen, sind Expert_innen, die diese Themen entschlossen und solide anpacken. Wir brauchen Digital Natives im Parlament, denn sie verstehen das Internet und die Folgen, Chancen und Probleme der Digitalisierung am natürlichsten.

Digitalisierung MUSS Thema werden im Parlament!

Mit der Wahl von Claudia Gamon ins EU-Parlament geht die einzig glaubhafte Vertreterin dieser Themen und es entsteht eine kritische Lücke! Aber wir MÜSSEN diese Themen besetzen! Noch stärker als bisher! Wir brauchen Abgeordnete, die für Digitalisierung einstehen und nicht locker lassen, bis endlich mehr passiert.

Wir können nicht einfach zusehen, wie sich die Geschichte vor uns entfaltet. Wir müssen sie aktiv gestalten!

Ich werde nicht länger zusehen. Ich stehe jetzt auf und werde dafür streiten!

Ich trete an, um zukünftiger Digitalisierungs- und Netzpolitik-Sprecher von NEOS zu werden.

  • Ich stehe für eine Politik, die neuen Entwicklungen offen gegenübersteht und die nötigen Vorbereitungen für Entwicklungen wie selbstfahrende Autos, Sharing Economy, Blockchains und Smart Cities trifft.
  • Ich stehe für eine Politik, die nicht nach innen den Überwachungsstaat ausbaut sondern nach außen die Cyberdefense.
  • Ich stehe für eine Politik, die Initiativen gegen Cyberstalking, Cybermobbing und Propaganda im Netz setzt und Medienkompetenz in die Schulen bringt, um Kinder auf die digitalisierte Welt vorzubereiten.

Und wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte: Ich stehe politisch dafür ein, dass wir die Kontrolle über unsere Persönlichkeitsprofile zurückerlangen. Die Vermessung unserer Persönlichkeit ist dermaßen außer Kontrolle geraten, dass niemand mehr sich traut, diesen Prozess einzufangen. Unsere Profile sind zu einer Ware geworden. Mit unserer Aufmerksamkeit wird gehandelt.

Aber: Wir sind mehr als unsere Profile! Wir sind soziale Wesen, die in einem sozialen Web miteinander in Austausch treten wollen. Wir wollen unsere schönen Erlebnisse teilen und um Unterstützung fragen, wenn es uns schlecht geht. Wir wollen über die Wunder der Welt staunen und beobachten, wie sich Diskussionen im Netz entfalten. Wir wollen die Früchte des Webs genießen, ohne sofort von der Aufmerksamkeitsökonomie zur Ware degradiert oder in unserer Meinung manipuliert zu werden.

Wir wollen frei sein. In einer digitalisierten Welt, die für uns arbeitet und nicht umgekehrt.

Dafür trete ich an, dafür will ich die Stimme im Parlament erheben und dafür bitte ich Dich um Deine Unterstützung bei der Vorwahl.

#Tommi2019 | Digitalisierung ist wählbar! ?

Das Web wird stärker, wenn wir uns vernetzen:


Lebenslauf

1987 geboren, 32 Jahre alt, Vater von einem 10-jährigen Sohn.

Ausbildung:
  • 2001-2006 | HTL Donaustadt - Datenverarbeitung und Betriebliche Organisation
  • 2007 - 2010 | FH Technikum Wien - BSc Informatik
  • 2010 - 2012 | FH Technikum Wien - MSc, Informationsmanagement und Computersicherheit

Wehrdienst 2006 - 2007 als Softwareentwickler im Heeresdatenverarbeitungsamt geleistet.

Berufserfahrung:
  • 2008 - 2014 | CSS GmbH - Software Entwickler im Bereich Mobile Apps
  • 2014 - heute | NEOS - System Architekt & Digital Marketer

Generation Neuland

Ich komme aus der ersten Generation, in der einfache Leute Zugang zum Internet bekamen. Computer waren zum ersten mal so günstig, dass meine alleinerziehende Mutter als Sekretärin sich einen Computer für uns zuhause leisten konnte.

Wir hatten also eine ganz andere Kindheit als alle Generationen vor uns. Wir konnten sehr früh die Entwicklung des Internets mitverfolgen und wie das unsere ganze Gesellschaft umgewälzt hat: YouTube, Google, Wikipedia. Wenn wir etwas herausfinden wollen, müssen wir kein Buch mehr dazu aufschlagen. Wir benutzen Google und erlangen Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit. Als Angela Merkel 2013 davon sprach, dass das Internet für uns alle Neuland ist, hatte ich bereits 10 Jahre lang die gesamte Wikipedia in mein Gehirn übertragen, in Chat-Rooms Menschen kennengelernt und in Browserspielen mit anderen Gamern Kontinente erobert.

Kurz gesagt: Ich bin ein Digital Native. Ein Nerd. Ich bin aus der Generation Neuland. Ich bin einer von diesen Menschen, die im Cyberspace aufgewachsen sind, wo ich gelernt habe, dass wir alle miteinander vernetzt, alle miteinander verbunden sind. Ich habe gelernt, dass wir offen alle Probleme ansprechen und dann gemeinsam Lösungen finden können. Und ich habe einen Ort kennengelernt, in dem nicht zählt woher du herkommst, sondern wie Du Dich als Mensch gibst und was Du Gutes für die Gruppe tust.

Expertise - Vernetztes Wissen, soziale Systeme

Ich interessierte mich sehr früh für Softwareentwicklung. Eigene Systeme zu bauen, die ein bestimmtes Problem lösen, hat mich immer fasziniert. Mit 10 Jahren schrieb das erste mal ein Programm und mit 14 entwickelte ich mein erstes Spiel. Mit 19 Jahren baute ich beim Bundesheer als Entwickler an einer internen Anwendung mit. Es war die Zeit, in der ich das erste mal über mögliche Cyberwars in der Zukunft nachdachte und festgestellt habe, dass unsere Sicherheit und damit Lebensqualität inzwischen immer stärker davon abhängt, dass das Internet auch sicher gegen Angriffe von außerhalb gestaltet wird.

Mit 21 Jahren begann meine Karriere als iPhone App Entwickler (einer der ersten in Österreich) und in dieser Zeit entstand das Projekt, auf das ich am meisten stolz bin: fem:HELP, eine App, die wir im Auftrag des Bundeskanzleramts bauten und die Frauen in Situationen häuslicher Gewalt hilft. Es hat mich gelehrt, dass wir Technologie dazu nutzen können, um Menschen in tragischen Situationen beizustehen und ihnen Anleitung zu bieten, Hilfe zu suchen.

Mit 25 (1 Jahr vor Merkels Neuland-Sager) absolvierte ich als MSc in Informationsmanagement und Computersicherheit am Technikum Wien. Dabei lernte ich nicht nur mehr über die Denkweise von Hackern, sondern auch, wie Menschen als soziale Wesen in Organisationen mit digitalen Systemen umgehen. Wissen und Informationen verbreiten sich rasend schnell in Netzwerken, wie beispielsweise sozialen Medien, und wir haben in den letzten Jahren erlebt, wie das genutzt wird, um Fake News zu verbreiten.

Politischer Aktivismus

Ich bin seit meiner Jugend davon überzeugt, dass das Internet uns neue Möglichkeiten der demokratischen Mitbestimmung öffnet. Doch ich fand lange Zeit niemanden, der diese Ideen teilt. Bis ich 2012 auf die Piratenpartei stieß. Das war eine junge Bewegung, die wie ich viel Zeit im Netz verbrachte, gegen staatliche Überwachung und für einen transparenten Staat kämpfte. Und eben die Demokratie besser und repräsentativer machen wollte. Weniger Hinterzimmerpolitik und mehr Menschen in die politische Willensbildung einbinden.

2012 wurde ich netzpolitisch aktiv. Als Mitglied im Landesvorstand Wien der Piratenpartei organisierte ich Demonstrationen gegen die zunehmende Überwachung und 2013 forderte ich bei einer gemeinsamen Demo mit NEOS und Beate Meinl-Reisinger “Gläserner Staat statt Gläserne Bürger”. 2014 leitete ich nach Bekanntwerden des Hypo-Skandals die größte Demo für die Einführung des Hypo U-Ausschusses (Eröffnungsrede auf YouTube).

In dieser Zeit wurde mir klar, wie wichtig es ist, über Parteigrenzen hinauszudenken. Da auch sich auch NEOS für Demokratie-Reformen, Netzpolitik und einen offenen Zugang zur politischen Arbeit einsetzen, wurde ich in beiden Organisationen aktiv und bemühte mich, beim gegenseitigen Wissenstransfer zu helfen. Und auch bei meiner Rückkehr ans Technikum Wien ging es um Wissenstransfer: Ich durfte 2 Semester das Thema "Mobile Business" als Lektor unterrichten, um die nächste Generation auszubilden.

Seit 2014 arbeite ich bei NEOS und bin Stück für Stück in die Rolle des System Architect & Digital Marketer hineingewachsen. Es geht jetzt nicht mehr um die Entwicklung einzelner Komponenten, sondern um das harmonische Zusammenspiel all unserer Systeme.

Gemeinsam mit Lukas Leys habe ich ab 2017 dafür gesorgt, dass NEOS als erste österreichische Partei eine Position zum Thema Bitcoin und Cryptoeconomy einnimmt. Denn brandaktuelle Zukunftsthemen sollte man nicht abwarten, sondern aktiv angehen.

Kandidatur zur Nationalratswahl 2019

Ich war lange Zeit davon überzeugt, dass ich mit dem kleinen Aktivismus ein bisschen was bewegen kann und mich ansonsten aus der großen Politik zurückhalten kann. Doch die etablierte Politik beweist immer wieder aufs Neue, dass sie die Herausforderungen unserer Zeit nicht bewältigen kann. Es braucht junge Menschen mit Expertise im Parlament, um die nötigen Entwicklungsprozesse anzustoßen. Dafür trete ich an!


Beantwortete Fragen

Lieber Tommi,

Ich habe 2 Fragen: 1) Warum Dein Einsatz für Leberkäskrapfen (LKK)? Viele moderate Menschen fühlen sich mit dem Einsatz für eine solche Extremposition vor den Kopf gestossen.

2) Du sprichst in Deiner Vorstellung von "Profile als Ware". Ich habe mal den Satz gehört: "Wenn etwas kostenlos ist, bis du das Produkt." Für die kostenlose Nutzung eines Dienstes bezahlt man halt damit, dass man "maßgeschneiderte" Werbung akzeptiert. Was ist schlecht daran bzw. wie würdest Du das verhindern wollen?

Viel Erfolg & liebe Grüße
Karl-Heinz — Karl-Heinz H.
Was ist deine Vorstellung zur Vermittlung von digitaler Medienkompetenz in der Schule? — Manuel
Eines der bewährten Werkzeuge der digitalen Innovation im privaten Sektor ist eine sogenannte "Trial and Error"-Methode. Ist das eine Methode, mit der du im öffentlichen Sektor leben kannst? — Yücel T.
Was ist deine Meinung dazu ein freies Internet zu verteidigen, aber auch den Leuten zu begegnen die im Netzt Hass und Intoleranz schüren. — Christian Pirker
Hey Tommi! Vielleicht kannst du dich an mich erinnern: ich bin Franz, das Apfelbaumbaby. Wie wirst du dich in den kommenden Jahren für Bäume einsetzen? Hast du konkrete Pläne für Apfelbäume? Ich würde mich sehr über das Baum-Wahlrecht freuen. Bis jetzt dürfen ja nur Menschen wählen. Das finde ich unfair. Lg und danke, Franz, das Apfelbaumbaby :) — Franz, das Apfelbaumbaby
Wenn du im Hinblick auf die Digitalisierung in Österreich drei konkrete Punkte umsetzen könntest, welche wären das und warum? — Bernd Aschenbrenner
Lieber Tommi, die Digitalisierung beschleunigt unser Leben ja rasant, so rasant, dass viele Wähler da nicht mitkommen. In manchen Bereichen - z.B. Social Media - muss man sich fast täglich auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Hast du Ideen, wie man den Menschen erklären kann, wie man sich auf diese rasanten Veränderungen einstellen kann? — Sebastian
Lieber Thomas.
Wie siehst du das mit dem Wert von Datensammlungen für den zukünftigen geistigen und wirtschaftlichen Wettbewerb im digitalen öffentlichen Raum? Wieviele der Zukunftsfragen kann ein österreichisches Parlament, eine österreichische Regierung wirklich noch regeln? — Johanna A.
Wie ist Deine Position zu Bots und Klarnamen? — Zoltan
Lieber Tommi, braucht Österreich eine Erbschaftssteuer? — Teresa
Die schwarz-blaue Regierung hat uns auch viele auch fragwürdige Personen im Nationalrat und den Kabinetten beschert. Diese haben extreme Positionen, stellen sich selber gerne aber als Mitte dar. Soll man sich mit diesen Personen und ihren Positionen beschäftigen und ihnen so auch Aufmerksamkeit entgegenbringen? Oder soll man das Gespräch pauschal ablehnen? (Frage geht an alle KandidatInnen). Liebe Grüße Brenda — Brenda
Hallo! :-)
Ich würde gerne etwas über deine Prioritätensetzung als potentieller NR-Abgeordneter von NEOS erfahren. Für diesen Zweck würde ich dich bitten folgende Forderungen in ihrer Wichtigkeit für dich von 1-10 (wobei 1 für „wenig wichtig“ und 10 für „zwingende Koalitionsbedingung“ steht) zu bewerten:

➡ Abschaffung kalte Progression
➡ Pensionsreform
➡ Einführung einer CO2-Steuer
➡ Ehe für Alle (auch für binationale Ehen)
➡ Bildungsreform
➡ Abschaffung der Kammerzwangsmitgliedschaft
➡ Kampf gegen Vorratsdatenspeicherung
➡ Schuldenbremse im Verfassungsrang
➡ Einführung liberales Bürgergeld
➡ Keine Abschiebung von Asylwerbern in Ausbildung
➡ Ausfinanzierung Bundesheer
➡ Einführung eines liberalen Mietrechts
➡ Abschaffung der GIS Gebühren — Victor Fulterer
Wieviele Wahlkampfeinsätze hast du im EU-Wahlkampf absolviert? (Frage geht an mehrere Kandidat_innen) — Markus
Welche Chancen und Gefahren bringt Deiner Ansicht nach die Anwendung künstlicher Intelligenz in den kommenden 10 Jahren?
Auf welche Lebensbereiche werden KI Methoden Auswikrung haben? Wie soll Politik regulierend eingreifen? — Herbert